Projekte

  • , Spendenaufruf | , Soziale Gerechtigkeit und Armut

    Ein Herz für ostbelgische Kinder

    Chancengleichheit von Anfang an Auch in Ostbelgien wachsen Kinder unter schwierigen finanziellen Bedingungen auf. Für...
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    Chancengleichheit von Anfang an
    Auch in Ostbelgien wachsen Kinder unter schwierigen finanziellen Bedingungen auf. Für manche bedeutet das: ohne Pausenbrot in den Schultag starten oder auf wichtige Förderangebote verzichten müssen.
    Mit dem kontinuierlichen Spendenaufruf „Ein Herz für ostbelgische Kinder“ möchten wir allen Kindern faire Chancen zu ermöglichen, unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern.
    Und so funktioniert es
    Schulen in Ostbelgien erhalten auf Wunsch finanzielle Mittel, um gezielt Kinder aus benachteiligten Situationen zu unterstützen. Da die Schulen ihre Schüler am besten kennen, entscheiden sie selbst, wo Hilfe gebraucht wird. Mit den Spenden können zum Beispiel Schulmaterial, Sportkleidung oder gezielte Fördermaßnahmen finanziert werden.

    Jetzt spenden

  • , Initiative | , Soziale Gerechtigkeit und Armut

    Local Heroes

    Engagement sichtbar machen Mit der Initiative „Local Heroes“ rücken wir einmal pro Jahr Menschen in...
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    Engagement sichtbar machen

    Mit der Initiative „Local Heroes“ rücken wir einmal pro Jahr Menschen in den Mittelpunkt, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl einsetzen und oft im Hintergrund wirken. Im Rahmen einer jährlich wechselnden Kampagne wird jeweils ein neues Thema gewählt und somit eine spezifische Gruppe in den Fokus gestellt.
    Ziel der Initiative ist es, gesellschaftlich wertvolle Leistungen sichtbar zu machen, Wertschätzung auszudrücken und gleichzeitig konkrete Unterstützung zu leisten. Durch öffentliche Anerkennung und gezielte Fördermaßnahmen werden diese „lokalen Heldinnen und Helden“ gewürdigt und ihre Bedeutung für den Zusammenhalt in Ostbelgien hervorgehoben.

  • , Projekt | , Bildung und Talententwicklung | , 2024

    Renovierung des pädagogischen Hofes

    Ein Ort zum Wachsen – mit Tieren und Verantwortung Auf einem kleinen Bauernhof in der...
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    Ein Ort zum Wachsen – mit Tieren und Verantwortung

    Auf einem kleinen Bauernhof in der Wallonie entsteht ein besonderer Ort: Ein geschützter Raum, in dem Kinder und Jugendliche im pädagogischen Kontakt mit Tieren lernen, Verantwortung zu übernehmen, ihre Gefühle auszudrücken und ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zu entwickeln.
    Der Hof ist Teil des  Wohnheims Home Saint François und wird von einem engagierten Team pädagogisch betreut. Projektleiter Marc Beckers erklärt: „Tiere sind wunderbare Brückenbauer. Viele unserer Kinder haben Schwierigkeiten, über Gefühle zu sprechen. Im Umgang mit Tieren geht das oft viel leichter.“

    Ein Stall mit Geschichte – und Zukunft

    Seit dem Jahr 2000 gehört ein kleiner Bauernhof zum Alltag im Home Saint François. Ursprünglich aus dem Interesse eines Jugendlichen entstanden, ist er heute fest im pädagogischen Konzept verankert. Nach mehr als zwei Jahrzehnten war die Infrastruktur jedoch veraltet und zu klein. Für solche Sonderprojekte stehen dem Wohnheim keine Eigenmittel zur Verfügung – die laufenden Kosten sind gedeckt, doch für Investitionen sind zusätzliche Partner unerlässlich.

    Dank der Unterstützung des Bürgerfonds und weiterer Förderer wird der Hof nun umfassend renoviert: Ein neues, robustes Gebäude entsteht, bestehende Strukturen werden integriert, und Wasser-, Strom- sowie Lagerkapazitäten werden deutlich verbessert.

    Mehr als ein Streichelzoo: Ein pädagogisches Werkzeug

    Der Hof ist kein Ausflugsziel, sondern ein geschützter Lernraum für rund 100 Kinder pro Jahr. Die Kinder übernehmen konkrete Aufgaben: Tiere füttern, Ställe säubern, beim Ausbau helfen. So entsteht nicht nur ein Ort für Kinder, sondern mit ihnen. „Wenn ein Kind sagt: ‚Das ist unser Stall‘, dann weiß ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Marc.

    Die Kinder erleben die Natur mit allen Sinnen und lernen, Verantwortung zu übernehmen. Dabei entwickeln sie Selbstvertrauen, Teamgeist und emotionale Stabilität. Besonders wichtig ist dabei die emotionale Bildung: „Wenn ein Kind einem Tier gegenüber Fürsorge zeigt, ist das oft ein erster Schritt, auch die eigenen Gefühle wahrzunehmen.“

    Eltern berichten, dass ihre Kinder nach einem Besuch auf dem Hof ausgeglichener wirken. Auch die Mitarbeitenden des Wohnheims nutzen das Projekt intensiv und bestätigen seine nachhaltige Wirkung.

    Ausblick: Ein Ort, der weiterwächst

    Die Bauarbeiten sind noch nicht abgeschlossen, doch das Potenzial des Hofs zeigt sich jetzt schon deutlich. Das Projekt ist nachhaltig geplant: mit hochwertigen Materialien, flexiblen Nutzungsmöglichkeiten und einem tragfähigen pädagogischen Konzept. Auch in Zukunft soll der Hof weiter wachsen – mit neuen Tieren, erweiterten Angeboten und vielleicht zusätzlichen Gebäuden. Die Vision ist klar: Ein Ort, der mit den Kindern mitwächst.

    Ein Moment, der bleibt

    Für das Team zählt zu den schönsten Erlebnissen, wie aktiv die Kinder den Hof mitgestalten – sei es bei der Tierauswahl oder beim Einbau von Türen. Bald steht die feierliche Eröffnung bevor – ein bewegender Moment für alle, die mitgebaut, mitgearbeitet und mitgeträumt haben.

  • , Projekt | , Bildung und Talententwicklung | , 2024

    Materialien für den Förderbereich

    Monique Foeteler ist Schulleiterin der Grundschulen in Schönberg, Wallerode und St. Vith. Im September 2024...
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    Monique Foeteler ist Schulleiterin der Grundschulen in Schönberg, Wallerode und St. Vith. Im September 2024 konnte sie teilweise die Stellen der Förderpädagog*innen besetzen – ein besonderer Mehrwert für die Schulen. Zusätzlich war es durch die Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens möglich, dringend benötigte Materialien für diese Förderung anzuschaffen. Diese kommen nun in allen drei Schulen zum Einsatz.

    Frühzeitige Unterstützung: Probleme an der Wurzel packen

    „Unser Ziel ist es, Schwierigkeiten so früh wie möglich anzugehen – idealerweise schon im Kindergarten“, erklärt Monique Foeteler. Denn einige Kinder haben von Anfang an Herausforderungen: Sie kämpfen mit der Aussprache, dem Schreiben oder haben Probleme mit dem Rechnen. Besonders anderssprachige Kinder benötigen häufig mehr Zeit und Aufmerksamkeit.

    „Unsere Klassen umfassen zwischen 20 und 23 Schüler, wodurch der Förderbedarf entsprechend hoch ist“, erläutert Foeteler. Der Bedarf sei in den letzten Jahren weiter gestiegen: „Die Welt hat sich verändert. Viele Eltern finden kaum noch Zeit, zu Hause mit ihren Kindern zu lernen. Gleichzeitig dürfen wir nur noch kurze Hausaufgaben aufgeben – zwischen fünf und zwanzig Minuten. Das reicht nicht, um Inhalte zu verinnerlichen.“ Rückstände bauen sich dadurch schneller auf, was langfristig zu Problemen führen kann, wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird.

    Individuelle Förderung für echte Lernerfolge

    Lehrer erkennen meist früh, wenn ein Kind zusätzliche Unterstützung benötigt. Auch der Gesundheitsdienst Kaleido und das Kompetenzzentrum machen gelegentlich auf Auffälligkeiten aufmerksam und wirken unterstützend. Die betroffenen Kinder werden daraufhin von der Förderpädagogin einzeln oder in kleinen Gruppen betreut. „Schon ein bis zwei Sitzungen pro Woche reichen oft aus, um Probleme zu lösen, bevor sie sich festsetzen“, so Monique Foeteler.

    Besonders erfreulich ist die positive Resonanz der Kinder: „Das Schönste ist das Leuchten in ihren Augen, wenn sie spielerisch begreifen, worum es geht, und einen echten Lernerfolg spüren“, berichtet eine Förderpädagogin.

    Innovative Materialien für die Förderung

    Um Kinder zwischen drei und zwölf Jahren optimal zu unterstützen, wurden gezielt Materialien angeschafft, die spielerisches Lernen fördern. Diese reichen von Würfelspielen über Montessori-Tablets, Fühl- und Tastplatten für Buchstaben bis hin zu Rechenboxen, Sprachspielen und einer 100er-Tafel.

    „Ohne die Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgien wäre diese Anschaffung nicht möglich gewesen“, betont Monique Foeteler. Die Materialien kommen in den drei Schulen von Schönberg, Wallerode und St. Vith vorrangig zum Einsatz, können aber auch innerhalb der zehn Schulen der Gemeinde ausgetauscht werden, um sie möglichst vielen Kindern zugutekommen zu lassen.

    Projekt: Materialien für den niederschwelligen Förderbereich
    Organisation: Grundschulen der Stadt Sankt Vith

  • , Projekt | , Bildung und Talententwicklung | , 2023, 2024

    Musik für alle und jeden (El Sistema in Ostbelgien)

    Ab Januar startet die ausgebildete Sozial- und Musikpädagogin Céline Keutgen bei der Klangschmiede VoG und...
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    Ab Januar startet die ausgebildete Sozial- und Musikpädagogin Céline Keutgen bei der Klangschmiede VoG und beginnt mit dem schrittweisen Aufbau des Projekts „Musik für alle und jeden“. Ziel ist es, langfristig weitere strukturierte Angebote der Klangschmiede zu etablieren, die vor allem Freude an der Musik vermitteln sollen. Die Aktivitäten finden unter anderem mittwochnachmittags im Eupener Kolpinghaus statt.

    Die allerjüngsten für Musik begeistern
    „Wir möchten bereits die allerjüngsten Kinder erreichen“, erzählt Simen Van Meensel. Ihm ist bewusst, dass Kinder ab etwa sechs Jahren oft schon in viele Hobbys eingebunden sind. Daher setzt er früher an, um schon vorher für Musik zu begeistern: Geplant sind vielfältige Angebote – von Eltern-Kind-Gruppen für Kleinkinder bis hin zu niederschwelligen musikpädagogischen Kursen nach dem Vorbild von „El sistema“. Im Fokus stehen dabei insbesondere Kinder, die bislang keinen Zugang zu Musik hatten. „In Ostbelgien ist Armut oft nicht sichtbar – aber sie ist da und geht mit eingeschränkten Chancen einher“, erklärt Van Meensel. Genau hier setzt das Projekt an: Es verfolgt einen inklusiven Ansatz und möchte durch Musik soziale Teilhabe ermöglichen – ganz im Sinne von „El sistema“.

    Was ist El sistema?
    „El sistema“ ist ein soziales Musikprojekt, das ursprünglich in Venezuela ins Leben gerufen wurde. Ziel war es, Kinder durch Musik von der Straße zu holen und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen. Das Konzept führte zur Gründung zahlreicher Musikschulen im Land. Musik wurde dort als gemeinsame Sprache genutzt, um Kinder zu integrieren und ihnen wichtige soziale Werte wie Toleranz und Akzeptanz zu vermitteln – damit sie überhaupt wieder eine echte Chance im Leben bekommen. “Besonders im jungen Alter spielt Musik eine entscheidende Rolle für die Persönlichkeitsentwicklung” sagt Simen Van Meensel. Inzwischen ist das System weltweit verbreitet – auch in Europa. Hier liegt der Fokus weniger auf der Prävention von Straßenkriminalität, doch der Grundgedanke bleibt derselbe: Musik als Werkzeug für soziale Integration und persönliche Entwicklung. Die Klangschmiede VoG greift diesen Ansatz auf und erweitert ihr Angebot mit dem Projekt ‚Klangstudio – Musik trifft Herz‘, das neben der Begeisterung für Musik gezielt die Persönlichkeitsentwicklung fördert.

    Musik machen und sich bewegen
    Die Angebote finden in einem offenen, druckfreien Rahmen statt – ohne Leistungsdruck oder das Ziel, Konzerte vorzubereiten. „Die Kinder dürfen musizieren, sich bewegen und sich gegenseitig kennenlernen“, so Simen Van Meensel. Die Teilnahme ist dank der Unterstützung durch den Bürgerfonds Ostbelgien kostenlos. „Wir hoffen, dass wir bei den Kindern echte Freude an der Musik wecken können – und vielleicht sogar Talente entdecken, die später Teil unserer Kinderchöre werden möchten.“

    Interesse geweckt?
    Eltern und Erziehungsberechtigte können sich jederzeit unverbindlich bei der Klangschmiede VoG melden. Das Projekt freut sich über alle, die dabei sein möchten.

  • , Projekt | , Soziale Gerechtigkeit und Armut | , 2023, 2024

    Aufbau einer Wohnform für junge Menschen in schwierigen Lebenslagen (Projektname: RESET – nochmal von vorn)

    In einer Immobilie in der Prümer Straße in Sankt Vith entsteht unter der Trägerschaft des...
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    In einer Immobilie in der Prümer Straße in Sankt Vith entsteht unter der Trägerschaft des ÖSHZ Sankt Vith eine neue Wohnform für junge Menschen in herausfordernden Lebenssituationen. Unter dem Projekttitel „RESET – nochmal von vorn“ sollen bis zu 7 Menschen gleichzeitig die Chance erhalten, ihr Leben neu zu gestalten. Sie werden vor Ort betreut. Ziel des Projektes ist die Entwicklung ausreichender Kompetenzen, um eine eigenständige Lebensführung zu meistern.

    Gleichzeitige Betreuung von 7 Personen

    Die Immobilie in der Prümer Straße musste vor Projektstart grundlegend renoviert werden.
    Im Rahmen dieser Umbauarbeiten wurde beispielsweise die vordere Fassade erneuert und der Innenbereich behindertengerecht gestaltet.
    Anfang 2025 konnten die Räumlichkeiten unter anderem dank der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens möbliert werden.
    Im Erdgeschoss befindet sich ein gemeinschaftlicher Wohnbereich, bestehend aus einem großen Raum mit einer Gemeinschaftsküche und einem kleinen Wohnbereich. Ein behindertengerechtes Badezimmer, ein Versammlungsraum und ein Personalbüro sind ebenfalls im Erdgeschoss zu finden. Auf der ersten Etage sind insgesamt fünf Schlafzimmer und zwei Badezimmer und auf der zweiten Etage befinden sich zwei separate Studios, wovon eines behindertengerecht ist.
    Das Konzept wurde auf insgesamt sieben Personen ausgelegt.

    Diese sieben Plätze sollen Personen zwischen 18 und 30 Jahren aus der gesamten Deutschsprachigen Gemeinschaft zur Verfügung stehen.
    Angesprochen werden Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihren Alltag zu bewältigen. Das kann sich in Schwierigkeiten äußern, administrative Aufgaben zu erledigen oder den Haushalt zu führen. Auch psychische Erkrankungen, ein herausfordernder schulischer Werdegang oder belastende Lebensumstände, wie zum Beispiel ein konfliktreiches familiäres Umfeld, können eine Rolle spielen.

    Das Drei-Phasen-Modell

    „Wir arbeiten nach einem Drei-Phasen-Modell“, erklärt Ellen Clohse. „Gestartet wird in der Wohngemeinschaft mit enger Begleitung durch unser Personal. Dort erlernen die Bewohner ihren Alltag zu strukturieren und zunehmend selbstständig zu handeln. Ist dieses Ziel erreicht, bietet die zweite Phase die Gelegenheit das eigenständige Wohnen in den Studios – mit weniger Unterstützung unsererseits – zu üben. In der dritten Phase gehen wir zum eigenständigen Wohnen mit ambulanter Betreuung in einer privaten Wohnung über. Selbst in dieser Phase bleiben wir immer in Kontakt. Auf diese Weise können wir einem Rückfall in alte Muster wirksam vorbeugen und bei Bedarf gezielt Unterstützung anbieten.“

    Seit Juni 2025 startklar

    Der Personalkader der Wohnform RESET setzt sich aus drei Vollzeitäquivalentstellen zusammen. Davon entfallen eine Vollzeitäquivalentstelle auf die Koordination und zwei auf die Betreuung. Das Team besteht aus einer Psychologin, einer Psychologieassistentin, einer Erzieherin und einem Sozialassistenten. Seit März 2025 haben sie die notwendigen Arbeitsinstrumente und -prozesse ausgearbeitet, sodass seit Juni 2025 die ersten Bewohner einziehen und begleitet werden können.

  • , Projekt | , Bildung und Talententwicklung | , 2024

    Demografie: Struktur und Entwicklung der Bevölkerung

    Die VHS Bildungsinstitut VoG hatte mit der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgien 2024 eine Fortbildungsreihe für...
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    Die VHS Bildungsinstitut VoG hatte mit der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgien 2024 eine Fortbildungsreihe für die breite Öffentlichkeit im Programm. Der Workshop „Demografie: Struktur und Entwicklung der Bevölkerung“ konnte sogar kostenfrei angeboten werden.

    Neues Fortbildungskonzept ausprobiert
    „2024 haben wir ein neues Konzept ausprobiert“, erzählt Liliane Mreyen von der VHS. Es handelt sich um eine Fortbildungsreihe, die öffentlich zugänglich ist. Themen gesellschaftspolitischer oder berufsrelevanter Natur, sowie solche, die die persönliche Entwicklung positiv beeinflussen, wie zum Beispiel Stressmanagement oder Resilienz stehen im Fokus. In diesem Rahmen fand sodann auch der gesellschaftspolitische Workshop „Demografie: Struktur und Entwicklung der Bevölkerung“ statt. „Das Problem ist, wenn wir dafür Eintritt verlangen, dann kommt niemand. Wir brauchen das aber. Wir müssen über gesellschaftspolitische Themen diskutieren, damit wir lernen, Veränderungen und Tendenzen zu verstehen“, sagt Liliane Mreyen.  Dank der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens konnte die Veranstaltung kostenlos angeboten werden.

    Fortbildung schnell und unkompliziert
    Die Referentin Ulrike Tischer hat die Teilnehmer auf die Veränderungen der Gesellschaft aufmerksam gemacht – Menschen, die ein sehr hohes Alter erreichen, Geburtenraten, die sinken – und ihnen einen Einblick in die Situation in der Deutschsprachigen Gemeinschaft gegeben, inklusive Prognose der nächsten Jahrzehnte.
    Im Sinne des aktuellen Zeitgeistes versucht die VHS mit dem neuen Konzept kurzfristige Inhalte anzubieten. „Wir haben festgestellt, dass die Leute sich fortbilden möchten, aber nicht mehr langfristig“, sagt Liliane Mreyen. Sie sind nicht mehr bereit Monate oder Jahre in ihre Fortbildung zu investieren. „Wir sind sehr zufrieden mit unserem Pilotjahr. Das hat sehr gut geklappt“, fasst sie zusammen.

    Kritische Fragen sind erlaubt
    Am 05. Dezember fand die letzte Veranstaltung in Eupen statt. „Die Veranstaltung beschäftigt sich mit den Säulen der sozialen Sicherheit“, erzählt Katrin Zeimers von der VHS. „Der Referent ist Patrick Meyer. Er erklärt, wie das System aufgebaut und welche Gefahren ihm gegenüberstehen. Anschließend dürfen die Leute kritische Fragen stellen.“ Die Veranstaltung hat mit 22 Teilnehmern stattgefunden, darunter auch einige Studenten. Für 2025 sind weitere Veranstaltungen geplant. Den Fortbildungskatalog finden Sie auf der Website der VHS.

  • , Projekt | , Soziale Gerechtigkeit und Armut | , 2024

    Sozialer Treffpunkt im Mittendrin

    Die Prisma VoG belebt ihr Angebot eines Treffpunktes, wo sich Frauen austauschen und gegenseitig unterstützen...
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    Die Prisma VoG belebt ihr Angebot eines Treffpunktes, wo sich Frauen austauschen und gegenseitig unterstützen können, wieder. Der Treffpunkt richtet sich ausschließlich an Frauen, die bereits von Prisma begleitet werden.

