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Rotes Kreuz Sankt Vith – Burg-Reuland

Gemüse für die Lebensmittelhilfe

Lebensmittel sind teuer, zu teuer für Menschen, die am Existenzminimum leben. Genau hier greift die Lebensmittelhilfe des Roten Kreuzes Sankt Vith – Burg-Reuland. Jeden Dienstagvormittag könnten sich hier Bedürftige mit den nötigen Lebensmitteln eindecken.

Lebensmittel für Bedürftige

An die 420 Personen benötigen jede Woche Unterstützung in Form von Nudeln, Reis, Saucen, Brot, Joghurt, Käse, Marmelade und vielem mehr. „Hier kann nicht jeder auftauchen und behaupten, dass er Lebensmittel braucht“, erklärt Marie-Hélène Düsseldorf, Präsidentin des Roten Kreuzes Sankt Vith – Burg-Reuland. Das ÖSHZ entscheidet anhand von Gesprächen, ob die Familiensituation zu einer Lebensmittelhilfe berechtigt. Anschließend erhalten die Bedürftigen eine Bescheinigung, auf der die Personenanzahl ihres Haushalts notiert ist. Diese Bescheinigung ist sechs Monate gültig und wird bei der Lebensmittelhilfe vorgezeigt. Aussuchen dürfen sich die Leute selbst, was sie benötigen.

Woher kommen die Lebensmittel?

Die Lebensmittelhilfe des Roten Kreuzes lebt von Lebensmittelspenden. Unter der Woche sammeln die Ehrenamtlichen in den lokal ansässigen Geschäften Produkte ein, die kurz vor dem Verfalldatum stehen. Auch kleinere Geschäfte spenden zum Beispiel Aufschnitt. Brot, Brötchen und Gebäck bezieht die Lebensmittelhilfe unter anderem von der Bäckerei Fonk. Was um halb sieben noch in der Theke ist, geht an das Rote Kreuz und wird eingefroren.

Obst und Gemüse müssen hinzugekauft werden

„Wir bekommen nie Obst und Gemüse“, sagt Marie-Hélène Düsseldorf. „Doch wir haben viele Kinder hier und auch ältere Menschen. Uns ist wichtig, dass die Leute auch frische Sachen bekommen.“ Im Durchschnitt kostet der Zukauf an Obst und Gemüse etwa 2.000 Euro pro Monat. „Das ist für uns ein Haufen Geld“, verrät Frau Düsseldorf. „Wir sind dem Bürgerfonds sehr dankbar.“ Mit seiner finanziellen Unterstützung und der Unterstützung der Deutschsprachigen Gemeinschaft kann das Rote Kreuz Sankt Vith – Burg-Reuland das gesamte Jahr lang den Zukauf an frischem Obst und Gemüse sichern und damit einen Teil zur gesunden Ernährung unserer finanziell benachteiligten Mitmenschen und ihren Familien leisten.

Lebensmittel- und andere Spenden

Lebensmittelsammlungen von Privatleuten oder auch Unternehmen sind sehr willkommen. „Zur Fastenzeit haben wir eine sehr schöne Lebensmittelspende bekommen mit Produkten, die sich lange halten, darunter Kaffee, Reis und Öl.“ Aber auch Spenden finanzieller Art sind wichtig. „Das letzte Jahr war ein sehr schlechtes Spendenjahr.“ Und nicht nur das. Durch die Pandemie und den daraus resultierenden Maßnahmen fielen die Einnahmen des Roten Kreuzes aus dem Outlet Store und den Erste-Hilfe-Kursen und sonstigen Aktivitäten, über die sich das Rote Kreuz finanziert, fast komplett weg. „Im September haben wir dann einen Aufruf gestartet. Daraufhin haben sich vier Firmen gemeldet, die aufgrund von Corona keine Weihnachtsfeier machen konnten und sie haben das Geld stattdessen an uns gespendet.“ Eine wunderschöne solidarische Geste.

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