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Pater-Damian-Sekundarschule

Patenschaft zwischen Schülern und Flüchtlingen

Die Pater-Damian-Sekundarschule engagiert sich für ihre 15- bis 18-jährigen Flüchtlingsschüler. Im Rahmen des Patenschaftsprojektes übernehmen Schüler aus dem 5. Sekundarjahr eine Patenschaft für einen Flüchtling. Sie verbringen Mittagspausen zusammen, besichtigen das Empfangszentrum „Bellevue“, um zu sehen, wie die Flüchtlinge leben und unternehmen einen gemeinsamen Ausflug pro Jahr. Der letzte Ausflug führte sie zum Wandern und Klettern an die Eupener Talsperre.

Patenschaft während der Schulzeit

„Vor ein paar Jahren kamen die ersten Flüchtlinge“, erinnert sich Jana Schröder, Erzieherin an der Pater-Damian-Sekundarschule in Eupen. „Wir haben das ein Jahr lang beobachtet und dann die Idee für die Patenschaft gehabt.“ Das Prinzip ist einfach: Es geht um eine Patenschaft während der Schulzeit zwischen Flüchtlingen und Schülern aus dem 5. Sekundarjahr. „Alles, was über die Mittagspause hinaus stattfindet, ist wirklich super, aber wir haben uns ganz bewusst für die Schulzeit entschieden, weil das die Zeit ist, die uns in der Schule zur Verfügung steht.“

Infoveranstaltung zur Vorbereitung für Schüler & Flüchtlinge

„Wir lassen unsere Schüler nicht einfach auf die Flüchtlinge los“, erklärt Jana Schröder. Im Rahmen einer freiwilligen Infoveranstaltung werden die Schüler des 4. Jahrgangs über das Projekt und notwendige Voraussetzungen aufgeklärt. Wer im Anschluss interessiert ist, eine Patenschaft zu übernehmen, der schreibt einen Motivationsbrief, in dem er seine Beweggründe erläutert und reicht diesen bei Jana Schröder ein. Auch die Flüchtlinge nehmen an einer Infoveranstaltung teil und dürfen sich entscheiden, am Projekt teilzunehmen oder eben nicht.

Sich gegenseitig helfen

„Die meisten unserer Flüchtlinge sind ohne Eltern hier“, erzählt Jana Schröder. Um am Normalunterricht teilzunehmen, müssen sie in der „Flüchtlingsklasse“ erst einmal bis zu zwei Jahre lang die deutsche Sprache lernen. Durch die Patenschaft, so erhofft man sich, lernen sie schneller und werden besser integriert, weil sie über ihre Paten auch mit deren Freunden in Kontakt kommen. Ob sie einen Abschluss machen, hängt von jedem Schüler und dessen Wissensstand ab. „Ein Schüler war der Hammer“, erinnert sich Jana Schröder. „Er war einer der ersten, damals. Super intelligent, und er hat wirklich Glück gehabt. Denn er wurde adoptiert und er hat die mittlere Reife gemacht und befindet sich momentan in einer Ausbildung zum Gärtner.“

Positive Erfahrungen & soziales Engagement

Am Ende des Schuljahres gibt es eine Abschlussveranstaltung. Es wird gegrillt und alle bringen Essen mit. „Da wird sich gefreut und es wird geweint.“ Jana Schröder fasst zusammen: „Es kommt ab und an zu Missverständnissen und manchmal stimmt auch die Chemie nicht, aber im Großen und Ganzen sind die Erfahrungen für beide Seiten und auch für uns sehr positiv.“ Als Nachweis für ihr soziales Engagement bekommen die Paten eine Patenschaftsbescheinigung, die sie ihrem Lebenslauf oder ihrer zukünftigen Bewerbung beilegen können.

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