    Was macht die Prisma VoG?
    Die Prisma VoG ist ein Zentrum für Beratung, Opferschutz und sexuelle Gesundheit. Das Angebot der VoG reicht von der psychosozialen Beratung über ambulante Begleitung, Schwangerschaftskonfliktberatung, Sexual- und (Sexual-)Medizinische Beratung bis hin zu einer Betreuung im Frauenhaus, einer Zufluchtsstätte für Frauen, die Opfer physischer, psychischer oder sexueller Gewalt wurden. 2025 wird es außerdem wieder einen sozialen Treffpunkt für Frauen geben. „Diese Treffen gab es schon einmal“, erzählt Davina Houbben von der Prisma VoG. „Wir hatten eine Kollegin, die 25 Jahre hier gearbeitet und die Treffen ins Leben gerufen hat.“ Damals haben die Treffen im Frauenhaus stattgefunden, in kleinen Gruppen. Doch der Bedarf ist stark gestiegen und die Räumlichkeiten sind zu klein.

    Der neue soziale Treffpunkt
    „Damals waren das Treffen, wo untereinander ausgetauscht wurde“, sagt Viviane Pier. „Wir möchten das Konzept aber überarbeiten und könnten uns vorstellen, jedes Treffen unter ein Thema zu stellen und passend dazu einen Workshop oder einen Selbstverteidigungskurs anzubieten.“ Doch bevor das Konzept festgelegt wird, möchten Viviane Pier und Davina Houbben die betroffenen Frauen selbst fragen, worauf sie Lust haben und was sie brauchen. Die perfekte Gelegenheit dazu bietet sich in Kürze.

    Austausch von Ideen
    „Am 18. Dezember treffen wir uns zur Weihnachtsfeier“, sagt Davina Houbben. Circa 30 Frauen haben ihr Kommen angekündigt. Einige bringen ihre Kinder mit. „Wir erwarten ungefähr 55 Personen.“ Im neuen Jahr überlegen sie dann gemeinsam, wie der neue soziale Treffpunkt aussehen wird und ab wann es losgehen wird.

  • , Projekt | , Bildung und Talententwicklung | , 2023, 2024

    Zirkus- und Kletterlager sowie Familienklettertage am Viadukt von Born

    Der Kletterclub Ostbelgien bietet 2025 ein Zirkus- und Kletterlager und Familienklettertage am Viadukt von Born...
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    Der Kletterclub Ostbelgien bietet 2025 ein Zirkus- und Kletterlager und Familienklettertage am Viadukt von Born an. Der Bürgerfonds Ostbelgien übernimmt die Teilnahmegebühren für Personen aus prekären Lebensverhältnissen.

    Eine Kletterwand am Viadukt von Born
    Der Kletterclub Ostbelgien wurde im Januar 2023 gegründet und konnte dank eines erfolgreichen Crowdfundings und einer Partnerschaft mit dem Belgischen Alpinverband und der Gemeinde Amel, einen Teil des Viaduktes von Born mit einer Kletterwand ausstatten. 2024 wurde die Kletterwand von 6 auf 18 Routen aufgestockt. „Wer eigenes Material besitzt und im Rahmen einer Mitgliedschaft im Kletterverein versichert ist, darf kostenlos klettern kommen“, sagt Johannes Seel, einer der Mitgründer der VoG. Darüber hinaus bietet die VoG Gruppenaktivitäten an und stellt hierfür Klettermaterial und Betreuer zur Verfügung. Diesen Sommer haben über 500 Kletteranfänger an den Gruppenaktivitäten des KCO teilgenommen.

    Zirkus- und Kletterlager 2025
    Für den Sommer 2025 hat der Kletterclub sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Ein Zirkus- und Kletterlager für sieben- bis zwölfjährige vom 11. bis zum 15. August. Eine Zirkusschule aus Lüttich und Aurélie Brüls aus Elsenborn werden die Zirkusaktivitäten betreuen. Für Teilnehmer aus prekären Lebensverhältnissen ist die Teilnahme durch die Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens kostenlos. Die Kinder können an drei verschiedenen Ateliers teilnehmen und sowohl Kletter-, als auch Boden- und Luftakrobatik ausprobieren. „Die ersten Schritte im Klettern zu bewältigen, das macht enorm stolz. Wir möchten den Kindern dabei helfen, ihre Selbstwirksamkeit zu stärken und zu fördern“, sagt Johannes Seel. Die Vorbereitungen für das Lager laufen bereits. „Wir haben damit angefangen, verschiedene Anker für die Zirkusaktivitäten zu setzen. Dies soll zum Beispiel das Spannen einer Slackline zwischen zwei Pfeilern des Viadukts ermöglichen.“

    Familienklettertage 2025
    Ein zweites Projekt, das ebenfalls vom Bürgerfonds Ostbelgien unterstützt wird, richtet sich an Familien. Auch hier sind die Aktivitäten für Teilnehmer aus prekären Lebensverhältnissen kostenlos. „Es wird insgesamt vier Familienklettertage geben“, sagt Johannes Seel. Den Ablauf stellt er sich wie folgt vor: „Die Familie kommt morgens an. Die Kinder werden durch Betreuer animiert, während die Eltern eine Einführung ins Klettern erhalten. Nachmittags können die Eltern dann ihren Kindern das Klettern beibringen, mit der Unterstützung von ausgebildeten Kletterbetreuern.“ Der Gedanke des gemeinsamen Erlebens und Teilens steht bei den Familienklettertagen im Vordergrund.

     

    Photos by: BRF

  • , Spendenaufruf | , Soziale Gerechtigkeit und Armut | , 2022

    Spendenaufruf 2022: Ukraine

    UNSERE HILFE WIRD BENÖTIGT In der Ukraine herrscht Krieg. Die Situation für die Menschen dort...
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    UNSERE HILFE WIRD BENÖTIGT

    In der Ukraine herrscht Krieg. Die Situation für die Menschen dort ist untragbar und zwingt viele Familien dazu, ihr Land zu verlassen. Wir sind fassungslos und können uns kaum vorstellen, was diese Menschen durchmachen. Einige der ukrainischen Flüchtlinge haben bereits den Weg zu uns gefunden. Sie besitzen gerade noch so viele Dinge, wie sie tragen konnten. Mit eurer Hilfe möchten wir diesen Menschen helfen. Mit euren Spenden möchten wir

    • lokale Hilfsorganisationen unterstützen, die sich hier in Ostbelgien um Flüchtlinge kümmern
    • bedürftigen Flüchtlingen aus der Ukraine eine Starthilfe zur Verfügung stellen

    Jeder Beitrag zählt.

    IBAN: BE10 0000 0000 0404
    BIC: BPOTBEB1
    Mitteilung: +++623/3700/60062+++ oder “Bürgerfonds Ostbelgien – Ukraine”

  • , Spendenaufruf | , Soziale Gerechtigkeit und Armut | , 2021

    Spendenaufruf 2021: „Hochwasser“

    Die König-Baudouin-Stiftung, der Bürgerfonds Ostbelgien, der Vinzenz Verein Eupen, der BRF, Radio Contact, das Grenzecho,...
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    Die König-Baudouin-Stiftung, der Bürgerfonds Ostbelgien, der Vinzenz Verein Eupen, der BRF, Radio Contact, das Grenzecho, das CLOTH kreativbureau, Mediaconcept und der Rat für Stadtmarketing Eupen rufen zu einer gemeinsamen Spendenaktion für die Leidtragenden der Überschwemmungen in Ostbelgien auf. Sie möchten helfen? Dann spenden Sie jetzt.

    Ostbelgien im Ausnahmezustand

    „Land unter“ hieß es in den letzten Tagen in der Provinz Lüttich. Aufgrund von anhaltendem Starkregen traten Bäche und Flüsse in Ostbelgien über die Ufer. Die nördlichen Gemeinden Eupen, Raeren, Hauset und Kelmis wurden dabei besonders stark getroffen. Aber auch in den südlichen Gemeinden Sankt Vith und Burg-Reuland wurden Keller und Straßen geflutet. Die Hilfsdienste waren Non-Stop im Einsatz, um die Hochwasserlage in den Griff zu bekommen und betroffenen Anwohnern zu helfen. Jetzt, wo sich vielerorts das Wasser zurückgezogen hat, offenbart sich das ganze Ausmaß der Verwüstung: zerstörte Häuser, Restaurants, Geschäfte und Infrastrukturen. Die Einzelschicksale, die hinter diesen Verwüstungen stehen, lassen sich noch nur erahnen.

    Unterstützung für Menschen, die alles verloren haben

    Mit dieser gemeinsamen Initiative möchten wir einzelnen Menschen in Ostbelgien und angrenzenden Regionen unter die Arme greifen. Mitmenschen, die alles verloren haben und vor dem Nichts stehen. Mitmenschen, deren Existenzgrundlage hinweggeschwemmt wurde. Sie brauchen dringend unsere Hilfe. Helfen Sie mit.

    Lokale Verteilung Ihrer Spenden

    Unser Versprechen an Sie: Ihr Geld landet genau dort, wo es am dringendsten gebraucht wird. Wir arbeiten eng mit lokalen Organisationen und Initiativen in Ostbelgien zusammen. Gemeinsam helfen wir dort, wo Hilfe dringend benötigt wird.

    Machen Sie mit.
    Jeder Betrag ist hilfreich und herzlich willkommen.

    IBAN: BE10 0000 0000 0404
    BIC: BPOTBEB1
    Mitteilung: +++ 623/3660/20014 +++

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  • , Spendenaufruf | , Soziale Gerechtigkeit und Armut | , 2020

    Spendenaufruf 2020: Solidarisches Leben

    Im April 2020 haben wir unseren ersten Spendenaufruf unter dem Motto „solidarisches Leben“ gestartet. Innerhalb...
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    Im April 2020 haben wir unseren ersten Spendenaufruf unter dem Motto „solidarisches Leben“ gestartet. Innerhalb weniger Wochen kamen so 300.000 € zusammen!

    Wer hat es bekommen?
    Die Spendensumme von 300.000 € wurde integral an die beiden Krankenhäuser in Eupen und St. Vith verteilt, an die Senioren-, Wohn- und Pflegeeinrichtungen der Region und an die beiden Wohneinrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung und Unterstützungsbedarf. So ist das gesamte Spendengeld zurück in die Region geflossen und hat zu einem solidarischen Miteinander beigetragen.

  • , Projekt | , Bildung und Talententwicklung | , 2024

    Projekt “Heldenliga”

    Die vier kleinsten Dorfschulen der Gemeinde Sankt Vith setzen mit einem Präventionsprojekt ein starkes Zeichen...
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    Die vier kleinsten Dorfschulen der Gemeinde Sankt Vith setzen mit einem Präventionsprojekt ein starkes Zeichen gegen Mobbing. Unter dem Motto „Heldenliga“ (Akademie Starke Kinder – Mustafa Rast) in Verbindung mit dem Jahresthema „Eine Zugfahrt ins Glück“ lernen die Kinder aus Crombach, Hinderhausen, Lommersweiler und Neidingen, mit den Herausforderungen des Alltags umzugehen und Empathie zu entwickeln – für sich selbst ebenso wie für andere. Begleitet werden sie dabei von Coach Silke Frantzen, die sowohl die Lehrer als auch die Kinder in diesem Prozess unterstützt.

    Streitigkeiten auf dem Schulhof klären lernen

    Kathleen Schaus ist Schulleiterin der Dorfschulen, die zusammen knapp über hundert Primarschüler und etwa fünfzig Kindergartenkinder zählen. „In einigen unserer Schulen werden das erste bis sechste Schuljahr gemeinsam in einer Klasse unterrichtet“, erklärt sie die Struktur ihrer Dorfschulen. „Die Klassen sind kleiner und der Unterricht individueller, wobei wir großen Wert auf die individuelle Förderung der Kinder legen.“

    Obwohl kein spezifisches Mobbingproblem besteht, geraten die Kinder gelegentlich auf dem Schulhof aneinander und haben Schwierigkeiten, ihre Konflikte zu lösen. Wir arbeiten lösungsorientiert daran, Mobbing zu vermeiden, indem wir den Kindern beibringen, klarer und offener zu kommunizieren. So verhindern wir, dass aus kleinen Streitereien ernsthafte Konflikte entstehen.

    Selbstbestimmt handeln – Herausforderungen mutig meistern

    Das Coaching von Silke Frantzen besteht in diesem Schuljahr aus vier verschiedenen Bausteinen.

    „Mein starkes ICH“ – so der erste Baustein. Er widmet sich vor allem dem eigenen ICH und den persönlichen Herausforderungen. Mittels eines Gefühlskompasses lernen die Kinder ihre eigenen Emotionen kennen. Die Lehrer bekommen gleichzeitig Tipps, wie sie die Kinder unterstützen können. „Spürt das Kind unangenehme Gefühle, schaut man gemeinsam, was es braucht, damit es sich wieder besser fühlt, um angenehme Emotionen zu spüren“, erklärt Kathleen Schaus.

    Im zweiten Baustein Sag Nein zu Mobbing“ lernen die Kinder leicht anwendbare Strategien, um Mobbing, Konflikten und Beleidigungen vorzubeugen. Dabei wird ihnen auch das Warum hinter jeder Handlung erklärt. Sie setzen sich bewusst damit auseinander, welche Worte und Reaktionen sie in ihr Herz lassen – und welche nicht. So verstehen sie, dass sie sich zum Beispiel einfach umdrehen und gehen dürfen, wenn sie beleidigt werden, oder ihren eigenen „Schutzkreis“ aktivieren können, um sich selbst zu schützen. Unterstützt wird das Coaching durch ein Tiermodell aus dem Konzept „Stark auch ohne Muckis“ (Daniel Duddek), dass die Inhalte kindgerecht vermittelt. Hier begegnen sie dem löwenstarken Löwen, der klar kommuniziert, der nervenden Mücke, die Unruhe stiftet, und dem meckernden Schaf, das ständig Kritik übt.

    Der dritte Baustein heißt „Mein Körper, meine Grenzen“. Hier geht es darum, wie Kinder ein angemessenes Körperbewusstsein und das Setzen von persönlichen Grenzen erlernen. Dass sie Besitzansprüche an ihren Körper haben und wie sie mit Hilfe von praktischen Strategien, richtig Hilfe holen.

    Im Baustein 4 heißt es ACHTUNG! MIT SOCIAL MEDIA

    In diesem Modul wird den Kindern die Fähigkeiten und das Wissen vermittelt Medien sicher und verantwortungsbewusst zu nutzen, Fake-News zu erkennen und sich mit ihren Internetvorbildern/Influencern auseinanderzusetzen.

    Coaching für Schüler und Lehrer

    „Silke Frantzen kommt immer wieder für ein paar Stunden zu uns in die Schulen. Sie schaut sich die Bedürfnisse an und geht mit den Lehrern eine engere Zusammenarbeit ein“, sagt Kathleen Schaus. Das Projekt ist für das gesamte Schuljahr vorgesehen.

    Für ihre Schüler erhofft sich Kathleen Schaus: „Dass sie behütet aufwachsen und für sich selbst einstehen können. Die Kinder werden langfristig gestärkt, damit sie ihr Leben selbstbewusst und mutig gestalten können. Wir wollen einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Mobbing leisten und Kindern wichtige Werte vermitteln. Unsere Vision ist das langfristige und nachhaltige Fördern und Steigern der Kompetenzen und des Bewusstseins, sowie der mentalen Gesundheit und Resilienz unserer Kinder für eine glückliche und sichere Zukunft.

  • , Projekt | , Soziale Gerechtigkeit und Armut | , 2023, 2024

    Altersarmut – Die Rente reicht nicht !

    Wenn die Rente nicht mehr reicht und die Altersarmut zuschlägt, dann kann unter Umständen der...
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    Wenn die Rente nicht mehr reicht und die Altersarmut zuschlägt, dann kann unter Umständen der Vinzenz Verein aus Eupen helfen. Über das Vinzenztelefon können ältere (und auch jüngere) Menschen anrufen, ihre Probleme schildern und um ein persönliches Gespräch bitten. 

    Die ältere Generation ist schwierig zu erreichen
    „Wir machen das schon sehr lange“, erzählt Bruno Creutz, der Präsident des Vereins. Seit 175 Jahren gibt es den Vinzenz Verein Eupen. „Pro Jahr betreuen wir zwischen 80 bis 120 Familien.“
    Auch an dem Thema Altersarmut arbeiten sie bereits lange. Doch die ältere Generation ist schwierig zu erreichen. Oft leben sie zurückgezogen, manche regelrecht isoliert. „Viele sind sozial nicht mehr integriert und leben komplett abgeschlossen von der Gesellschaft“, sagt Bruno Creutz. Es ist schwierig, an die Bedürftigen heranzukommen. „Wir haben es schonmal über die Ärzte versucht, mit Flyern, und über den Pastor“, erklärt er. Dabei haben sie festgestellt, dass „es hilft, wenn man sie persönlich kennt.“ Das aktuelle Projekt widmet sich im nächsten Schritt also der Frage: „Wie finden wir Zugang zur älteren Generation?“

    Wen trifft die Altersarmut?
    „Bei der älteren Generation, da war es oft so, dass die Frauen Hausfrauen waren“, sagt Bruno Creutz. „Sie kümmerten sich um das Haus, die Kinder und den Garten und bekamen schließlich nur die Minimalrente. Dementsprechend bleibt die Rente klein. Manche kommen da nur auf zwischen 1.300-1.700 Euro. Davon müssen, falls kein Haus da ist, Mieten bezahlt werden, Energiekosten, Lebenshaltungskosten…“ Hinzu kommt, dass die Kinder oft ebenfalls keine großen Gehälter haben. Manche Familien sind auch zerstritten und haben nichts mehr miteinander zu tun. Unterm Strich reicht es nicht.

    Wie der Vinzenz Verein arbeitet
    „In einem persönlichen Gespräch, in aller Diskretion versuchen wir die Probleme herauszufinden. Haben die Menschen Geldnöte? Benötigen sie Kleidung, Winterschuhe, eine neue Waschmaschine? Haben sie Schulden?“ Kein Mensch und kein Problem ist wie das andere. Die Hilfe des Vinzenz Vereins erfolgt individuell und dem Bedürfnis entsprechend. „Wir geben kein Geld“, sagt Bruno Creutz. „Wir bezahlen Rechnungen und verteilen Gutscheine vom Colruyt. Da können die Leute dann alles außer Alkohol und Tabakwaren einkaufen gehen. Wir arbeiten auch mit Sachspenden und haben eine Partnerschaft mit einem Schuhgeschäft in Eupen.“

    Für dieses Projekt wünscht der Verein sich die Aufmerksamkeit der Medien. So soll die Botschaft „Wir sind für euch da“ bei der Zielgruppe ankommen. Spenden sind jederzeit willkommen.

  • , Projekt | , Bildung und Talententwicklung, Nachhaltigkeit | , 2024

    Bau eines Schutz- und Schulungsraum

    An den drei Rechter Weihern entsteht gerade ein „Schutz- und Schulungsraum.“ Zukünftig sollen hier die...
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    An den drei Rechter Weihern entsteht gerade ein „Schutz- und Schulungsraum.“ Zukünftig sollen hier die Bedeutung des Rechter Weihers und der gesamten Anlage vorgestellt und vor allem auch Schulkindern begreifbar gemacht werden. Damit die nächste Generation den Zusammenhang zwischen Mensch und Natur versteht.

    So soll der Schutz- und Schulungsraum aussehen

    „Wir haben vor vier Wochen mit den Erdarbeiten gestartet. Bis Samstag ist der Rohbau, abgesehen von der Verglasung, wetterdicht“, erzählt Berthold Müller von der Fischereigesellschaft Rechter Weiher VoG. Bei dem neuesten Projekt der VoG handelt es sich um eine 45 Quadratmeter große Holzständerkonstruktion, die zwischen einem vorhandenen Spielpatz, einem Erst- und einem Zweitweiher zu stehen kommt. Das kleine Gebäude wird auf eine Beton-Bodenplatte platziert, innenseitig mit OSB-Platten verkleidet, erhält eine insgesamt 18 Zentimeter dicke Isolierung und wird außen mit raubehandelten Lärchenbrettern verkleidet. An den sichtbaren Seiten kommen später dann Insektenhotels und Nistkästen, Produkte, die die Mitglieder der VoG selbst herstellen und zum Verkauf anbieten.

