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Lichtblicke VoG

Ein Wohlfühlort für Krebskranke

LichtBLICKE ist der erste Wohlfühlort für Krebskranke in Ostbelgien. Von Kunsttherapie, Bastel- und Kochateliers über Massagen und Spaziergänge bis hin zu Vorträgen über gesunde Ernährung oder den Umgang mit Ängsten ist das Wohlfühlhaus in Eupen nicht nur ein Treffpunkt für Krebskranke, sondern auch ein Ort, an dem Körper, Geist und Seele zur Ruhe kommen.

Gemeinsamkeit im Fokus

„Man fühlt sich besser, wenn man mit anderen zusammen ist, sich austauschen und sich gegenseitig unterstützen kann“, weiß Karine Vanommeslaeghe. Gemeinsam mit Yvonne Sebastian hat sie die Lichtblicke VoG gegründet. Die beiden Frauen waren selbst an Krebs erkrankt und haben sich damals alleingelassen gefühlt. „An Krebs erkrankt sein, diesen Leidensweg zu gehen, ist eine große Herausforderung. Nicht nur für den Betroffenen, auch für die Familie und das ganze Umfeld“, erzählt Karine. „Es wird häufig als Schwäche angesehen.“ Eine Schwäche, für die sich Betroffene schämen. „Wir möchten die Krebspatienten aus ihrer Isolation herausholen und sie ganzheitlich begleiten“, bekräftigt Yvonne. Hierzu gehören neben Beschäftigungs- und Informationsangeboten auch Gesprächskreise, ein intensiver Austausch, Trauerbegleitung und Hausbesuche.

Renoviert, um Angebot zu erweitern

Angefangen hat das Projekt mit einer Selbsthilfegruppe. „Gemeinsam Zeit verbringen bei einer Tasse Kaffee“, umschreibt es Karine Vanommeslaeghe. Während Corona hat dieses Angebot online stattgefunden. Jetzt soll das Projekt erweitert werden und in diesem Rahmen wurde der Veranstaltungsort großzügig renoviert. Es wurden Räume für Massagen und für die Aktivitäten hergerichtet, sowie ein Empfangsraum mit Büro und einer kleinen Küche.

Solidarität ist wunderschön

An neuen Ideen mangelt es nicht. Neben Gesprächsgruppen, Trauerbegleitungen, Koch- und Bastelateliers, Wanderung und Vorträgen hält die Lichtblicke VoG ebenso Angebote wie Wassergymnastik, Biodanza, Feldenkrais, Yoga, Theater und Gesang für möglich. Wichtig ist den beiden Gründerinnen der VoG, dass die Leute sich trauen, auf sie zuzugehen und dass der Ort, den sie erschaffen, bestehen bleibt. Denn, sich gegenseitig zu helfen ist wichtig, für die Krebskranken und auch für die Gesellschaft. „Wir finden Solidarität wunderschön“, sagt Karine Vanommeslaeghe. Sie ist dankbar dafür, dass es Stiftungen gibt, wie die Stiftung gegen Krebs, die König-Baudouin-Stiftung, den Bürgerfonds Ostbelgien und die Service Clubs Ostbelgien und dass es Ehrenamtliche gibt, die sich engagieren und uneigennützig helfen.

Ehrenamtliche sind immer gerne willkommen. Vor allem Ehrenamtliche, die über medizinische Schulungen verfügen werden noch gesucht.