    Ein angenehmes Umfeld schaffen

    Ausgestattet wird der Schutz- und Schulungsraum mit einer kleinen Küche, bestehend aus Spüle und Unterschrank, Klapptischen und -bänken, Stühlen und einem Projektor. Zudem wurde auf Barrierefreiheit geachtet. Das WC ist behindertengerecht. „Wir stellen uns vor, dass die Schulklassen eine Tour über die Weiheranlage machen und sich dann für weitere Erklärungen und Besprechungen nach drinnen begeben“, sagt Berthold Müller. „Es soll ein angenehmes Umfeld für Kinder werden. Denn wenn wir den Kindern etwas beibringen können, etwas, das sie behalten, dann können wir etwas ändern. Wir müssen bei den Kindern anfangen.“

    VoG ist bekannt für Nistkästenproduktion
    Finanziert wird das Projekt dank der Unterstützung der Deutschsprachigen Gemeinschaft und der Stadt Sankt Vith unter anderem auch vom Bürgerfonds Ostbelgien. Die VoG wird allerdings auch einen nicht unerheblichen Betrag aus Eigenmitteln beisteuern. „Wir sind bekannt dafür, dass wir Nistkästen und Nisthilfen herstellen und sie privat verkaufen und anbringen. Letztes Jahr haben wir 600 Stück verkauft.“ Das Projekt soll bis spätestens August 2025 beendet sein. Es wird eine offizielle Eröffnung im Rahmen einer „3 Weihertage“-Veranstaltung geben, zu der auch die Bevölkerung herzlich eingeladen ist.

    Die Fischereigesellschaft Rechter Weiher VoG ist auf der Suche nach weiteren ehrenamtlichen Mitgliedern. Wer Interesse hat, darf sich gerne bei Berthold Müller melden.

  • , Projekt | , Soziale Gerechtigkeit und Armut | , 2023, 2024

    Kindertraum: Ein kreatives und bildendes Projekt zur Unterstützung von Kindern aus einkommensschwachen Familien in Kelmis

    Das Projekt Kindertraum der Frauenliga VoG ist dem Haus der Familie in Kelmis angegliedert und...
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    Das Projekt Kindertraum der Frauenliga VoG ist dem Haus der Familie in Kelmis angegliedert und richtet sich an Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Kinder aus einkommensschwachen Familien dürfen dank der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens zu ermäßigten Preisen am Programm teilnehmen.

    Gemeinsam erleben und kreativ werden
    „Es geht um das gemeinsame Erleben. Die Kinder sollen Spaß haben“, erklärt Andrea Wetzeler, die Koordinatorin des Hauses der Familie in Kelmis. „Wir haben festgestellt, dass es durchaus Aktivitäten für Kinder gibt, aber nur wenig für diese Altersklasse.“ Das Projekt Kindertraum soll daran etwas ändern. Es handelt sich um ein ganzjähriges Angebot mit wechselnden Themen.
    Im Oktober ging es zum Beispiel an einem Samstag mit 5 Kindern zwischen 6 und 8 Jahren ins Aquarium nach Lüttich. „Es war nur eine kleine Gruppe, also sind wir mit dem Zug gefahren und dann mit dem Bus. Die Kinder waren begeistert.“ Im Aquarium selbst haben die Kleinen dann Nemo entdeckt, über Fische gestaunt, die sich im Sand vergraben und Tiere kennengelernt, die wie Röhrchen aussehen. Sie haben Moränen und Seesterne, Schildkröten und Frösche gesehen. „Sie hatten richtig Spaß“, erzählt Andrea Wetzeler. An den folgenden Mittwochen konnten sie in den Workshops ihre Erlebnisse kreativ verarbeiten. Sie haben Bilder von Fischen gemalt und Mobiles und Aquarien aus Karton gebastelt. Das Angebot ist auf eine Gruppengröße von insgesamt 25 Kinder ausgelegt.

    Ganzjähriges Angebot mit wechselnden Themen
    „Ab Januar wird es dann ein neues Thema geben“, sagt Manuela Barry. Sie hat das Projekt ins Leben gerufen. „Wir werden uns auch mit der Natur beschäftigen und vielleicht ein Insektenhotel bauen. Dann werden wir einen Bauernhof besuchen. Außerdem möchten wir mit den Kindern ein Theaterstück besuchen und anschließend selbst eines kreieren. Vom Bühnenbild über die Kostüme bis zum Spielen, sollen die Kinder alles selbst machen. Das dauert natürlich ein bisschen.“ Das Angebot findet in Kelmis statt, aber auch Kinder aus anderen Ortschaften sind herzlich willkommen.

    Spaß daran haben, Neues zu entdecken
    „Wir erhoffen uns, dass die Kinder Spaß haben, Neues zu entdecken und dass wir sie vom Fernseher und der Playstation wegbekommen“, sagt Andrea Wetzeler. „Momentan hat das Digitale oft die Oberhand. Uns liegt es sehr am Herzen, dass die Kinder die Welt mit allen Sinnen erfahren.“ Anmeldungen sind jederzeit möglich.

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    Intego goes DIGITAL!

    Intego rüstet auf. Dank des Bürgerfonds Ostbelgiens besitzt die VoG nun sechs neue PCs. Diese...
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    Intego rüstet auf. Dank des Bürgerfonds Ostbelgiens besitzt die VoG nun sechs neue PCs. Diese wurden aber nicht einfach fertig gekauft. In Kooperation mit und unter Anleitung von Eulogic aus Eupen haben acht Teilnehmer von Intego die Tower selbst zusammengebaut. Die 24 Zoll Bildschirme sind von Samsung.

    Intego geht mit der Zeit

    Jean-Luc Schöffers ist pädagogischer Leiter von Intego. Er erinnert sich: „Vor fünf Jahren, als ich bei Intego angefangen habe, da hatten wir zwei PCs. Dann haben wir welche von Kaleido erhalten und zwischenzeitlich auch vom Ministerium. Das waren PCs, die ausrangiert wurden. Sie waren damals schon alt.“ Doch die Digitalisierung macht auch vor Intego nicht Halt. „Wir müssen mit der Zeit gehen“, weiß Jean-Luc Schöffers. Er wollte aber nicht einfach Computer anfragen oder kaufen. „Das kann jeder“, sagt er. „Wir haben uns gefragt, was können wir daraus machen, damit unsere Teilnehmer auch etwas davon haben.“

    Sechs Tower zum Zusammenbauen

    Das Material für die sechs Türme haben sie bei Eulogic bestellt. „Ein Tower besteht aus dem Gehäuse, dem Mainboard, dem Prozessor, dem Ventilator und der Grafikkarte“, erklärt Michael Liessem, der Geschäftsführer von Eulogic. „Wenn man es einmal gemacht hat, hat man das Grundprinzip verstanden.“ Und doch ist jeder Tower ein klein wenig anders aufgebaut. „Wir haben das Mainboard eingebaut und festgestellt, dass die Kühleinheit nicht passte, also mussten wir es wieder ausbauen, den Ventilator einsetzen und dann das Motherboard wieder einbauen.“ Vor dem Einbau jedes Elements haben sie den Teilnehmern erklärt, warum der PC genau dieses Teil benötigt, wie es funktioniert und worauf beim Einbau zu achten ist.
    „Bei elektronischen Teilen muss man immer gewissenhaft arbeiten“, sagt Michael Liessem. „Man kann auch etwas kaputtmachen. Das kann teuer werden.“

    Wie wurden die Teilnehmer ausgewählt?
    „Alle unsere Teilnehmer sind auf Arbeitssuche und entweder vom ÖSHZ abhängig oder sie erhalten Arbeitslosengeld“, erklärt Jean-Luc Schöffers. Intego bietet den Teilnehmern verschiedene Werkstätten und Maßnahmen, um zurück auf den Arbeitsmarkt zu finden. „Wir haben in allen Werkstätten nachgefragt, ob jemand Interesse hat, mitzumachen. Es haben sich acht Teilnehmer gemeldet.“

    Sechs Männer und zwei Frauen. „Einige haben zu Hause schon experimentiert“, meint Michael Liessem. „Man hat gemerkt, da ist bereits Know-How, Fingerfertigkeit und Feingefühl.“ Die Idee zur Zusammenarbeit mit Eulogic entstand aufgrund einer bereits guten Kooperation in der Vergangenheit. „Einer unserer Teilnehmer hat seine Ausbildung bei Eulogic gemacht.“ Jean-Luc Schöffers freut es besonders, dass diesem Teilnehmer durch das Projekt die Möglichkeit gegeben wurde, etwas zurückzugeben. „Er konnte anderen Teilnehmern erzählen, wie sein Werdegang war, was schwierig war und was nicht und warum es wichtig ist, dass er eine Ausbildung gemacht hat.“

  • , Projekt | , Nachhaltigkeit | , 2022

    Pädagogisches Projekt Naturgarten: Artenschutz und Förderung der Artenvielfalt im alten Klostergarten Garnstock

    Zwischen Baelen und Eupen, an der Route d’Eupen liegt die Parzelle Klostergarten Garnstock. Wo ursprünglich...
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    Zwischen Baelen und Eupen, an der Route d’Eupen liegt die Parzelle Klostergarten Garnstock. Wo ursprünglich Ponys und Ziegen weideten, entsteht nun ein Naturgarten, der langfristig als Vorzeigeprojekt für Erwachsene dienen und als Sensibilisierungsprojekt für Kinder und Jugendliche genutzt werden kann.

    Vorzeigeprojekt Naturgarten
    „Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt mit einer Privatperson. Ihr Name ist Gaby Borst“, erzählt Charlotte Bontinck, Koordinatorin des wissenschaftlichen Dienstes vom Naturpark Hohes Venn-Eifel. „Wir wurden 2022 von ihr angesprochen. Sie ist die Verwalterin der Garnstock Fläche und ihr Wunsch war es, diese Fläche aufzuwerten und Leute für Artenvielfalt zu begeistern.“ Es wurden Vereinbarungen getroffen, die Nutzungsverhältnisse geklärt und ein gemeinsames Projekt gestartet. „Die Idee war es, diese Parzelle als Vorzeigeprojekt für ein Erwachsenenpublikum zu nutzen, das sich für Naturgärten interessiert und mit Schulen zusammenzuarbeiten.“ Der Naturpark Hohes Venn-Eifel verfügt über einen pädagogischen Dienst. „Das ist eine spannende Parzelle. Hier können wir Kindern beibringen, was man auf ganz kleinem Niveau für den Artenschutz tun kann. Außerdem könnten die Kinder auch weitere Elemente hinzufügen, wie zum Beispiel ein Insektenhotel.“ Ist der Naturgarten einmal fertig, werden dort verschiedene Staudenbeeten mit heimischen Pflanzen zu finden sein, wilde Blumenwiesen, Wasserstellen, Hecken, Totholzhecken, Steinhaufen und ein kleines Gemüsebeet für alte Sorten.

    Ein Tümpel für den Naturgarten
    Dank des Bürgerfonds Ostbelgiens konnte 2023/24 das Projekt Tümpel umgesetzt werden. „Im Herbst 2023 haben wir mit den Arbeiten für das Ausgraben des Tümpels begonnen“, sagt Charlotte Bontinck. „Im Frühling waren wir fertig und haben die Bepflanzung gesetzt. Momentan sieht es noch ein bisschen kahl aus, aber in ein bis zwei Jahren wird man das Resultat sehen können.“ Der Tümpel ist etwa 6 x 8 m groß. Er wurde ausgegraben. Anschließend ein Vlies eingesetzt. Sie haben Steine installiert, damit die Fauna rein und wieder rauskommt und heimische Wasserpflanzen gesetzt. „Es befinden sich keine Fische in dem Teich. Uns geht es darum, einen Lebensraum für Insekten, Molche, Salamander, Kröten und Frösche zu schaffen.“

    Wer und was siedelt sich an?
    Jetzt heißt es erst einmal: Abwarten. „Die Parzelle soll sich entwickeln. Wir müssen erst einmal schauen, welche Arten kommen“, teilt Charlotte Bontinck mit. „In einem zweiten Schritt überlegen wir dann, wie wir die Sensibilisierungsaktionen angehen können. Ob wir mit Schulen arbeiten möchten oder Leuten anbieten möchten, gucken zu kommen?“

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    Seminar “Was tun gegen populistische Sprüche, Vorurteile und Rassismus“

    Die VHS BildungsVoG bietet im Rahmen politischer und gesellschaftlicher Bildung eine Fortbildung für Privatpersonen und...
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    Die VHS BildungsVoG bietet im Rahmen politischer und gesellschaftlicher Bildung eine Fortbildung für Privatpersonen und gesellschaftlich Interessierte zum Thema „Was tun gegen politische Sprüche, Vorurteile und Rassismus?“ an. Das Seminar besteht aus einer Einleitung zum Thema durch Dr. Stefan Kirschgens und einem anschließenden Workshop, in dem Übungen und Techniken für den Dialog vermittelt werden.

    Sich gegenseitig respektieren
    Wie gehe ich mit diskriminierenden Äußerungen um? Selbst, wenn ich Beobachter bin? Welche Argumentationsstrategien gibt es? Wie behält man seine Emotionen im Griff? Dies und vieles andere lernen die Teilnehmer des Seminars der VHS. „Nur wenn man sich gegenseitig respektiert, ist ein produktiver Austausch von Argumenten möglich“, so die Projektleiterin von der VHS. „Vieles läuft in der Kommunikation und zwischenmenschlich falsch. Man nimmt sich nicht genug Zeit, darüber zu reflektieren, wie man selbst kommuniziert“, sagt sie. „wie man sich benimmt.“ Im Workshop lernen die Teilnehmer sich einer Situation bewusst zu werden. „Wir sind eigentlich alle betroffen“, meint die Verantwortliche und sollten uns öfters mal fragen: Wie sprechen wir? Vielleicht auch mit unseren Mitarbeitern?“

    Die eigene Kommunikation verbessern
    Die Fortbildungen der VHS richten sich nicht nur an Privatpersonen, auch an VoGs. Ziel der Workshops ist es unter anderem festzustellen, wie man die eigene Kommunikation verbessern kann, damit es eben nicht zu Konflikten, Enttäuschungen oder Emotionen wie Wut kommt.
    Eine erste Fortbildungsreihe im März und im Mai 2024 fand in Zusammenarbeit mit der Städteregion Aachen statt. Die Teilnehmerzahl war bei beiden Veranstaltungen auf jeweils 15 beschränkt.

    Weitere Fortbildungsreihe im Herbst
    Eine weitere Fortbildungsreihe findet im Herbst 2024 statt. Sie wird inhaltlich auf der ersten aufbauen, gleichzeitig aber auch für neue Teilnehmer zugänglich bleiben. Der Hintergrund bleibt gleich. Es geht um Vorurteile und Diskriminierung und um Kommunikations- und Verhaltensstrategien, um sich für Vielfalt und Toleranz einzusetzen. Die Teilnehmer werden zum Handeln ermutigt und lernen die Grenzen verbalen Engagements kennen. Außerdem werden ihnen anhand von Übungen weitere Möglichkeiten der Gesprächsführung und -haltung aufgezeigt. Dank der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens ist der Eintritt zum Seminar kostenfrei.

  • , Projekt | , Erbgut und Kultur | , 2024

    Buchprojekt mit C. Lejeune

    Im Frühjahr 2025 soll es erscheinen: Ein Buch über die Geschichte der Musikakademie der DG....
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    Im Frühjahr 2025 soll es erscheinen: Ein Buch über die Geschichte der Musikakademie der DG. In Zusammenarbeit mit dem Historiker Carlo Lejeune beleuchtet das Buch nicht nur die Vergangenheit der Musikakademie, mehr als fünfzig bewegte Jahre, sondern wirft auch einen Blick auf die Gegenwart und in die Zukunft.

    Ein Buch wie eine Symphonie

    Die Idee zu dem Buch hatte Hans-Georg Reinertz, der ehemalige Direktor der Musikakademie. Er wollte eine Chronik schreiben zum 50-jährigen Jubiläum. Leider erkrankte er und verstarb letztes Jahr. „Wir haben überlegt und uns entschieden es trotzdem umzusetzen, aber anders“, erzählt Luc Marly. „Wir fühlten uns nicht fähig, es alleine zu machen.“ Carlo Lejeune hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und war selbst einst Schüler der Musikakademie. „Er hat ein komplett anderes Konzept vorgeschlagen und das ist eine gute Sache. Seine Idee war, das Buch, wie eine Symphonie aufzubauen, also in vier Teilen“, führt Luc Marly aus.

    Kapitel 1 & 2: Gegenwart & Vergangenheit

    Jedes Kapitel beginnt mit einer Einleitung, bestehend aus drei Fragen, die von Schülern beantwortet wurden. „Wir haben Schüler aus allen Gemeinden befragt“, erzählt Luc Marly. „Was fasziniert dich an Musik?“, lautet eine der Fragen.

    Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der IST-Situation und beleuchtet, wie viele Unterrichte, Fächer, Instrumente, Lehrer es gibt. Größtenteils haben die Lehrer Texte zu ihren eigenen Instrumenten geschrieben. Im zweiten Kapitel hat Carlo Lejeune die eigentliche Geschichte der Akademie aufwendig recherchiert. Er schreibt über die Entstehung vor 1972, wie die allgemeine Situation damals war. Die Musikakademie von Malmedy wurde zum Beispiel bereits 1952 gegründet, während Sankt Vith erst etwa zwanzig Jahre später als Zweigstelle von Malmedy, entstand. „Er hat alle Archive durchforstet und sich sehr viel Mühe gemacht.“ Über Kelmis und Sankt Vith ließ sich dennoch nicht lückenlos herausfinden, was geschah. Ein paar weiße Flecken bleiben. Carlo Lejeune klärt auf, wie Musikerziehung früher ablief und erzählt, wie die einzelnen Akademien nach dem Krieg aus dem Boden wuchsen.

    Kapitel 3 & 4: Kooperationen und Errungenschaften

    Im dritten Kapitel geht es um Kooperationen: Nachbarakademien, gemeinsame Projekte, Schüleraustausche, etc. und um die Frage, wo die Zusammenarbeit nachhaltig etwas bewirkt hat. Im letzten Kapitel beschäftigt sich Carlo Lejeune mit den Errungenschaften der Musikakademie. Was sie entwickelt haben, was es gebracht hat, wo sie Impulse setzen konnten, Impulse in der musikalischen Kulturlandschaft oder in der Ausbildung. So haben vor der Zeit der Musikakademien zum Beispiel Chöre und Musikvereine ihren Nachwuchs selbst ausgebildet. Heute unterrichten nur Studierte den Nachwuchs. Die Qualität in der Ausbildung ist eindeutig gestiegen.

    „Der Blick in die Vergangenheit ist sehr bereichernd. Wir haben viel geschafft. Manche Sachen sind heute selbstverständlich, früher aber noch nicht“, fasst Luc Marly zusammen. „Unsere Arbeit ist sinnvoll und wir können viel bewegen.“
    Das Buch wird im Frühjahr 2025 erscheinen.

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    Krabbelgruppe “Regenbogenland”

    In der Krabbelgruppe Regenbogenland vom Viertelhaus Cardijn werden viermal pro Woche Kinder zwischen 0 und...
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    In der Krabbelgruppe Regenbogenland vom Viertelhaus Cardijn werden viermal pro Woche Kinder zwischen 0 und 3 Jahren betreut. Manche der Kinder stammen aus Familien, die Traumatisches erlebt haben. Hier lernen sie ihre kleinen Persönlichkeiten zu festigen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und finden einen Ort, an dem sie sich wohl und sicher fühlen.

    Vom Ursprung der Gruppe bis heute

    „Leute, die Traumatisches erlebt haben, geben ihre Kinder nicht einfach in fremde Hände“, weiß Bianca Croé, Koordinatorin des Viertelhaus Cardijn. „Uns war es also wichtig, ein Angebot im gleichen Haus zu schaffen, was ja auch für die stillenden Mütter sehr praktisch war.“ Die Krabbelgruppe Regenbogenland hat ihren Ursprung im Intregrationsparcours, deren Teilnahme für Zugezogene verpflichtend ist. „Da wurde nicht gefragt, was mit den Kindern passiert“, sagt Bianca Croé. Mittlerweile gibt es mehr Betreuungsplätze und auch die Krabbelgruppe Regenbogenland hat sich weiterentwickelt. „Heute betreuen wir hauptsächlich Kinder von Alleinerziehenden oder von Eltern, die an unseren Sprachkursen oder dem Integrationsparcours teilnehmen.“

    Mehr als ein Betreuungsort

    In der Krabbelgruppe Regenbogenland werden maximal zwölf Kinder sprachlich und motorisch auf den Kindergarten vorbereitet. Der Normaltarif beträgt 25 Euro pro Monat, der Sozialtarif 20 Euro pro Monat. Montags und donnerstags kommt eine Psychomotorikerin und freitags eine Lesepatin des Medienzentrums, die die Kleinen an Bücher und Geschichten heranführt. Aber die Krabbelgruppe ist mehr als nur ein Betreuungsort für die Kinder. Hier werden die Kinder und die Eltern aufgefangen. „Wir sind Ansprechpartner für Eltern, die Probleme haben“, erzählt Bianca Croé. „Wir sprechen mit ihnen über Persönliches, über ihre Ängste. Wir machen sie auf Schulungen aufmerksam und stellen Kontakt zu Netzwerkpartnern wie z.B. Kaleido her, mit denen wir ein Elterncafé anbieten.“

    Wie funktioniert die Krabbelgruppe?
    „Die Eltern bringen Essen und Milch für ihre Kinder mit und wir steuern Obst und Gemüse bei“, erklärt Bianca Croé. „Wir versuchen die Kinder bereits im jungen Alter an gesundes Essen heranzuführen. Manche sind Gemüse gegenüber skeptisch, aber sie probieren dann alle irgendwann.“ Die Krabbelgruppe trifft sich in der Villa Peters. Dort steht ihnen ein großer Raum zur Verfügung, der mit Tischen und Stühlchen, einer Ruhe-, Spiel- und Wickelecke ausgestattet ist. Die Psychomotoriksitzungen finden im dafür ausgestatteten Raum der Städtischen Grundschule Unterstadt statt.

    Dank des Bürgerfonds Ostbelgiens ist die Betreuung für ein weiteres Jahr gesichert.

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    Drogenpräventionskampagne 2023-2026 – Sensibilisierung

    Ein Leben ohne Drogen und ohne Sucht, das wünschen sich die Rotary Clubs St. Vith...
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    Ein Leben ohne Drogen und ohne Sucht, das wünschen sich die Rotary Clubs St. Vith – Eifel und Eupen für ostbelgische Jugendliche und starten eine Sensibilisierungskampagne. Inhalt der Kampagne sind zwölf Videos, die über drei Jahre lang ausgestrahlt werden. Auf der Landingpage rauschfrei.be können sich die Jugendlichen weiter informieren.

    Auftaktkonzert ohne Alkoholausschank

    Ob harte, softe oder legale Drogen, die Organisatoren der Kampagne machen da keinen Unterschied. Denn sie finden, auch legale Drogen wie Tabak und Alkohol sind gefährlich und sollten möglichst nicht konsumiert werden. In dem Sinne fand das Auftaktkonzert mit Kamrad und Scars on Louise als Vorband gratis und ohne Alkoholausschank statt, was dem Spaß und der Freude an der Musik keinen Abbruch tat.

    Erste Idee: Ein Rundtischgespräch

    Bereits 2016 hatten die Rotary Clubs ein erstes Projekt gestartet. Damals, in Form eines Rundtischgesprächs mit Drogenabhängigen, Notärzten und Polizisten, die aus ihrem Alltag erzählten. Zusätzlich wurde ein kurzer Film abgespielt, der von RTL 2 zur Verfügung gestellt wurde. Zu der Veranstaltung eingeladen waren alle Jugendlichen des 1. und 2. Sekundarschuljahres. In Sankt Vith waren das etwa 650 und in Eupen 550 SchülerInnen. Die Veranstaltung dauerte zwei Stunden und fand großen Anklang. Es wurde aber auch Kritik geäußert, aufgrund der schockierenden Bilder, die im Film gezeigt wurden.

    Idee entwickelt sich zu Kampagne weiter

    Die Rotary Clubs entwickelten ihre Idee weiter und ließen für die aktuelle Kampagne zwölf Videos mit einer Länge von 30 Sekunden drehen. Darin sind unter anderem Scars on Louise „high on music“, Thierry Neuville in „need of speed“ und ein Notarzt aus Eupen erzählt von dem „goldenen Schuss“ seines Schwagers. Die Videos werden in den sozialen Medien, auf Instagram, TikTok, YouTube und Snapchat ausgestrahlt. Außerdem werden sie in den Kinos von Büllingen, Sankt Vith und Eupen vor jeder Vorstellung präsentiert. Zusätzlich finden Jugendliche auf einer eigens erstellten Landingpage weitere Informationen zum Thema. Ralph Urfels vom Rotary Club St. Vith – Eifel sagt: „Wir haben bereits gewonnen, wenn nur ein Jugendlicher keine Drogen nimmt.“

    Das Projekt wird nicht nur vom Bürgerfonds Ostbelgien unterstützt, sondern auch von der Regierung der deutschsprachigen Gemeinschaft und privaten Sponsoren und Unternehmen. Als Projektpartner treten der ASL Eupen, die Polizeizone Weser-Göhl und die Polizeizone Eifel auf.

     

    Bilder: ©PF-Pics

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    Aktivitätenreihe zum 20-jährigen Jubiläum

    Meakusma hat als ein Projekt von fünf Studenten aus Ostbelgien in Brüssel angefangen. Dieses Jahr...
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    Meakusma hat als ein Projekt von fünf Studenten aus Ostbelgien in Brüssel angefangen. Dieses Jahr wird Meakusma 20 Jahre alt. Wir werfen einen Blick auf das Projekt mit der größten Strahlkraft der VoG – das Meakusma Festival.

    Immer auf der Suche nach neuen Klängen

    Außergewöhnliche Musik, gerne auch experimentell ist ein Markenzeichen der Meakusma VoG.  „Uns ist wichtig, dass wir inhaltlich hinter allen Projekten, die wir machen, stehen. Da sind wir recht kompromisslos. Für uns war es immer wichtig, dass, wenn wir ein Konzert organisieren, dass es eins ist, zu dem wir auch selbst hingehen möchten.“ Meakusma besteht aus zwei Angestellten und einem Netzwerk aus Freelancern und Ehrenamtlichen. „Die Arbeit mit Freelancern ist für unsere Art der Projekte ideal“, erklärt Michael Kreitz. Beim Meakusma Festival kommen bis zu 150 Ehrenamtliche zum Einsatz.

    Meakusma feiert

    Vom 29. August bis zum 01. September 2024 findet das Meakusma Festival statt. Es wird über 150 verschiedene Performances geben. Außergewöhnliche Highlights des Festivals sind unter anderem ein Musiktheaterstück, das in Form eines Stadtspaziergangs aufgeführt wird. Eine Theaterkompanie und eine Musikband aus Antwerpen formen hier eine Allianz. Gemeinsam bilden sie mit einer Menge Statist:innen und  lokalen Musiker:innen ein Ensemble. „Es handelt sich um hochprofessionelle Jazz- und Rockmusiker“, sagt Michael Kreitz. Dieses besondere Erlebnis wird während 3 Tagen aufgeführt und pro Führung können 15 Personen teilnehmen.

    Ein weiteres Highlight wird der Tower of Sound sein. Während vier Tagen schaltet Meakusma mit Erlaubnis der katholischen Kirche die Glocken der Nikolauskirche aus und baut ein Soundsystem im Turm auf. Alle 15 Minuten spielt das System dann computergesteuert Sounds ab, die Künstler im Vorfeld kreiert haben.

    Ein weiteres spannendes Projekt ist die FM Radioperformance. Dieses Event findet im Studio Néau statt, dem freien Gemeinschaftsradio im Park Loten in Eupen. Es handelt sich um eine Performance mit verschiedenen tragbaren Radios. FM Frequenzen werden aufgesammelt und dann in eine Art Performance abgegeben.

    Pro Tag etwa 1.000 Besucher erwartet

    Blickt Michael Kreitz auf 20 Jahre Meakusma zurück, dann ist das Festival das aufwendigste Projekt. „Das war für uns eine ganz neue Erfahrung“, sagt er. Pro Tag erwartet er zwischen 1.000 bis 1.200 Besucher. Tickets sind über die Meakusma Festival Webseite erhältlich.

  • , Projekt | , Soziale Gerechtigkeit und Armut | , 2024

    Startmöglichkeit

    Die Sonne, Mond und Sterne VoG aus Lontzen bietet seit Anfang 2024 Handarbeiten für Frühchen...
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    Die Sonne, Mond und Sterne VoG aus Lontzen bietet seit Anfang 2024 Handarbeiten für Frühchen und Sternenkinder an. In Kürze wird eine kostenlose Trauerbegleitung von Eltern, Geschwistern und Großeltern von Sternenkindern ihr Angebot erweitern.

    Nähen und Trauerbegleitung

    „Wir nähen Kleidung in ganz kleinen Größen“, erzählt Isabelle Becker von der Sonne, Mond und Sterne VoG. „Mützen, Strampler, Bodys, Decken, Figuren, wie die kleinen Kraken für Frühgeborene oder Dufttücher, damit Frühchen den Duft ihrer Eltern dabeihaben. Außerdem fertigen wir Sternenbettchen aus Brautkleidern an.“
    Zukünftig möchten sie auch eine Trauerbegleitung anbieten. Steffi Gils befindet sich mitten in der Ausbildung zur Trauerbegleiterin. „Wir möchten Eltern und Familienangehörige besser auffangen. Da gibt es wenig gezielte Angebote. Außerdem handelt es sich immer noch um ein Tabuthema.“ Steffi Gils und Isabelle Becker möchten das Thema der Sternenkinder enttabuisieren.

    Alle Gefühle sind erlaubt

    „Bei der Trauerbegleitung geht es in erster Linie darum, einen Rahmen zu schaffen. Einen Rahmen, in dem alle Gefühle erlaubt sind, ob es nun Wut ist oder Enttäuschung. Man soll alles sagen dürfen. Es geht nicht um Heilung. Es geht um eine Begleitung. Da ist jemand, der mich versteht, der nicht bewertet, der zuhört und mich auffängt“, erklärt Steffi Gils. Sie sagt, wenn es ums Trauern geht, gibt es kein Richtig oder Falsch. Trauerbegleitung bietet Raum für Gespräche über die Trauer und unterstützt beim Umgang mit all den intensiven Emotionen. Jede Trauer ist anders, ganz individuell, und so passt sich auch die Begleitung achtsam an das jeweilige Tempo, die jeweiligen Bedürfnisse und den ganz eigenen Weg an. Hier wird ganz Wert- und Urteilsfrei zugehört, aufgefangen und gemeinsam überlegt was es braucht für den Trauerprozess.

    Isabelle Becker ergänzt: „Geschwisterkinder werden oft übersehen oder Großeltern, die eigene Träume hatten und Pläne gemacht haben und sich in gewisser Hinsicht doppelt Gedanken machen, weil ihre eigenen Kinder trauern und sie daher stark sein wollen.“ Die Trauerbegleitung der Sonne, Mond und Sterne VoG möchte alle Familienmitglieder ansprechen.

    Trauerbegleitung startet 2025

    Zusätzlich möchten sie Abschiedsboxen anbieten, mit einem Sternenkinder-Erinnerungsbuch, kleinen Andenken, Kerze, Sternenbettchen, Kleidung, Sterne, Herzchen, Schmetterlinge, jeweils in doppelter Ausführung, damit eins mit dem Sternenkind gehen und eins bei den Eltern bleiben kann. Die ehrenamtliche Trauerbegleitung auf Deutsch startet spätestens im Frühjahr 2025.

    Spenden in Form von Geld, Gutscheinen oder Material (nur Neuware) an die VoG sind jederzeit willkommen.

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    Armutsbekämpfung durch Wohnbegleitung

    Die Wohnraum für Alle VoG hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen in prekären Lebenssituationen...
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    Die Wohnraum für Alle VoG hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen in prekären Lebenssituationen guten Wohnraum im Süden der DG zu einem niedrigen Preis zur Verfügung zu stellen. Hierfür arbeitet die VoG eng mit Eigentümern zusammen, die, für gewisse Garantien, mit dem Mietpreis entgegenkommen.

    Bezahlbarer Wohnraum & Betreuung

    Ob Alleinstehende oder Familien, junge, alte, hiesige Menschen oder Zugezogene, die Personen, die sich bei Wohnraum für Alle auf eine Wohnung bewerben, legen ihr Einkommen offen. Dabei müssen sie nicht am Existenzminimum leben. Auch benötigen nicht alle Mieter der Sozialen Immobilienagentur eine intensive Begleitung. „Zwei Drittel unserer Mieter leben autonom und selbstständig. Ein Drittel betreuen wir sehr eng“, erklärt Samira Thommen, Sozialarbeiterin bei Wohnraum für Alle. Durch die Mietergemeinschaft, die seit über 20 Jahren besteht, wird eine Identifizierung mit der Organisation geschaffen und die Gemeinschaft der Mieter zusammengehalten. „Viele leben alleine. Durch die regelmäßigen Treffen kommen sie aus ihrer Isolation raus und werden Teil der Gesellschaft. Sie erfahren Zugehörigkeit.“ Wer möchte, nimmt im Sommer am Grillfest teil, an einem Infoabend, beispielsweise im Bereich der politischen Bildung oder an einem Ausflug. Dieses Jahr geht es nach Ostende.

    Permanent auf der Suche nach Eigentümern

    Momentan betreut Wohnraum für Alle Mieter in 137 Wohnungen. „Viele schaffen es nicht, auf dem privaten Wohnungsmarkt etwas zu finden, weil sie aus verschiedenen Gründen der hiesigen gesellschaftlichen Norm nicht entsprechen. Aber die meisten, weil sie finanzielle Schwierigkeiten haben.“ Der Bedarf ist größer als die Anzahl Wohnungen, die Wohnraum für Alle verwaltet. Etwa 120 weitere Haushalte benötigen Hilfe. Bezahlbarer gesunder Wohnraum fehlt. „Wir sind permanent auf der Suche nach Eigentümern, die mit uns zusammenarbeiten möchten“, sagt Katharina Henkes. Den Eigentümern garantiert Wohnraum für Alle, dass die Miete monatlich bezahlt wird, dass der Zustand der Wohnung tadellos bleibt und dass die Immobiliensteuer wegfällt. Ein weiterer Anreiz für Eigentümer ist die Renovierungsprämie, die von der Deutschsprachigen Gemeinschaft ausgezahlt wird und dazu dient, Immobilien in guten Wohnraum zu verwandeln. Die Renovierung wird von Experten begleitet, die die Baustelle regelmäßig besichtigen. Im Anschluss werden neun- bis fünfzehnjährige Verträge abgeschlossen.

    Mehr Offenheit und Toleranz

    Samira Thommen wünscht sich „mehr Offenheit in der Gesellschaft, für die Mieter und mehr Toleranz.“ Um dieses Ziel zu erreichen, bietet die VoG auch Seminare an und hält Vorträge in Schulen. Wohnraum für Alle hostet außerdem ein Projekt namens „Perspektive“, das sich in Zusammenarbeit mit dem ÖSHZ Sankt Vith Härtefällen widmet.

    Kampagne

    Um neue Eigentümer zu gewinnen, die bereit sind, ihren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, hat Wohnraum für Alle eine umfassende Kampagne gestartet. Diese umfasst alles von Citylights über eine eigene Webseite bis hin zu einem professionellen Social Media Auftritt. Die Kampagne zielt darauf ab, Eigentümer gezielt anzusprechen, sie über die Vorteile der Zusammenarbeit zu informieren und sie dazu zu motivieren, Teil dieses Projekts zu werden.

     

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    Inklusives Ferienatelier “Con Tutti – Musik für ALLE

    Der Födekam Musikverband Ostbelgien organisiert zwei inklusive Ferienateliers für Kinder von 6 bis 10 Jahren....
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    Der Födekam Musikverband Ostbelgien organisiert zwei inklusive Ferienateliers für Kinder von 6 bis 10 Jahren. Vorkenntnisse sind keine nötig. Betreut von Musiktherapeuten, Sozialpädagogen, Erziehern und Fachpädagogen dreht sich alles um das Erleben von Musik.

    Musik entdecken

    „Es wird musiziert, gesungen und Instrumente ausprobiert“, erklärt Vanessa Hilgers von Födekam. „Triangel, Xylophon, Rasseln, Klangstäbe, Boomwhackers“, nennt sie ein paar. „Die Kinder machen sich auch mit dem Klavier vertraut. Sie sollen Musik auf allen Ebenen entdecken.“ Und damit wirklich alle Kinder an den Ateliers teilnehmen können, haben die Organisatoren darauf geachtet, dass alle Räumlichkeiten mit Rollstühlen zugänglich sind und auch, dass es Ruheräume gibt. Dorthin können sich die Teilnehmer zurückziehen, falls sie von Reizen überflutet sind. Ebenfalls ist medizinisches Fachpersonal vor Ort. Das Programm selbst bleibt flexibel und den Dozenten überlassen. Sie achten darauf, dass es niederschwellig und den Teilnehmern vom Niveau her angepasst ist.

    Einblick ins Programm

    Das Sommeratelier findet vom 20. – 23. August im Pfarrheim in Weywertz statt. Vom 28. – 31. Oktober wird ein weiteres Atelier in der Musikakademie in Eupen stattfinden. Das Tagesprogramm beginnt jeweils um 9.30 Uhr und endet um 15.30 Uhr. Eltern dürfen ihre Kinder ab 8.30 Uhr bringen und sollten sie bis 16.30 Uhr abholen. Vor und nach den Musikateliers finden kleine Bastel- und Betreuungstätigkeiten statt. Die Teilnahmegebühr beträgt für vier Tage ohne Übernachtung 80 Euro pro Kind. Darin sind Getränke und ein Nachmittagssnack beinhaltet. Die Kinder werden darum gebeten, ihr Mittagessen selber mitzubringen. „Da nicht jeder alles essen kann, ist es für alle am einfachsten, wenn die Kinder das mitbringen, was sie essen“, sagt Vanessa Hilgers. Die Erzieher unterstützen natürlich beim Essen.

    Schöne Momente erleben

    “Ziel ist es, den Kindern die Freude an der Musik zu vermitteln“, sagt Vanessa Hilgers, „dass sie Teil einer Gemeinschaft werden, die sie so vielleicht noch nicht kannten, dass sie sich zugehörig fühlen, ohne Barriere und hier die Chance bekommen, einfach mitzumachen. Sie sollen schöne Momente erleben.“

    „Con Tutti“ macht Musik für alle Kinder erlebbar

    „Anders und doch so gleich“

  • , Projekt | , Erbgut und Kultur, Nachhaltigkeit | , 2024

    Theaterprojekt “Stummer Frühling”

    In dem dokumentarischen Theaterprojekt „Stummer Frühling“ geht es um den Verlust der Biodiversität. Das Theaterstück...
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    In dem dokumentarischen Theaterprojekt „Stummer Frühling“ geht es um den Verlust der Biodiversität. Das Theaterstück ist in Kooperation mit dem Institut für Umweltforschung der RWTH Aachen entstanden. Es ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet und dauert eine Stunde. Im Anschluss findet ein etwa halbstündiges Nachgespräch mit den Biolog*innen der RWTH Aachen statt.

    Der alarmierende Zustand der Umwelt

    Die Idee zu dem Theaterprojekt hatte Ulrike Günther von LUKSWERK. Sie führt ihre Inspiration auf ein Werk von Rachel Carson zurück. Anfang der 60er Jahre brachte die Autorin ihr Buch „Der Stumme Frühling“ heraus. „Sie hat den Menschen erklärt, was Pestizide der Umwelt antun. Es war ein Riesenskandal damals. Der breiten Öffentlichkeit waren die Konsequenzen nicht bewusst gewesen.“ Einige Jahre später wurde das Insektizid Dichlordiphenyltrichlorethan (kurz:DDT) verboten. Ulrike Günther fährt fort: „Wir wissen alle, dass die Nutzung von Pestiziden und der Klimawandel erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt hat und die Biodiversität extrem beeinflusst.“ Doch wie macht man daraus ein Theaterstück?

    Wie klang die Natur in unserer Kindheit?

    „Die Idee war, sich am Klang zu orientieren“, erklärt Ulrike Günther. „Welche Erinnerung haben wir? Wie klang die Natur in unserer Kindheit? Wie klingt sie heute? Mit Klang verbindet man Emotionen. Plötzlich ist dieses große Thema nicht mehr so trocken, sondern greifbar.“ In dem Theaterstück „Stummer Frühling“ geht es darum, greifbar zu machen, was der Natur und damit auch dem Menschen gerade fehlt, was verloren gegangen ist und gemeinsam zu überlegen, was getan werden kann. Ulrike Günther meint: „Die Natur ist auch resilient. Lebensräume können sich regenerieren.“

    Kinder haben Ideen und wissen viel

    Das Feedback, das Ulrike Günther und ihre Kolleg*innen erhalten haben, ist sehr gut. „Es gibt Leute, die wehmütig aus dem Stück gehen, aber wir haben viele tolle Rückmeldungen von Leuten, die motiviert sind, etwas zu tun.“ Eine weitere Feststellung ist, dass die Erwachsenen eher eine Verbindung zur Erinnerung herstellen, während die Kinder im Jetzt leben. „Wir sind extrem überrascht und begeistert, wie viele Ideen die Kinder mitbringen und auch, wie viel sie schon wissen“, meint Ulrike Günther.

    Jetzt auch über Katalog „Kultur macht Schule“ buchbar

    Das Theaterstück „Stummer Frühling“ ist sehr mobil. Es ist ab 10 Jahren geeignet und kann auf unterschiedlich große Räume eingestellt werden. Es ist auf maximal 75 Zuschauer ausgelegt. Die Leute sitzen im Halbkreis oder Kreis um die Bühne herum. In Kürze kann es außerdem über den Katalog „Kultur macht Schule“ gebucht werden.

    Die nächsten Aufführungen finden Anfang September statt. Mittelfristig ist auch eine französischsprachige Version des Stücks geplant.

  • , Projekt | , Soziale Gerechtigkeit und Armut | , 2024

    Rassismus, Armut und Chancengleichheit

    An der École communale pour enfants d’expression française in Eupen treffen Kinder mit unterschiedlichen kulturellen...
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    An der École communale pour enfants d’expression française in Eupen treffen Kinder mit unterschiedlichen kulturellen und sozioökonomischen Hintergründen aufeinander. Diese Diversität führt immer wieder zu Spannungen und Auseinandersetzungen. Dank des Bürgerfonds Ostbelgiens kann die Schule die Motivationscoaches und Mobbingbeauftragten Soana und Jânos Mackels von Mackels Motivation über zwei Schuljahre engagieren. Davon profitieren die Schüler und die Lehrer.

    Cybermobbing, Aggression und Gewalt verhindern

    „Alle Kinder, die diese Schule besuchen, sollen mit Freude lernen und sich sicher, wohl und willkommen fühlen“, sagt Julie Souren, die Koordinatorin des Projektes an der ECEF. Leicht ist das nicht immer. Denn selbst unter den Primarschülern ist bereits Cybermobbing und Rassismus ein Thema und auch Aggressionen und Gewalt werden gerne als Lösung gesehen. „Wir hatten ein akutes Problem in der Oberstufe“, erklärt Julie Souren. Es handelte sich um ein Problem, das Hilfe von außen erforderte. Aus diesem sehr speziellen Bedarf ist ein Projekt für die gesamte Schule geworden.

    Wie funktioniert das Coaching?
    „Wir begleiten Schulen ein ganzes Schuljahr lang“, erzählt Soana Mackels. Die beiden Coaches helfen bereits seit 13 Jahren den Schulen im Umgang mit schwierigen Schülern und Klassen. Sie beginnen ihre Arbeit mit einer Art Motivationsansprache. „Es geht darum, positive Eigenschaften zu fördern, herauszufinden: Wer bin ich? Was möchte ich erreichen“, sagt Soana Mackels. „Die Schüler müssen lernen, für sich selbst verantwortlich zu sein.“ Diese Motivationsrede findet in Form einer neunzigminütigen Speech statt, die pro Klasse erteilt wird. Hier haben die Schüler bereits die Chance, sich zu öffnen. Einige Wochen nach dieser Speech findet eine Nachbesprechung statt, entweder mit einer ganzen Klasse oder mit einzelnen Schülern. Im folgenden Schuljahr setzen die Coaches dann dort mit der Arbeit an, wo sie aufgehört haben. Sie arbeiten aber nicht nur mit den Schülern, sondern auch mit den Lehrern. Julie Souren ergänzt: „Sie geben uns Tipps und Anregungen, die wir in unseren Alltag einbauen können. Für eine präventive Herangehensweise.“

    Immer vom Positiven ausgehen

    „In einer Gruppe von zehn Kindern sind meistens ein bis zwei Kinder der Knackpunkt“, sagt Jânos Mackels. Soana übernimmt die Beobachterrolle. Sie beobachtet, was die Schüler tun und wie sie reagieren und findet heraus, welche Kinder Probleme kreieren. „Wir gehen immer vom Positiven des Schülers aus“, betont Jânos Mackels. Er weiß: „Die Vergangenheit mancher Kinder ist der Wahnsinn.“ Er hat jahrelang mit Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren gearbeitet. „Kleinere Schüler sind offener. Da kann man so viel verändern, so viel erreichen. Welche Eigenverantwortung schon nach zwei Monaten da ist“, schwärmt er, „Das lässt einen hoffen.“

    Soana Mackels findet: „Egal, wie hart es war, am nächsten Tag starten die Kinder mit einem Lächeln. Da ist eine Offenheit, eine Dankbarkeit, die wir spüren, auch wenn sie nicht ausgesprochen wird. Das ist schön.“

    Ab dem kommenden Schuljahr wird das Projekt auch an der SGU gestartet. Soana und Jânos Mackels können über den „Kultur macht Schule“-Katalog gebucht werden. Weitere Informationen zu Mackels Motivation finden Sie hier: https://www.facebook.com/people/mackelsmotivation/100075651315774/

  • , Projekt | , Erbgut und Kultur | , 2024

    Eupen Klassik

    Am 20. Oktober 2024 um 17 Uhr findet im kleinen Saal der Musikakademie in Eupen...
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    Am 20. Oktober 2024 um 17 Uhr findet im kleinen Saal der Musikakademie in Eupen eine Eupen Klassik Veranstaltung statt. Pianist Rafael Theissen spielt mit dem befreundeten Cellisten Romain Dhainaut ein Programm basierend auf Werken aus dem Jahr 1915: eine Sonate des französischen Komponisten Claude Debussy und eine Sonate des belgischen Komponisten Adolphe Biarent. Die Musik dreht sich um Eindrücke zu Beginn des 1. Weltkriegs. Sie ist düster und dramatisch.

    Dramatisch schönes Programm

    „Selbst dramatische Musik kann sehr schön sein“, betont Rafael Theissen. „Außerdem spielen wir zum Schluss die Sonate von Biarent. Sie klingt verklärt und wirft einen Blick zurück auf das, was war, auch auf die positiven Aspekte.“
    Das Eupen Klassik wurde vor drei Jahren ins Leben gerufen. Es sollte eine Konzertreihe für ostbelgische und regionale Künstler sein. Leider hat sich das Event aus finanziellen Gründen von Jahr zu Jahr verkleinert. „Die Unkosten der Konzertsäle sind explodiert. Da bin ich mit meinen kleinen Mitteln schnell am Ende“, erklärt Rafael Theissen. Seine VoG Klangsprache wird nur punktuell finanziell unterstützt. Jedoch sind die Bedingungen für den Erhalt der Zuschüsse nicht einfach zu erfüllen. „Unsere Ausgaben sollen nur 50 Prozent des Zuschusses decken. Die anderen 50 Prozent müssen aus einer anderen Quelle kommen. Da war ich natürlich sehr glücklich über die Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgien.“ So kann das Eupen Klassik noch ein letztes Mal stattfinden. Dieses Jahr wird es anstatt drei Konzerten nur eines geben.

    Bewusst niedrige Eintrittspreise

    In den kleinen Saal der Musikakademie passen etwa 100 Leute. „Der Klang vom Raum ist sehr schön“, schwärmt Rafael Theissen. Er selbst wird auf einem Steinway Flügel spielen. Damit auch Leute ins Konzert kommen, die noch nie mit klassischer Musik in Berührung gekommen sind, sind die Eintrittspreise bewusst niedrig gehalten. Schüler und Studenten zahlen zehn Euro, Erwachsene fünfzehn Euro. Karten sind über den Vorverkauf bei Sascha Clooth in der IDEA Buchhandlung in Eupen erhältlich.

    Die Grundidee wird weiterleben
    Rafael Theissen ist es wichtig, dass seine Grundidee weiterlebt. Aus diesem Grund hat er sich auf die Suche nach Kulturträgern gemacht, die ähnlich wie er denken und in Simen Van Meensel, dem CEO der Eastbelgica VoG einen Partner gefunden, der seine Vorstellungen teilt. „Simen hat eine Vision von Kultur und Kunst für und mit Ostbelgien“, sagt er. „Er schafft es, hochwertige Sachen auf die Bühne zu bringen, aber eben auch den Amateurmusiker.“ Zukünftig wird Rafael Theissen als Musiker und auch organisatorisch mit der Eastbelgica VoG kooperieren.

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    Hausaufgabenschule für Primarschüler*innen

    Montags, dienstags und donnerstags bietet das Viertelhaus Cardijn in der Villa Peters in Eupen für...
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    Montags, dienstags und donnerstags bietet das Viertelhaus Cardijn in der Villa Peters in Eupen für PrimarschülerInnen eine Hausaufgabenschule an. 30 Kinder werden hier von insgesamt 14 Ehrenamtlichen betreut. Im September beginnt die nächste Runde der Hausaufgabenschule.

    Wie funktioniert die Hausaufgabenschule?

    „Die Kinder kommen vorwiegend aus der Städtischen Grundschule der Unterstadt“, erzählt Bianca Croé, die Koordinatorin des Viertelhaus Cardijn. „Sie kommen direkt nach der Schule zu uns. Hier bekommen sie dann erst einen kleinen Snack, ein bisschen Obst oder etwas Süßes und dann haben sie 30 Minuten Zeit, um runterzukommen.“ Das Gleiche gilt für die Lehrer. Bevor die Hausaufgabenschule beginnt, treffen sich die Lehrer und besprechen, was ansteht. Um viertel nach vier Uhr gehen sie dann mit ihren Schülern in die Klassenräume. Die Gruppen sind nach Schuljahr aufgeteilt.

    Hausaufgabenhilfe für Kinder mit Bedarf

    Viele der Kinder kommen aus Großfamilien. Dort haben die Kinder keinen Raum, in dem sie in Ruhe ihre Aufgaben erledigen können. Einige der Kinder haben einen Migrationshintergrund. Sie kommen aus der Ukraine, aus Palästina, Syrien oder dem Irak. Aufgrund von Sprachschwierigkeiten können ihre Eltern ihnen bei den Hausaufgaben nicht helfen. Bei den Eltern ostbelgischer Kinder mangelt es häufig an der Zeit, ihren Kindern zu helfen oder sie kommen nicht zurecht mit dem Unterrichtsstoff. „Wir betreuen Kinder, die Schwierigkeiten haben, wo wir einen großen Bedarf sehen und Kinder, die hinterherhinken“, erzählt Bianca Croé.

    Digitale Betreuung und eine Hausaufgabenreform

    Zugenommen hat auch der Bedarf an digitaler Betreuung in der Hausaufgabenschule. „Vor allem im 5. und 6. Schuljahr hat das Digitale einen großen Stellenwert“, sagt Bianca Croé. „Die Kinder müssen Vorträge mit Powerpoint vorbereiten und eine Endarbeit schreiben. Manche von ihnen haben aber keine Laptops zu Hause.“ In der Villa Peters können sie an insgesamt sechs Laptops arbeiten.

    Zukünftig wird sich die Hausaufgabenschule verändern, denn eine Hausaufgabenreform steht an. „Momentan haben manche Kinder viele Hausaufgaben, andere fast gar keine.“ Das soll sich ändern. Wie diese Reform genau aussehen wird, ist aber noch nicht bekannt.

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    42. Tirolerfest – Gratiskozerte in Eupener Unterstadt

    Das Tirolerfest in Eupen ist weit über die Stadtgrenzen bekannt. Die Stammgäste kommen aus Kortrijk,...
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    Das Tirolerfest in Eupen ist weit über die Stadtgrenzen bekannt. Die Stammgäste kommen aus Kortrijk, aus Antwerpen, aus den Niederlanden, aus Deutschland und immer öfter auch aus der Wallonie. Mit Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgien finden die gratis Open-Air in der Unterstadt erneut statt. Vom 02. – 04. August 2024 sind Tänzer und Musiker aus der Gastregion Kaiserwinkl in Eupen zu Besuch und bieten ein reichhaltiges Programm. Der Eintritt zu den Open Airs ist frei.

    Einblick ins Programm 2024

    Das Event beginnt am Freitag um 19 Uhr mit der Vorstellung der Partnerregion. Anschließend treten die Musikkapelle Kössen, der Trachtenverein Landsturm 1809 und die Schuhplattler aus Tirol in der Unterstadt auf. In der Eastbelgica Eventlocation Eupen Plaza beginnt um 21 Uhr die Summer Wiesn Party mit Andreas Gabalier Double, Sven ohne Girls und DJ Aaron. Am Samstag werden die österreichischen Gäste im Parlament und bei der Stadt Eupen empfangen. Das Open Air startet ab 14 Uhr. Um 18 Uhr finden sich die Gäste in der Josefskirche ein, wo die Heilige Messe in musikalischer Begleitung der Musikkapelle Kössen stattfinden wird. Gegen 20 Uhr leitet die Musikkapelle Kössen den Heimatabend ein. Die Schuhplattler treten gemeinsam mit der Tanzkapelle Klobenstoana auf. Stargäste wie das Schwesternduo Sigrid und Marina und der ehemalige Leadsänger der Klostertaler, Markus Wohlfahrt werden erwartet. Am Sonntag um 10 Uhr wird die Musikkapelle Kössen die Heilige Messe in der St. Nikolaus Pfarrkirche musikalisch begleiten. Von dort aus findet ein kleiner Marsch bis hin zur Eventlocation statt, wo die Gäste aus Tirol beim Musikalischen Frühschoppen auftreten werden. Das Programm dauert etwa bis 18 Uhr.

    Die Stammtischgruppe und das Bierfest

    Patrick Heinen ist seit 20 Jahren Mitglied der L.O.V.O.S. VoG, deren Geschichte 1981, im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung begann. „Damals gab es eine Stammtischgruppe“, erzählt Patrick Heinen, „Sie fragten sich: Wie wäre es, wenn wir etwas machen, das wir spenden können, für Menschen mit Behinderung?“ Schnell kam die Idee eines Bierfestes auf. Einer der damaligen Gründer war bereits einige Male in Tirol gewesen und hatte die Idee, eine Gruppe von dort zu engagieren. Er konnte eine Trachtengruppe und eine Musikkapelle einladen. „Damals waren keine Stargäste dabei und das Fest fand in einem kleineren Zelt auf dem Werthplatz statt“, sagt Patrick Heinen. Das Fest wurde ein voller Erfolg. Im nächsten Jahr wurde es wiederholt. Dieses Jahr wird das Tirolerfest 42 Jahre alt.

    Die Einnahmen gehen an soziale Einrichtungen

    Die Einnahmen aus dem Tirolerfest gehen auch heute noch an soziale Einrichtungen. „Man kann sich bei L.O.V.O.S. mit einem Projekt bewerben und Hauptnutznießer werden“, erklärt Patrick Heinen. Dieses Jahr gibt es zwei große Nutznießer, die Behindertenstätte Eupen und das Zentrum für Förderpädagogik aus Eupen und bei einem guten Fest auch noch zwei kleinere Hauptnutznießer. Darüber hinaus hat L.O.V.O.S. circa zehn regelmäßige Nutznießer, denen ebenfalls eine Dotation zukommen wird. Zum Schluss verrät er: „Nächstes Jahr wird wieder eine Region aus Südtirol zu Gast bei uns sein.“

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    Mehr Teilhabe und Inklusion im Alltag

    Seit 2022 verwaltet das Projekt Intego Wohnen in Zusammenarbeit mit der Christlichen Arbeiterjugend und dem...
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    Seit 2022 verwaltet das Projekt Intego Wohnen in Zusammenarbeit mit der Christlichen Arbeiterjugend und dem Ministerium der DG in der Unterstadt in Eupen ein Haus mit sechs Wohneinheiten. Diese umfassen eine Wohngemeinschaft für zwei Leute und fünf Appartements. Das Angebot richtet sich an Menschen ab 18 Jahren, die sich in einer prekären Lebenslage befinden und dringend Unterstützung benötigen. Hier werden sie in der Regel ein Jahr lang von engagierten Sozialarbeitern betreut, die ihnen helfen, ihren Alltag zu strukturieren und Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Dank der großzügigen Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens konnte Intego für diese Wohneinheit zwei Fahrräder und zwei Laptops anschaffen, die den Bewohnern zur Verfügung stehen. Diese Ausstattung soll den Bewohnern nicht nur Mobilität und Zugang zu digitalen Ressourcen ermöglichen, sondern auch ihre Lebensqualität erheblich verbessern.

    Wie funktioniert das Wohnprojekt?

    Tessy Irthum ist die Koordinatorin von Intego-Wohnen, das Projekt richtet sich an Personen ab ihrer Volljährigkeit, mit familiären, integrativen und / oder sozial-beruflichen Schwierigkeiten. Personen mit schwerwiegender psychischer Erkrankung oder starker Suchtproblematik, wird vorab angeraten sich bei den zuständigen Diensten / Institutionen zu melden und eine professionelle Begleitung zu beanspruchen, bevor sie in unserem Projekt starten können.  Dies ist unerlässlich, wenn Personen in unserer stationären Betreuung starten wollen. „Die meisten unserer Anfragen wurden von Streetwork, das ÖSHZ, das Arbeitsamt oder auch über Intego selbst vermittelt“, erklärt sie. „Wir führen zunächst ein erstes Gespräch, in dem wir die Personen kennenlernen und erklären, wie wir arbeiten und welche Unterstützung wir bieten können. Sobald ein Platz im Haus frei wird, führen wir ein zweites, vertiefendes Gespräch. Dann besprechen wir im Team jede einzelne Anfrage und achten darauf, wer bereits im Haus lebt, um sicherzustellen, dass nicht die gleichen Problematiken aufeinandertreffen und sich möglicherweise verschärfen.“

    Die Probleme der Bewohner sind äußerst vielfältig und vielschichtig. Junge Leute befinden sich oft noch in der Selbstfindungsphase und haben Schwierigkeiten, ihren Weg zu finden oder sich von ihrer Familie abzukapseln. Andere haben erhebliche Probleme mit Struktur im Alltag oder fühlen sich von Behördengängen völlig überfordert. Wieder andere kämpfen mit kleineren psychischen Problemen oder einer Abhängigkeit, die ihr Leben beeinträchtigt. Diese Vielzahl an Herausforderungen erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und Einfühlungsvermögen von den Betreuern des Projekts.

    Die Verantwortung liegt bei den Bewohnern

    Konkret funktioniert die Betreuung so, dass die Bewohner sich ihre Ziele selbst festlegen und die Sozialarbeiter von Intego-Wohnen sie dabei unterstützen, diese zu erreichen. Die Ziele können niederschwellige, kurzfristige, lange oder sehr hohe Ziele sein. Zum Beispiel: Alltagsstruktur, administrative Ordnung, Führerschein, Schulabschluss oder Wiederaufnahme, Lebensläufe und berufliche Perspektiven ausbauen. “Wir probieren gemeinsam mit den Bewohnern, an zukunftsorientierten Lösungen und Zielen zu arbeiten,” erzählt Tessy Irthum. Schlussendlich jedoch liegt die Verantwortung bei jedem Bewohner selbst, diese dann auch umzusetzen.

    „Bei einer Standard-Begleitung leben die Leute etwa ein Jahr im Haus.“ Es handelt sich um eine Vorgabe des Ministeriums der DG. Die Dauer des Wohnens kann in Ausnahmefällen um sechs Monate verlängert werden, sollte kein Wohnraum zur Verfügung stehen, die Person noch nicht so weit sein und noch ein wenig Begleitung benötigen. Nach dem Auszug bieten wir auch eine ambulante Begleitung an, um die ehemaligen Bewohner in ihrem neuen Umfeld weiterhin zu unterstützen.

    Laptops und Fahrräder für mehr Inklusion

    Dank des Bürgerfonds Ostbelgiens konnte Intego-wohnen zwei Laptops und zwei Fahrräder anschaffen. „Für die bestmögliche Erfüllung unserer Aufgabe haben wir den Antrag gestellt, da dies einen erheblichen Mehrwert für die Teilhabe sowie die soziale und berufliche Integration bietet.” Die Fahrräder ermöglichen Mobilität, fördern die Gesundheit und erlauben den Zugang zu Gemeinschaftsveranstaltungen, Arbeitsplätzen und Bildungseinrichtungen. Laptops hingegen eröffnen den Zugang zu digitalen Ressourcen, erleichtern die Kommunikation, ermöglichen das Erlernen neuer Fähigkeiten und unterstützen die Jobsuche. Beide tragen dazu bei, den Personenkreis zu erweitern, mit dem man interagieren kann, und bieten Möglichkeiten zur Teilnahme an verschiedenen Aktivitäten.

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    Gerechtigkeit geht durch den Magen

    „4Youth“ ist ein Zusammenschluss aus offener Jugendarbeit und Streetwork. Je ein bis zwei Jugendarbeiter arbeiten...
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    „4Youth“ ist ein Zusammenschluss aus offener Jugendarbeit und Streetwork. Je ein bis zwei Jugendarbeiter arbeiten in jedem Treff. In den Jugendtreffs von Sankt Vith, Herbesthal und Kelmis treffen sich Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren. Gemeinsam möchten sie die Jugendlichen inspirieren, sensibilisieren und mit ihnen kleinere Projekte und Ideen rund um Ernährung, Lebensmittel und Müllvermeidung umsetzen. Welche Projekte das sein werden, wird nach und nach mit den Jugendlichen erarbeitet und entschieden.

    Ein Bewusstsein für gesundes Essen schaffen

    „Wir haben uns treffübergreifend zusammengesetzt“, erzählt Robert Wiesemes, „und überlegt, was uns wichtig ist.“ Gesunde Nahrungsmittel und gemeinsames Kochen standen am Ende ganz oben auf der Liste. „Durch das gemeinsame Kochen entsteht Begegnung und es findet Integration statt.“ Zwei Ziele mit einer Aktion, gleichzeitig möchten sie der Snackkultur vieler Jugendlicher vorbeugen, dieses „sich schnell etwas reinschieben“, das unter den Jugendarbeitern zu einem Umdenken geführt hat. Ideen der Jugendlichen sind ausdrücklich erwünscht. Indem zum Beispiel internationales Essen gekocht wird und auch die Jugendlichen mit Migrationshintergrund Vorschläge machen können, sollen alle aus ihrer Komfortzone herausgeholt werden. „Wir möchten auf niedrigschwellige Art und Weise dabei helfen, ein Bewusstsein zu bilden“, führt Robert Wiesemes aus. Ihm geht es nicht nur um die gesunde Ernährung, sondern auch um einen respektvollen Umgang miteinander. Die Kochaktionen sollen bei der Rezeptidee anfangen und über das gemeinsame Einkaufen bis hin zur gemeinsamen Essenszubereitung zu einem Erlebnis werden.

    Projekt soll in den Alltag eingebaut werden

    „Wir machen keinen Unterschied zwischen einkommensschwach oder -stark“, betont Robert Wiesemes. „In der Realität ziehen wir aber Jugendliche an, deren Freizeit oftmals nicht so organisiert ist. Sie fühlen sich hier wohl und manche Eltern können sich zu Hause keine Bioprodukte oder regionalen Produkte leisten.“ Damit jeder einen Zugang zu gesundem Essen bekommt, denken die Jugendarbeiter darüber nach, mit einem gut gefüllten Obstkorb zu beginnen. An diesem können sich alle bedienen.
    „Unser Projekt wird nicht diesen spektakulären Charakter haben, wie so manch anderes. Wir bauen die Ideen einfach in den Alltag ein und es soll mit den Jugendlichen wachsen.“ So wird jeder Jugendtreff andere Ideen verfolgen. Gleichzeitig sprechen sich die Jugendarbeiter regelmäßig ab und nutzen die Projekte der anderen als Ideenbörse.

    Jugendliche erreichen & begeistern

    „Ich denke, die größte Herausforderung besteht darin, genug Jugendliche zu erreichen und zu begeistern.“ Wichtig ist den Jugendarbeitern der ungezwungene Charakter der einzelnen Projekte. „Wir möchten keine langen Vorträge über gesunde Ernährung halten“, betont Robert Wiesemes. „Wir wollen nicht belehren. Wir möchten Vertrauen aufbauen und über das gemeinsame Tun etwas bewirken.“

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    Viertelbüro. Fit im Alltag durch Unterstützung, Bildung und Gemeinschaft.

    Donnerstags von zehn bis zwölf Uhr ist das Viertelbüro in Eupen geöffnet, ein Angebot der...
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    Donnerstags von zehn bis zwölf Uhr ist das Viertelbüro in Eupen geöffnet, ein Angebot der Lupe VoG. Es handelt sich um eine Art Bürgerbüro. Wer Probleme mit seinem Alltag hat und Hilfe benötigt, kann sich ans Viertelbüro wenden. Hier erhält der Bürger konkrete Hilfe oder bekommt passende Kontakte vermittelt. Die Anfragen, die das Viertelbüro erreichen sind so vielseitig, wie es Probleme in unserem täglichen Leben zu bewältigen gibt.

    Hilfestellung für den Alltag

    Drucken und scannen, E-Mails und Briefe verschicken sind einige der offensichtlichsten Hilfestellungen, die das Viertelbüro bietet. Wer Hilfe beim Ausfüllen von Dokumenten oder Anträgen benötigt, Fragen bürokratischer Natur hat oder einfach nicht weiß, wer für seine Anfrage der richtige Ansprechpartner ist, der findet hier Hilfe. Stephanie Kubeil und Michèle Ernst empfangen die Bürger im Viertelbüro. Sie wissen: „Unsere Besucher sind vielfältig gemischt – Männer und Frauen jeden Alters. Es kommt eine bunte Mischung von Menschen hierher.” Manchmal helfen sie den Leuten mit Übersetzungsarbeiten, weil viele ihre Papiere immer noch in französischer Sprache erhalten, aber selbst nur Deutsch verstehen und manchmal geht es um das Ausfüllen von Anträgen oder Formularen, wie zum Beispiel ein Pensions- oder ein Arbeitslosengeldantrag.

    Kein Tag ist wie der andere

    Die Idee zum Viertelbüro stammt von Stephanie Kubeil, die dereinst beim ÖSHZ gearbeitet hat. „Viele Leute haben Schwierigkeiten, ihren Alltag zu bewältigen“, erzählt sie. „Die Probleme, die dadurch entstehen, können sehr groß werden.“ Im Viertelbüro wollen sie genau diese Feuer löschen und Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Sie helfen Menschen, die mit ihren Papieren überfordert sind. Manchmal helfen sie konkret und manchmal vermitteln sie Hilfe. „Hier ist kein Tag wie der andere“, erzählen die Frauen: „Letztens interessierte sich eine 90-jährige Frau für einen Notfallknopf. Da haben wir ihr den Kontakt zur Gemeinde vermittelt.“ Ein weiteres Beispiel kommt von Michèle Ernst: „Wir haben einmal einem Mann beim Ausfüllen seiner Papiere geholfen und festgestellt, dass er weder lesen noch schreiben konnte.“ Stephanie Kubeil fügt hinzu: „Ein bisschen sieht man auch die Untiefen der Gesellschaft.“

    Digitale Hürden reduzieren
    Dank des Bürgerfonds Ostbelgiens konnte das Viertelbüro neben Druckerpatronen, Briefmarken, einem Straßenstopper und Flyern auch einen Laptop anschaffen, der den Bürgern nun zur Verfügung steht. „Seit Corona findet vieles nur noch auf Termin statt und Termine können oft nur online gemacht werden.“ Dies führt zu einer Benachteiligung von Menschen mit niedrigem Einkommen, die keinen Zugang zu PC und Internet haben und von Menschen mit Migrationshintergrund, die nicht verstehen, was sie tun müssen. „Wir wollen die Leute stärken“, schließt Stephanie Kubeil. Hilfe zur Selbsthilfe möchten sie bieten. Aufgrund der Vielseitigkeit der Anfragen, die sie erreichen, ist aber auch individuelle Hilfe gefragt wie nie.

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    90 Jahre Ehrenamt – Austellung “Menschenpflichten”

    Die Lokalsektion St. Vith / Burg-Reuland des Belgischen Roten Kreuzes wird 90 Jahre alt. Aus...
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    Die Lokalsektion St. Vith / Burg-Reuland des Belgischen Roten Kreuzes wird 90 Jahre alt. Aus diesem Anlass hat sie, gemeinsam mit dem Künstler Detlef Kellermann aus Aachen eine Kunstausstellung zum Thema Menschenpflichten konzipiert. Die Vernissage findet am 19. Juli 2024 im Triangel in Sankt Vith statt. Dort wird die Ausstellung einen Monat lang zu sehen sein.

    Warum das Thema Menschenpflichten?

    „Es ist eigentlich nicht so ein Feierjahr“, erläutert Marie-Hélène Düsseldorf den Beweggrund zum Thema ihrer Jubiläumsausstellung. „Die Menschen sind gespalten. Es herrscht immer noch Krieg in der Ukraine. Trotzdem wollten wir etwas machen.“

    1947 wurden die Menschenrechte festgelegt. Das ist allgemein bekannt. Dass allerdings 50 Jahre später, ergänzend zu den Menschenrechten die Menschenpflichten proklamiert wurden, ist weniger bekannt. „Jedes Menschenrecht wird durch eine Menschenpflicht ergänzt. Die Pflichten sind so normal und trotzdem werden sie nicht respektiert.“

    Was sind Menschenpflichten?

    Eines der Menschenrechte umschreibt beispielsweise das Recht auf Gesundheitsfürsorge. Jeder Mensch hat das Recht, medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen, damit er ein gesundes Leben führen kann. Die dazu passende Menschenpflicht umschreibt Marie-Hélène Düsseldorf folgendermaßen: „Du hast die Pflicht, wenn es dir gut geht, etwas zu tun, damit es auch anderen gut gehen kann. Wenn ich zum Beispiel fit bin und gesund, könnte ich ja auch Blut spenden, aber nur zwei Prozent der Bevölkerung spenden Blut.“ Ein anderes Beispiel wäre das Recht auf Meinungsfreiheit. Dem gegenüber stünde zum Beispiel die Pflicht, Fake News zu unterbinden und offen und ehrlich miteinander zu kommunizieren.

    Zum Nachdenken anregen
    Die Ausstellung der Lokalsektion soll zum Nachdenken anregen und Fragen, wie „Welche Pflichten habe ich als Mensch in unserer Gesellschaft und was kann ich dazu beitragen, damit die Menschheit nicht mehr so gespalten ist?“, wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Jede der 19 Menschenpflichten wurde zu diesem Zweck von dem Künstler Detlef Kellermann aus Aachen illustriert.

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    Warm und trocken durch den Winter

    Nicht jede Familie kann sich warme Winterkleidung und Schuhe leisten. Dem Vinzenz Verein aus Eupen...
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    Nicht jede Familie kann sich warme Winterkleidung und Schuhe leisten. Dem Vinzenz Verein aus Eupen ist es ein besonderes Anliegen, einkommensschwachen Personen und Familien zu helfen. Mithilfe des Bürgerfonds Ostbelgiens sorgen die 26 ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins dafür, dass in Eupen und Kettenis im nächsten Winter niemand frieren muss.

    Seit 175 Jahren aktiv – Ein Verein mit Geschichte

    Seit 1849 unterstützt der Vinzenz Verein Familien, die nicht genug zum Leben haben. „Damals halfen sie zum Beispiel Kohlen zu kaufen“, erklärt Christiane Villers, ein Mitglied des Vereins. Heute funktioniert der Vinzenz Verein Eupen auf Spendenbasis und wandelt die erhaltenen Spenden in spezielle Vinzenz-Checks um, die in lokalen Supermärkten gegen Lebensmittel und Hygieneprodukte eingetauscht werden können. Ein Check ist 20 Euro wert. Die Anzahl Checks, die eine Familie erhält, wird entsprechend ihrer Situation und der Anzahl Familienmitglieder festgelegt. Tabakwaren und Alkohol kann man davon nicht kaufen.

    2023 konnte der Vinzenz Verein insgesamt 87 Familien mit Checks unterstützen. Doch nicht nur Lebensmittel sind teurer geworden.

    Warmes Essen und warme Kleidung
    Manche Familien können sich kein Mittagessen für ihre Kinder leisten, haben die Mitglieder des Vereins festgestellt und zu handeln beschlossen. Die lokalen Schulen stellen nun jedem Kind ein Essen zur Verfügung und rechnen das Essen von Kindern aus einkommensschwachen Familien anschließend mit dem Vinzenz Verein ab. „Manchmal unterstützen wir punktuell“, fügt Christiane Villers hinzu, „vor allem Kinder. Wenn Kinder zum Beispiel Freizeitangebote wahrnehmen möchten, die sich ihre Eltern nicht leisten können.“

    Was sich viele Eltern darüber hinaus nicht leisten können, ist warme Kleidung und Schuhe für den Winter. Hinzu kommt, wie Christiane Villers weiß: „Die meisten haben kein Fahrzeug und sind viel zu Fuß unterwegs.“ Mit Unterstützung des Bürgerfonds hat der Verein nun für den nächsten Winter ein Budget zur Verfügung, um genau hier einzugreifen.

    Wie das Ganze funktioniert…

    „Wir haben kein Warenlager“, betont Christiane Villers. „Wir arbeiten mit hiesigen Organisationen und Unternehmen zusammen.“ Benötigt jemand Winterkleidung, so stellt der Vinzenz Verein nach Überprüfung ein Dokument aus, mit dem die Betroffenen zum Beispiel zur Schatztruhe gehen können, einem Angebot des Roten Kreuzes, und dort sehr günstig Kleidung erhalten. Für Schuhe arbeitet der Verein mit einem Eupener Geschäftshaus zusammen. „Wir schicken die Leute dorthin und lassen sie für einen bestimmten Wert einkaufen.“ Es ist nicht das erste Mal, dass der Vinzenz Verein dabei hilft, einkommensschwache Menschen für den Winter zu wappnen. „Bisher hatten wir nie ein sehr großes Budget. Wir haben aber gemerkt, dass der Bedarf steigt.“ Nun ist das Budget größer. Wer Hilfe allgemein oder bei der Anschaffung von Winterkleidung benötigt, kann ab dem 01. Dezember 2024 sich entweder direkt beim Vinzenz Verein melden oder zum EMPFANG kommen, der an jedem ersten Samstag im Monat (außer an Feiertagen) stattfindet und dort seine Situation kurz erklären. Die Adresse ist Judenstraße 19 – Atelierhaus.

    Spenden an den Vinzenz Verein sind jederzeit herzlich willkommen.

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    MobilitätsPLUS für Haushaltshilfen

    Viele Frauen, die bei der Alternative DLS VoG als Haushaltshilfe arbeiten oder arbeiten möchten, besitzen...
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    Viele Frauen, die bei der Alternative DLS VoG als Haushaltshilfe arbeiten oder arbeiten möchten, besitzen kein Auto oder keinen Führerschein. Gleichzeitig herrscht ein großer Mangel an Haushaltskräften in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Um das Problem der Mobilität zu lösen, hat die Alternative mithilfe der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens einen Dacia Jogger 7-Sitzer angeschafft. Das Fahrzeug wird im Herbst seinen Dienst antreten. Die Fahrer werden aus den eigenen Reihen kommen.

    Fahrdienst schafft Arbeitsplätze

    In der Eifel ist die Anzahl an Haushaltshilfen in den letzten Jahren von 130 auf 80 zurückgegangen. Der Bedarf ist nicht gesunken. Etwa 500 Personen stehen auf der Warteliste. „Wir können viele Familien nicht bedienen“, gibt Heinz Gensterblum, Geschäftsführer der Alternative DLS VoG, zu und ergänzt: „Im Süden der DG ist das Problem der Mobilität sehr groß.“ Mit der Anschaffung eines Fahrzeugs und der Etablierung eines intern organisierten Fahrdienstes möchte die Alternative DLS zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und auch Frauen, die kein Fahrzeug und keinen Führerschein besitzen, den Zugang zum Job erleichtern.

    280 Haushaltshilfen für 1.700 Haushalte

    Bei der Alternative DLS sind momentan 270 Haushaltshilfen in 1.700 Haushalten tätig. Die Arbeit umfasst im klassischen Sinne den einer Putzfrau. Darüber hinaus ist die Haushaltshilfe im Haushalt eingespannt, um der Familie unterstützend unter die Arme zu greifen. „Alte, kranke Menschen und kinderreiche Familien werden von uns bevorzugt bedient“, erzählt der Geschäftsführer der Alternative DLS VoG. „Eine Haushaltshilfe arbeitet drei Stunden pro Tag in einem Haushalt und wird entweder einmal pro Woche oder alle 14 Tage eingesetzt.“ Bezahlt wird das Sozialunternehmen mit Dienstleistungschecks. Ein Scheck für eine Arbeitsstunde kostet zehn Euro.

    Haushaltshilfe ist ein Knochenjob

    Bei den beiden Alternativen, es gibt auch noch Näh- und Bügelateliers in Eupen und St.Vith, arbeiten insgesamt 306 Frauen und vier Männer, darunter der Geschäftsführer und drei Näher. Sie sind zwischen 18 und etwas über 60 Jahre alt. Viele der Angestellten haben einen Migrationshintergrund. Sie kommen aus Bosnien, Russland, Tschetschenien oder Syrien. Es herrscht ein internationales Klima. „Wir sprechen hier genauso viel Deutsch wie Französisch und manchmal ist die gemeinsame Basis auch Englisch“, erzählt Gensterblum. Jede Haushaltshilfe nimmt in den ersten Monaten an mehreren Weiterbildungen teil. Hier geht es darum, welche Arbeiten sie ausführen sollen, beziehungsweise dürfen, wie man bügelt und auf die eigene Gesundheit achtet.

    „Haushaltshilfe ist ein Knochenjob“, erzählt Heinz Gensterblum. „Dadurch haben wir einige Leute, die wir momentan nicht einsetzen können.“ Sie sind krankgeschrieben. Im Rahmen des Fahrdienstes könnte sich Heinz Gensterblum aber vorstellen, den einen oder anderen zukünftig wieder als Fahrer einsetzen zu können.

  • , Projekt | , Nachhaltigkeit | , 2023, 2024

    Materialbibliothek, Werkzeugbibliothek Ort, an dem man wiederverwendbare Baumaterialien erwerben kann, um Werkzeuge für kleinere Arbeiten zu beschaffen.

    Baumaterialien und Werkzeuge sind teuer. Damit sich auch Menschen und Familien mit weniger Geld ihre...
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    Baumaterialien und Werkzeuge sind teuer. Damit sich auch Menschen und Familien mit weniger Geld ihre Umbau- und Instandsetzungsarbeiten leisten können, hat sich die Pile asbl etwas ausgedacht: Eine Material- und Werkzeugbibliothek. Hier können die Leute für wenig Geld Fliesen, Sanitärmaterialien, Heizungen, Türen und ähnliches zu einem sozialen Preis erwerben und sich Werkzeuge leihen. Ein schöner Nebeneffekt: Es wird weniger weggeworfen.

    Von 70 auf 200 Quadratmeter in einem Jahr

    „Unser Projekt ist langfristig angelegt”, erklärt Bernard Schleck de la Pile. “Wir haben gerade erst angefangen. Bisher ist die Material- und Werkzeugbibliothek nur 70 m² groß. Das soll sich ändern. Es ist geplant, die Bibliothek auf 200 m² zu erweitern. Zunächst schafft La Pile den mit den Werkzeugen verbundenen Bereich in einem geschlossenen Innenraum und parallel dazu in Zusammenarbeit mit der Gemeinde einen Bereich mit Schließfächern im Freien, der von 7.00 bis 22.00 Uhr zugänglich ist. Dann sollen die Leute das ganze Konzept erst einmal kennenlernen und sich damit vertraut machen. Sobald alles etabliert ist, kann die Bibliothek dem Bedarf entsprechend wachsen.

    Wie funktioniert die Material- und Werkzeugbibliothek?
    „Leute können uns Material bringen. Wir nehmen Holz, Beton, Stahl, Keramik, Sanitär und Zubehör an. Oder sie melden sich bei uns, wenn sie etwas brauchen“, erklärt Bernhard Schleck. „Wir schauen dann, ob wir es haben und wenn wir es nicht haben, können wir es auch aufschreiben und zu ein paar Selbstständigen gehen, mit denen wir zusammenarbeiten und fragen, ob sie es haben.“ Denn viele Unternehmen haben Restposten, für die sie keine Verwendung mehr haben und die ansonsten irgendwann im Müll landen würden. „Wir haben außerdem vor Kurzem eine Kooperation mit Idelux in Waismes, Stavelot und Malmedy gestartet“, fährt er fort. Drei Container mit einem Fassungsvermögen von je einem Kubik stehen jetzt dort. „Die Leute können da Sachen reinwerfen, die man noch gebrauchen kann.“

    Material und Werkzeug, das sich jeder leisten kann

    Dank der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens kann Bernard Schleck sich in einem nächsten Schritt um die Anschaffung von Werkzeug kümmern. Er denkt da unter anderem an eine Tischkreissäge und ein Sandstrahlgerät. „Die Idee zu unserem Projekt ist ein bisschen <écolo>. Es geht darum, nicht so viel wegzuwerfen. Außerdem ist uns aufgefallen, dass vor allem nach der Covid Pandemie die Armut in der Bevölkerung zugenommen hat und mit so einem Projekt möchten wir jedem Zugang zu Material und Werkzeug verschaffen.“

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    “Projekt BildungsSolidarität: Eine Lerngemeinschaft für Chancen und Wissen”

    Gemeinsam lernen macht Spaß. An drei Tagen pro Woche können Jugendliche und junge Erwachsene sich...
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    Gemeinsam lernen macht Spaß. An drei Tagen pro Woche können Jugendliche und junge Erwachsene sich ab September im Jugendtreff X-Dreams zu Lerngemeinschaften treffen. Das Angebot gilt für Jugendliche ab 12 Jahren.

    3 Mädels treffen sich zum Lernen
    Quendresa Makolli erinnert sich noch gut daran, wie sie, ihre Schwester und eine Freundin nach einem Ort zum Lernen suchten. In der Uni war kein Platz, das Medienzentrum hat aufgrund der Öffnungszeiten nicht gepasst, da haben sie bei Marie-Claire Hellmann im X-Dreams Jugendtreff nachgefragt. „Wir konnten hier gut lernen. Marie hat uns geholfen und uns ein gutes Gefühl gegeben.“ So entstand eine Lerngruppe, die auf dem Prinzip basierte, sich untereinander zu helfen. „Wenn Fragen aufkamen haben wir Ressourcepersonen gefunden, die helfen konnten“, erzählt die Projektleiterin Hellmann. Sie fand die Idee der Mädels toll und hat daraus ein Projekt gemacht. Qendresa Makolli konnte sie als Betreuerin der zukünftigen Lerngruppe gewinnen.

    3 Mal pro Woche gemeinsam lernen

    Start ist ab September. „Wir möchten Gruppen bilden und schauen, wer mit wem kompatibel ist“, erklärt Qendressa. Die Gruppen werden sich an 3 Tagen pro Woche, direkt nach der Schule für 2 Stunden treffen. „Unsere Begleitung besteht darin, da zu sein, beim Drucken zu helfen, Powerpoint Präsentationen zusammen zu erstellen, bei der richtigen Internetsuche zu unterstützen, zum Beispiel mit den Quellenangaben.“ Treffpunkt ist der große Saal des Jugendtreffs. Der Raum fasst bis zu 25 Personen.

    Chancengleichheit durch kostenfreie Lerngemeinschaft
    Bei dem Projekt geht es nicht nur darum, einen Raum zur Verfügung zu stellen und mit Rat und Tat den Jugendlichen zur Seite zu stehen oder ihnen sogar Menschen zu vermitteln, die ihnen weiterhelfen können. Es geht um Chancengleichheit.

    Unabhängig von finanziellen oder strukturellen Möglichkeiten sollen alle, die es möchten, Zugang zu Lernhilfe erhalten. Denn viele Eltern können ihren Kindern nicht beim Lernen helfen, ihnen keinen ruhigen Ort zum Lernen bieten oder sie können sich zum Beispiel keinen Hausaufgabenschule leisten, die pro Stunde bis zu 60 Euro kosten kann. Da sind Lerngemeinschaften, in denen die Jugendlichen sich gegenseitig helfen können, eine willkommene Alternative.

    Marie-Claire Hellmann und Qendresa Makolli sind sehr gespannt auf das Projekt und hoffen, dass die Solidarität unter den Jugendlichen groß sein wird. Anmeldungen nehmen sie unter [email protected] entgegen oder unter 0471 11 57 44. Die Teilnahme ist kostenfrei.

  • , Projekt | , Soziale Gerechtigkeit und Armut | , 2023, 2024

    Lebensmittelhilfe für Menschen in prekärer Lage

    Ungefähr 415 Personen in den Gemeinden Sankt Vith und Burg-Reuland haben so wenig Geld zur...
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    Ungefähr 415 Personen in den Gemeinden Sankt Vith und Burg-Reuland haben so wenig Geld zur Verfügung, dass sie auf die Lebensmittelhilfe des Roten Kreuzes angewiesen sind, um sich und ihre Familien zu ernähren. Dank der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgien kann das Rote Kreuz frisches Obst und Gemüse hinzukaufen und somit jede Woche zusätzlich gesunde Lebensmittel anbieten.

    Wer nimmt die Lebensmittelhilfe in Anspruch?

    „Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar“, betont Marie-Hélène Düsseldorf. Sie ist seit 25 Jahren ehrenamtlich für die Lebensmittelhilfe des Roten Kreuzes tätig. „Zu uns kommen ältere Leute, deren Rente nicht mehr ausreicht, um ihr Leben zu finanzieren, Alleinstehende, Väter und Mütter, auch Jugendliche, die den Anschluss verpasst haben und sich im Leben nicht zurechtfinden, Menschen mit Migrationshintergrund, die erst einmal Fuß bei uns fassen müssen und Personen mit psychischen Erkrankungen.“

    Wie die Zeiten sich geändert haben

    Die Lebenshaltungskosten, so hat nicht nur sie bemerkt, sind stark gestiegen. Gehälter und Renten steigen nicht mit und dann der Krieg in der Ukraine. All dies und vieles mehr führt dazu, dass auch die Zahl der Bedürftigen von Jahr zu Jahr zunimmt. „Als ich im Jahr 2000 hier anfing, da hatten wir 12 Kunden und waren zu zweit“, erzählt sie. Damals befand sich die Lebensmittelhilfe noch in der Fußballkantine und ältere Leute oder Bedürftige wurden mit dem privaten Fahrzeug beliefert. Marie-Hélène Düsseldorf erinnert sich: „Damals war da eine ältere Frau. Sie bat mich: Pack aber alles in eine Delhaize-Tüte. Dann sieht es so aus, als wärst du für mich einkaufen gewesen.“ In der Zwischenzeit hat ein Umdenken stattgefunden. Heute scheuen sich die Leute nicht mehr, Hilfe in Anspruch zu nehmen und auch das Rote Kreuz ist gewachsen. Alleine in dieser Sektion engagieren sich mittlerweile 113 Menschen.

    Gesund und vielfältig

    „Wir versuchen, unser Angebot so vielfältig wie möglich zu halten“, erklärt sie. Es ist ihr wichtig, dass bedürftige Familien, vor allem mit Kindern sich gesund ernähren können. Neben Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Reis, Nudeln, Milchprodukte, Brot, Brötchen und Fleisch kauft das Rote Kreuz für etwa 2.500 Euro pro Monat Obst und Gemüse hinzu.“ Die Lebensmittelhilfe ist aber auch dankbar für die Lebensmittelspenden aus der Bevölkerung, zum Beispiel von Leuten, die einen großen Garten haben und einen Überschuss ihrer Ernte an sie abgeben. „Wir arbeiten außerdem eng mit den lokalen Geschäften zusammen, die uns ihre überschüssigen Lebensmittel zur Verfügung stellen.“

    Wer Lebensmittelhilfe in Anspruch nehmen darf, entscheidet das ÖSHZ. Die Bescheinigung des ÖSHZ muss beim Roten Kreuz abgegeben werden und ist für 6 Monate gültig.

  • , Projekt | , Bildung und Talententwicklung, Erbgut und Kultur | , 2023

    Next Generation

    Die Ostbelgien Festival VoG hat sich auf klassische Musik spezialisiert. Sie bietet Veranstaltungen und Projekte...
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    Die Ostbelgien Festival VoG hat sich auf klassische Musik spezialisiert. Sie bietet Veranstaltungen und Projekte für Kinder und Jugendliche und engagiert Musiker, sobald sie mit ihrem Studium fertig sind. Doch dazwischen verliert sie, laut Geschäftsführer Steven Gass den Kontakt. Um jungen talentierten Musikstudierenden aus Ostbelgien bessere Chancen auf internationaler Ebene bieten zu können haben sich die Ostbelgien Festival VoG und der Bürgerfonds Ostbelgien zusammengesetzt und einen Wettbewerb auf die Beine gestellt, der „Next Generation“ heißt. Dem Gewinner winkt eine zweijährige Unterstützung, ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro und ein Solorezital auf professioneller ostbelgischer Bühne.

    Acht Schüler treten gegeneinander an
    Acht ehemalige Schüler der Musikakademie Eupen sind dem Aufruf gefolgt. Sie haben sich für das Vorspiel vor externer Jury beworben. Gesang, Oboe, Saxophon, Cello, Klarinette und Flöte sind vertreten. Die Teilnehmer sind zwischen 17 und 32 Jahre alt. Wer das 15-minütige Vorspiel für sich gewinnen kann, entscheidet eine Jury bestehend aus vier Mitgliedern. Ein Jurymitglied stammt aus der Region, für den regionalen Bezug. Zwei weitere spielen im Nationalorchester, einer ist eng mit dem Königshaus verbunden und eine weitere weltweit als Solistin unterwegs. Alle acht Teilnehmer werden ein professionelles Feedback seitens Jury erhalten und zumindest das mit nach Hause nehmen.

    Für Input & Unterstützung
    „Es geht uns darum, mit den Preisen zu unterstützen und Möglichkeiten zu schaffen“, führt Steven Gass aus. Geld und Kontakte sind wichtig. Beides möchte er bieten. „Ganz viel passiert durch die Begegnung mit Menschen“, führt er aus. „Konzerte schauen, einen Professor aufsuchen, große Städte, große Schulen, einfach mal hinfahren und mit Input zurückkommen.“ Mal abgesehen davon, dass die Anschaffung von Instrumenten schnell fünfstellige Beträge bedeutet, findet er, dass der oder die Gewinner mit dem Preisgeld sich Dinge ermöglichen sollen, die sie sich sonst nicht leisten könnten. Außerdem winkt eine zweijährige Unterstützung seitens OBF. „Ob es um die Gründung einer Selbstständigkeit geht oder um Fragen, wie zum Beispiel: Wie pimpe ich meine Facebook-Seite? Wie geht das mit dem Texten? Oder mentale Fragen: Wie gehe ich mit Stress um? Wie halte ich mich gesund?“ Die OstbelgienFestival VoG setzt im Rahmen ihrer Unterstützung Impulse, vermittelt Kontakte und steht mit Rat und Tat zur Seite.

    Next Generation: Das Vorspiel
    Die Veranstaltung fand am 05. November 2023 am aktuellen Standort der Musikakademie in Eupen (Bellmerin) statt. Das Vorspiel ist in drei Blöcke gegliedert. Die Bekanntgabe der Jury erfolgt gegen 18.15 Uhr. „Wir freuen uns und sind gespannt“, fasst Steven Gass zusammen.

  • , Projekt | , Soziale Gerechtigkeit und Armut | , 2023

    Einführungsvortrag “Alternative Wohnformen im Alter”

    Am 16. November 2023 findet im Hof Bütgenbach um 18 Uhr ein Vortrag zu alternativen...
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    Am 16. November 2023 findet im Hof Bütgenbach um 18 Uhr ein Vortrag zu alternativen Wohnformen im Alter statt. Hier wird die Referentin Dipl. Ing. Architektin Bettina Noesser, Expertin auf dem Gebiet des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens, Erfahrungen teilen und Möglichkeiten beleuchten. Jeder, der Interesse hat, kann an der Veranstaltung teilnehmen.

    In Gesellschaft altern
    „Ziel ist es, Personen ins Gespräch zu bringen und sie zu vernetzen“, betont Gaby Schröder, stellvertretend für eine private Interessengruppe aus Sankt Vith. „Für jeden ist alt werden unterschiedlich. Jeder sieht andere Herausforderungen. Wichtig ist es, nicht allein zu sein. Denn allein ist wirklich allein und im Alter sollten wir viel Gesellschaft um uns herum haben.“ Stephan Noel, der Präsident der ÖKLE und 1. Schöffe von Bütgenbach verspricht sich von dem Abend, andere Projekte kennenzulernen und Inspiration zu sammeln. „Mit den Seniorenheimen unserer Region können wir den tatsächlichen Bedarf nicht decken“, erzählt er. „Dafür gibt es auf den Dörfern viele große Häuser, in denen manchmal nur noch eine Person wohnt. Was macht man mit diesen Gebäuden?“ Er sieht großes Potenzial für Ostbelgien in alternativen Wohnformen wie dem gemeinschaftlichen Wohnen.

    Solidarität statt Individualismus

    Gemeinschaftliches Wohnen ist auch für junge Menschen eine Option. Nicht nur, weil die gestiegenen Immobilienpreise es immer schwieriger werden lassen, angemessenen Wohnraum zu kaufen oder zu errichten. Sondern auch, weil immer mehr (junge) Menschen erkennen, dass es lebenswerte Alternativen zum individuellen Besitz gibt und dass die Arbeit an gemeinsamen Interessen eine echte Bereicherung des Zusammenlebens darstellt. „Freude am gemeinsamen Engagement, am einfachen Leben, an gegenseitiger Unterstützung, das scheint mir vielversprechend im Hinblick auf eine gute Zukunft für alle“, so Stephan Noel.

    Die Referentin Bettina Noesser
    Bettina Noesser hat Architektur in Stuttgart studiert und sich bereits während ihres Studiums mit Partizipationskonzepten und ökologischem Bauen befasst. Sie hat viele Gruppen-Bauprojekte betreut und kennt die Herausforderungen des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens. Kocht man gemeinsam oder jeder für sich? Was macht man zusammen und was macht jeder allein? Welche Möglichkeiten gibt es und wie geht man ein solches Projekt an? Am Abend der Veranstaltung wird sie ihren Erfahrungsschatz mit allen Interessenten teilen.

    Ablauf der Veranstaltung
    „Der Abend wird circa drei Stunden dauern“, erklärt Stephan Noel. „Je nach Anzahl Teilnehmer werden wir im Anschluss an den Vortrag kleinere Gruppen bilden und uns überlegen, was wir machen können. Anschließend fassen wir die Themen zusammen, besprechen sie kurz und dann können wir Bettina auch alle Fragen stellen, die uns unter den Fingern brennen.“

    Die ÖKLE Bütgenbach ist übrigens momentan auf der Suche nach einer Immobilie, die sich für ein Gemeinschaftsprojekt eignet.

  • , Projekt | , Bildung und Talententwicklung, Erbgut und Kultur | , 2023

    Lautstark

    Lautstark ist ein Projekt des ÖSHZ Sankt Vith, das sich an Kinder zwischen sieben und...
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    Lautstark ist ein Projekt des ÖSHZ Sankt Vith, das sich an Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren richtet, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Es fand dieses Jahr bereits zum dritten Mal in Folge statt. Ziel ist es, dass die Kinder in den Sommerferien in Kontakt mit der deutschen Sprache bleiben. Dieses Jahr hat das ÖSHZ mit Agora zusammengearbeitet und eine Theaterwoche zum Thema „Märchenwelt“ organisiert.  Elf Kinder haben daran teilgenommen.

    Die Theaterwoche ist kostenfrei und steht jedem Kind offen
    „Wir hatten dieses Jahr viele Kinder, die erst seit einem Jahr hier leben“, erzählt Hélène Veiders, Kommunale Integrationsbeauftragte der Gemeinde Sankt Vith mit Sitz im ÖSHZ. Sie kommen aus der Ukraine, aus Israel, Afghanistan, Portugal und aus Belgien. Eines der Kinder stammte gebürtig aus der Wallonie und war französischsprachig. „Wir sprechen jeden an, der in irgendeiner Form bereits einmal Kontakt zu uns hatte“, erklärt Hélène Veiders und für das Programm in Frage kommt. Dank des Bürgerfonds Ostbelgien kann die Theaterwoche kostenfrei angeboten werden. Eine Eigenbeteiligung wird nicht verlangt. „Wir möchten nicht, dass Kinder aus finanziellen Gründen nicht teilnehmen können“, fährt die Kommunale Integrationsbeauftragte fort. Dennoch sind die Familien der Kinder nicht alle einkommensschwach. „Es soll für jeden offen bleiben.“

    Welcher Märchenheld möchtest du sein?
    Viele der Kinder haben einen schwierigen Background. Sie sind sozial auffällig. Manche sind traumatisiert. Da ist es auch mal schön, in eine andere Haut zu schlüpfen, scheinen sich die beiden Theaterpädagoginnen von AGORA, Mariebelle Marquez und Elisa Marchall gedacht zu haben.  Welcher Märchenheld seid ihr? Welches Wesen? Welcher Superheld? Wie bewegt ihr euch? Wie heißt ihr? Diesen Fragen sind sie gemeinsam mit den Kindern nachgegangen. Ihnen zur Seite stand die Studentin Kyra, die sich um kleinere Wehwehchen gekümmert hat. Inspiration durfte der Nachwuchs in der eigenen Kultur suchen. Am Ende hat jedes Kind eine Maske gebastelt. Diese und das entsprechende Fabelwesen wurde am fünften Tag der Theaterwoche den Familien im kleinen Saal im Triangel präsentiert. „Ein Kind hat etwas auf Deutsch vorgelesen. Die anderen haben Bewegungen und Laute gemacht, zu ihren Fabelwesen“, erzählt Hélène Veiders. Den Eltern hat es gefallen und die Masken durften die Kleinen natürlich mit nach Hause nehmen.

    Auch in Zukunft LAUTSTARK dabei
    „In der ein oder anderen Form werden wir das Projekt auf jeden Fall weiterführen“, verrät Hélène Veiders. „Der Zusammenhalt war toll. Die Kinder haben sich unterstützt und waren super happy. Die Eltern waren begeistert und manche haben sich schon für die nächste Theaterwoche eingetragen. Außerdem entstehen da Freundschaften. Viele Kinder treffen sich in der Schule, auf dem Pausenhof wieder.“ Das Projekt war ein voller Erfolg.

  • , Projekt | , Erbgut und Kultur | , 2023

    Move With Africa

    Als erste deutschsprachige Schule Belgiens hat das Robert-Schuman-Institut aus Eupen am Projekt „Move with Africa“...
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    Als erste deutschsprachige Schule Belgiens hat das Robert-Schuman-Institut aus Eupen am Projekt „Move with Africa“ teilgenommen. Zwölf SchülerInnen aus den beruflichen Abteilungen Kunst, Holz und Familienhilfe, zwei Lehrer und zwei Begleiter durften vom 23. Februar bis zum 07. März 2023 nach Ruanda fliegen und Land und Leute hautnah erleben.

    Ein fremdes Land und seine Kultur erleben
    Vor zehn Jahren hat die französischsprachige Zeitung „La Libre“ das Projekt „Move with Africa“ gegründet. Seitdem reisen etwa 200 SchülerInnen aus der Wallonie jährlich nach Afrika. Das Projekt dient keinen karitativen oder touristischen Zwecken. Claire Guffens von Miteinander Teilen hat die Gruppe auf ihrer Reise begleitet: „Die Schüler sollten eine ganzheitliche Erfahrung machen“, sagt sie. „Ein fremdes Land und seine Kultur erleben und lernen, sich anzupassen. Im Austausch mit afrikanischen Jugendlichen sollen das Verständnis füreinander, aber auch die Beziehung zwischen den Ländern gefördert werden.“ Ruanda ist laut Silke Nüttens, Koordinatorin für nachhaltige Entwicklung am RSI, ein modernes Land, in dem Plastiktüten verboten sind und verhältnismäßig viele Frauen in Führungspositionen zu finden sind. Dennoch zählt es zu einem der ärmsten der Welt. Dies und vieles mehr wurde den Teilnehmern vor Antritt der Reise bereits in mehreren Workshops vermittelt. Im Rahmen eines großen Afrika-Abend haben die SchülerInnen im Anschluss an ihre Reise ihre gewonnenen Eindrücke einem breiten interessierten Publikum präsentiert.

    12 Tage in Ruanda – Volles Programm
    Sie haben vom Leben im Dorf berichtet, wie sie dabei geholfen haben, ein Lehmhaus zu bauen. Sie haben „Umuganda“ erklärt, den letzten Samstag im Monat, an dem sich alle Einwohner versammeln, um gemeinnützige Arbeit zu leisten. Die SchülerInnen haben beim Ausheben eines Grabens geholfen, um die Erosion aufzuhalten. Sie haben Soja-Samen mit den Einheimischen gepflanzt und mit den FeldarbeiterInnen gesungen und gelacht. Sie wurden bezüglich des Völkermords an den Tutsi informiert und haben die Gedenkstätte in Kigali besucht. Dort wurden Leichen ausgestellt, halb mumifiziert, noch mit ihrer Kleidung am Leib. Sie haben gegen eine Erstliga-Mädchenmannschaft im Fußball verloren und selbst den traditionellen Karnevalstanz vorgeführt.

    Stark berührt und zum Nachdenken angeregt
    Die zwölf Tage in Ruanda haben die zwölf SchülerInnen nachhaltig geprägt. Vor allem der direkte Kontakt mit Personen, die in absoluter Armut leben hat sie stark berührt und zum Nachdenken angeregt. Diese Reise werden sie nie vergessen. Das Projekt wird unterstützt vom wallonischen Unterrichtministerium, dem belgischen Außenministerium, der Fluggesellschaft SN Brussels, der deutschsprachigen Gemeinschaft und dem Bürgerfonds Ostbelgien.

  • , Projekt | , Bildung und Talententwicklung | , 2022

    Endlich auf eigenen Beinen

    Die Verbraucherschutzzentrale, Jugendinfo und Streetwork Eupen haben sich zusammengetan, um gemeinsam Jugendliche und junge Erwachsene...
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    Die Verbraucherschutzzentrale, Jugendinfo und Streetwork Eupen haben sich zusammengetan, um gemeinsam Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema „Endlich auf eigenen Beinen“ zu informieren. Herausgekommen ist eine Broschüre, die Interessierten als Werkzeug dienen kann, ein Brettspiel, das ab dem 5. Sekundarschuljahr empfohlen wird und ein Workshop, der Anfang 2024 stattfinden wird.

    3 Organisationen finden zusammen
    „Vor mehreren Jahren haben wir bereits in kleinerem Rahmen zusammengearbeitet“, erinnert sich Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale. „Damals ging es um die Erstellung einer Broschüre zum Thema „Meine erste eigene Wohnung“. Vor etwa anderthalb Jahren kam dann die Anfrage seitens Jugendinfo, eine Neuauflage der Broschüre zu erarbeiten.“ Claudia Langer von Jugendinfo fährt fort: „Wir haben uns zusammengesetzt und schnell festgestellt, dass man aus dem Thema noch mehr machen kann.“

    Was passiert, wenn man zu Hause auszieht?
    Aus dem Kontakt mit Jugendlichen erkannten die Mitarbeiter von Jugendinfo und Streetwork Eupen den Rattenschwanz an Fragen, den das Thema mit sich brachte: Was passiert generell, wenn man von zu Hause auszieht? Was mache ich mit meinem Arbeitsvertrag? Worauf muss ich achten? Was ist eine Gewerkschaft? Wie wechsele ich meinen Energieanbieter? Darf ich alleine leben? Was muss ich beachten, wenn ich mieten gehe? Wie gehe ich mit Geld um? Was passiert, wenn ich mich verschulde?

    Auf einer Wellenlänge
    Jede der drei Organisationen widmete sich den Themen und Fragen, die ihren Kompetenzen am ehesten entsprach und heraus kam eine Broschüre, die zehn verschiedene Bereiche abdeckt. „Die Broschüre richtet sich an Jugendliche und an die Multiplikatoren, also Eltern, Lehrer und Betreuer“, erklärt Claudia Langer. Sie verwenden sie im Rahmen ihrer Beratungsangebote, gehen damit aber auch in Schulen. „Die Zusammenarbeit hat hervorragend geklappt. Wir lagen auf einer Wellenlänge“, fasst Bernd Lorch zusammen und richtet ein großes Dankeschön auch an den Bürgerfonds Ostbelgien, ohne dessen Unterstützung die Kampagne „Auf eigenen Beinen“ nicht das Licht der Welt erblickt hätte. In einem nächsten Step werden die zehn Themenbereiche vermutlich in kurze Videoclips verpackt und Social Media tauglich gemacht. Die Broschüre ist erhältlich bei Jugendinfo und der Verbraucherschutzzentrale.

  • , Projekt | , Erbgut und Kultur | , 2022

    Eupen Klassik

    Die KleinstVoG Klangsprache setzt sich für die Verbreitung klassischer Musik in Eupen ein. Besonders am...
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    Die KleinstVoG Klangsprache setzt sich für die Verbreitung klassischer Musik in Eupen ein. Besonders am Herzen liegt ihnen die Jugend, weshalb sie vor jedem Konzert in eine bestimmte Schulklasse gehen und dort Konzertkarten und CDs verschenken. So soll den Jugendlichen (und deren Eltern) der Zugang zur klassischen Musik vereinfacht werden. 2022 hat Klangsprache unter dem Namen Eupen Klassik drei gut besuchte Konzerte organisiert.

    Diese wunderbare Kultur soll erhalten bleiben
    Rafael Theissen ist Lehrer an der Musikakademie in Eupen und Pianist. Er liebt die Musik des Barock, der Klassik, der Romantik und des 20. Jahrhunderts. Die Förderung beziehungsweise Belebung der klassischen Musik ist ihm wichtig. Er weiß: „Der Bezug zur klassischen Musik hat nachgelassen. Die Welt hat sich sehr verändert durch das Internet, durch YouTube und Netflix.“ Musik und Videos müssen möglichst kurz sein. Die Aufmerksamkeitsspanne seitens Konsument hat deutlich nachgelassen. „Da ist diese wunderbare Kultur, die wir haben“, schwärmt Rafael Theissen. „Sie soll erhalten bleiben.“

    Eintritt bewusst niedrig
    Die Vorbereitung zu einem Konzert ist sehr aufwendig. Ein halbes Jahr im Voraus werden Partituren einstudiert. Die Musiker treffen sich und proben zusammen, bis zu zehn Mal. Bei einem Großteil des vom Klangsprache organisierten Repertoires handelt es sich um Kammermusik, d.h. mindestens zwei Leute musizieren zusammen. „Die Bereitschaft mehr zu machen ist auf jeden Fall da“, gibt Rafael Theissen zu, „Aber das Grundbudget muss eben auch vorhanden sein und von Eintritten allein geht das nicht.“ Klangsprache versucht den Eintritt bewusst niedrig zu halten, um möglichst vielen Menschen den Zugang zur Klassik zu ermöglichen. So bezahlen Schüler und Studenten nur zehn Euro und Erwachsene fünfzehn Euro. In Städten wie Lüttich, Brüssel oder Köln müssen Besucher für vergleichbare Konzerte wesentlich tiefer in die Tasche greifen und zwischen 50 – 80 Euro investieren.

    Unterstützung ist immer willkommen
    Unterstützung hat die Klangsprache VoG vom Bürgerfonds Ostbelgien erhalten, von der Deutschsprachigen Gemeinschaft und von Sponsoren der Eupener und Aachener Geschäftswelt. „Ohne diese Unterstützung wäre das Projekt nicht möglich gewesen“, bedankt sich Rafael Theissen.
    Die nächste Veranstaltung findet am 19. November 2023 statt. Es handelt sich um ein Konzert im Jünglingshaus in Eupen. Die Zuhörer erwartet ein Präludium und Fuge von Bach, eine Sonate von Beethoven, Rachmaninow, Scarlatti und Liszt. Der Abend wird moderiert von Jörg Lentzen, der die Stücke erklären wird, geschichtliche Aspekte erwähnt und einen Einblick in das Leben der Komponisten gewährt. „Wir möchten berühren und begeistern“, bringt Rafael Theissen die Ziele seiner VoG auf den Punkt. „Die Leute sollen neue Musik entdecken und sich denken <Das Werk kannte ich noch nicht. Das war interessant.>“

  • , Projekt | , Erbgut und Kultur | , 2022

    Musikproduktionen

    Lokale Bands und DJs stärken, promoten und über die Grenzen Ostbelgiens hinaus bekannt machen, so...
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    Lokale Bands und DJs stärken, promoten und über die Grenzen Ostbelgiens hinaus bekannt machen, so lauten die Ziele der ehrenamtlichen Künstleragentur Strange Agency VoG. Sie hat insgesamt 32 Künstler unter Vertrag. Dank der Hilfe des Bürgerfonds Ostbelgiens konnte die Strange Agency diverse Musikproduktionen vor- und teilfinanzieren.

    Musikproduktionen sind sehr teuer
    Ob Techno, House, Rock/Pop oder Drum’N Bass: „Wir haben keine Coverbands unter Vertrag“, verrät Präsident und Gründungsmitglied Jérome David, „nur Bands, die eigene Stücke produzieren.“ Musikproduktionen wiederum sind sehr teuer, zu teuer für viele Solokünstler und kleinere Bands. Daher haben sich die Musiker sehr gefreut, Unterstützung zu erhalten. Alexander Ohles zum Beispiel erreichte durch seinen Auftritt bei The Voice Bekanntheit. Er steht bei der Strange Agency unter Vertrag und arbeitet zurzeit an seiner ersten EP. Voraussichtlich wird die Veröffentlichung im Juni 2024 stattfinden. Scars on Louise hat ein Musikvideo gedreht, ebenso die Band Moad und hierfür finanzielle Unterstützung erhalten und DMI aus Schlierbach haben ihr 2. Album in Antwerpen produziert.

    Demnächst auch Musikproduktionen für DJ‘s
    In einem nächsten Schritt möchte Strange Agency Musikproduktionen für die DJ’s unterstützen. Bis zum Ende des Jahres sollen sie umgesetzt werden. Einmal im Monat findet ein Treffen statt. Wer unterstützt wird, verkünden sie auf der Generalversammlung.

    Eigene Veranstaltungen & Promotion
    „Unser Hauptaugenmerk liegt auf lokalen Künstlern. Wir organisieren DJ Contests oder Open Decks. Da kann man sich bewerben und auflegen und wir entscheiden aus dem Bauch heraus, ob es passt oder nicht“, erklärt Jérome David. Neben lokalen Musikern und Bands hat Strange Agency auch Bands aus Lüttich und Aachen unter Vertrag. „Wir möchten den Künstlern durch eigene Veranstaltungen eine Bühne geben“, sagt er. In den Coronajahren war dies leider nur begrenzt möglich. Darüber hinaus ist die Künstleragentur auf Promotion spezialisiert. Ihre Bands sind regional auf dem Summertime in Sankt Vith zu finden, auf dem Vibration in Malmedy oder dem Musikmarathon in Eupen.

  • , Projekt | , Demokratie | , 2022

    Transitions-Training

    Die Arbeitsgemeinschaft Dorfleben ist ein Netzwerk relevanter Akteure der Dorfentwicklung und ländlichen Entwicklung, das seit...
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    Die Arbeitsgemeinschaft Dorfleben ist ein Netzwerk relevanter Akteure der Dorfentwicklung und ländlichen Entwicklung, das seit fast sieben Jahren besteht. Seit zwei Jahren aber erst unter diesem Namen und mit eigenem Logo. Das Transition-Training, an dem die Akteure der Arbeitsgemeinschaft im Sommer 2022 teilgenommen haben, war ihre erste gemeinsame Veranstaltung zu diesem Projekt. Unter Anleitung zweier Coaches wurden Projektideen aus dem Norden und Süden Ostbelgiens auf ihre Durchführbarkeit geprüft und Tipps zur Methodik und Umsetzung erarbeitet.

    Eine Veranstaltung an zwei Tagen
    Am 25. und 26. Juni 2022 fand im Dorfhaus in Eynatten das Transition-Training statt. 18 Teilnehmer aus mehreren Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft haben daran teilgenommen. „Das Coaching war klasse. Wir haben unheimlich viel mitgenommen“, fasst Christian Recker von den Ländlichen Gilden seine Erfahrung zusammen. Die Coaches Silvia Hable und Alexander Sust waren einen Tag vorher angereist, um sich per Fahrradtour durch die Dörfer einen ersten Eindruck unserer Gegend zu verschaffen. „Wir haben ihnen Ostbelgien vorab erklärt, die Möglichkeiten und Grenzen unserer Region aufgezeigt und gemeinsam das Ziel der Veranstaltung festgelegt.“

    Projekte umsetzen und Leute motivieren
    Gewöhnlich betreuen die Transition-Trainer homogene Gruppen, wie zum Beispiel Klimaaktivisten. Im Rahmen ihres Coachings zeigen sie auf, wie man Projekte umsetzt oder wie man Leute motiviert. „Wir waren eine zusammengewürfelte Gruppe. Das ist nicht der gleiche Prozess“, merkt Christian Recker an. „Unser Ziel war es, dass jeder lokal mit dem Wissen, das er erwirbt, in seinen Ort gehen kann und dort sein Projekt weiterverfolgen kann. Die Trainerin“, so merkt er an, „hätte gerne eine Bewegung für Ostbelgien gegründet.“

    Ideen für Ostbelgien
    Die Projektideen waren sehr vielseitig. Da ging es um gemeinschaftliche Landwirtschaft, darum, einen Gemeinschaftsgarten anzulegen oder einen Wald wieder zum Wald zu machen. Es ging um Energiewende im häuslichen Umfeld, um die Realisierung eines Straßenfestes, Visionen für ein Dorfhaus oder um ein Windrad mit Bürgerbeteiligung. Die Coaches haben methodisch sehr visuell gearbeitet. Christian Recker spricht von spannenden Ansätzen, wie zum Beispiel ein Projekt rückwärts zu betrachten. Man stelle sich vor, das Projekt ist umgesetzt. Es ist toll geworden. Wie sind wir dorthin gekommen?

    Projekte in die Tat umsetzen
    Im Oktober 2023 findet die zweite Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Dorfleben statt. „Dann besprechen wir das Thema Nahversorgung im dörflichen Kontext.“
    Vielleicht ist das ein oder andere Projekt bereits angelaufen. Sicher ist: An Engagement und Ideen mangelt es nicht und nun wissen die Teilnehmer auch, wie sie Gruppen analysieren, führen und Projekte erfolgreich in die Tat umsetzen.

  • , Projekt | , Erbgut und Kultur | , 2022

    Lily – Übersetzung des Buches ins Deutsche

    Drei Jahre lang hat sich Ronald Goffart mit seiner Großmutter über ihre Erlebnisse in Malmedy...
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    Drei Jahre lang hat sich Ronald Goffart mit seiner Großmutter über ihre Erlebnisse in Malmedy während des zweiten Weltkriegs unterhalten und intensive Recherchen durchgeführt, um die Lücken zu schließen. « Lily – Une enfance à Malmedy pendant la seconde guerre mondiale » ist Ende 2019 im Verlag <Édition Jourdan> erschienen. Nun konnte das Buch, dank des Bürgerfonds Ostbelgiens und der Deutschsprachigen Gemeinschaft auch ins Deutsche übersetzt werden.

    Eine Jugend im annektierten Malmedy
    Lily war 13 Jahre alt, als die Truppen des Diktators Hitler in Malmedy einmarschierten und er die Stadt dem deutschen Reich angliederte. Für die Einwohner hatte das weitreichende Folgen. Welche das waren, hat Lily ihrem Enkel Ronald Goffart in zahlreichen langen Gesprächen erzählt. Surreale Erfahrungen und tragische Erlebnisse haben ihr Leben zwischen 1940 – 1947 und ihren Charakter nachhaltig geprägt. 2021 ist Lily verstorben. Sie hat das Buch, das ihr Enkelsohn geschrieben hat, noch lesen können und war sehr gerührt von dem Ergebnis.

    Auch auf Deutsch erhältlich
    Es war nicht immer leicht, ihren Erzählungen zu lauschen, verrät der Autor und betont, dass es auch für seine Großmutter nicht einfach war, ihn an ihrer Geschichte teilhaben zu lassen. Um die persönlichen Erfahrungen mit einem korrekten historischen Rahmen zu hinterlegen, hat Ronald Goffart viel Zeit und Mühe in Recherchearbeit gesteckt. Es bleibt dennoch eine Zeugenaussage, mit all ihren subjektiven Gefühlen, die Lily als Jugendliche damals hatte. Aber mit dem Resultat ist der Autor zufrieden. Dass das Buch darüber hinaus in die deutsche Sprache übersetzt wird, war ihm sehr wichtig. In Hans-Gregor Njemz aus Kiel hat Ronald Goffart einen sehr erfahrenen Übersetzer gefunden, der bereits zahlreiche historische Texte und Kriegsberichte übersetzt hat und sich für das Thema interessiert. Ende 2022 wurde die deutsche Version „Lily – Eine beschlagnahmte Jugend in annektiertem Land“ im Rhein-Mosel-Verlag veröffentlicht.

    Fortsetzung folgt
    Ronald Goffarts Buch hat zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Manche Menschen haben geweint, andere waren erstaunt, da diese Seite der belgischen Geschichte vielen unbekannt ist. Die Geschichte des Zweiten Weltkriegs bewegt. Immer noch. Dieses Kapitel rund um Lily ist nun abgeschlossen. Allerdings arbeitet der Autor an einem Projekt zur Adaptation seines Buches als Graphic Novel in Zusammenarbeit mit dem Zeichner Christian Papazoglakis. Weitere Infos zu diesem und anderen Projekten von Ronald Goffart finden Interessierte auf seiner Webseite unter www.ronald-goffart.eu.

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    Ausstellung “Migration – Menschen auf dem Weg”

    Info Integration – Belgisches Rotes Kreuz – ist 20 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Jubiläums...
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    Info Integration – Belgisches Rotes Kreuz – ist 20 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Jubiläums haben die Mitarbeiterinnen eine Ausstellung konzipiert, die das Thema Migration auf eine andere Art und Weise beleuchten sollte. Im Frühjahr 2022 wurde die Ausstellung in Eupen eingeweiht.

    Migration gibt es, seit es die Menschen gibt
    „Migration gibt es, seit es die Menschen gibt“, beginnt Johanna Tumler, Sozialarbeiterin beim Roten Kreuz. Sie hat die Ausstellung mit konzipiert. „Wir wollten sie interaktiv gestalten und sowohl Erwachsene als auch Jugendliche und Kinder ansprechen“, erzählt sie. Sie wollten keine reinen Texttafeln. Nun führt ein Maskottchen, ein kleiner Zugvogel durchs Thema und jede Tafel beschäftigt sich mit einer anderen Frage.

    Darum geht es in der Ausstellung
    Es werden Fakten zur Migration benannt und die Geschichte der Migration in Belgien bzw. Ostbelgien beleuchtet. „Denn“, so sagt Johanna Tumler, „es wandern auch Menschen aus Ostbelgien aus.“ Nur können Europäerinnen und Europäer sich freier in der Welt bewegen als viele andere Nationen. Es gibt eine Tafel zu Flucht- und Migrationsgründen. Menschen, die die Ausstellung besuchen, erfahren den Unterschied zwischen der Begrifflichkeit Flüchtling und Migrant, und tauchen ein in die Geschichte von Rassismus und setzen sich mit eigenen Privilegien auseinander. „Die letzte Tafel“, erzählt Johanna Tumler, „zeigt Portraits von Menschen, die nach Ostbelgien gekommen sind und hier ihre neue Heimat gefunden haben.“

    Ausgestellt in 3 Gemeinden
    „Es sollte eine Ausstellung für draußen sein, an öffentlichen Orten, wo Menschen auch zufällig drüberstolpern.“ Je zwei Monate war die Ausstellung in Eupen, Sankt Vith und Kelmis zu sehen. Die Strecke wurde für jeden Standort gezielt mit den örtlichen Integrationsbeauftragten erarbeitet und keineswegs dem Zufall überlassen. Im Frühjahr 2022 waren die Tafeln zwischen dem Rathaus in Eupen und dem Scheiblerplatz aufgestellt. So verbanden sie die Ober- mit der Unterstadt. In Sankt Vith ging es im Herbst 2022 vom Büchelturm bis zum Kulturzentrum Triangel und in Kelmis reichte die Ausstellung im Frühling 2023 vom Casinoweiher bis ins Zentrum.

    Bei Interesse melden
    Die inhaltliche Ausarbeitung der Ausstellung hat ein halbes Jahr gedauert. „Jede Kollegin hat eine Tafel erarbeitet.“ Manche der Tafeln sind interaktiv, mit Fragen und Klappen zum Aufklappen. So können Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen angesprochen werden. „Es können auch Führungen durch die Ausstellung angefragt werden“, fügt Johanna Tumler hinzu, „für Schulklassen und andere Gruppen.“ Johanna Tumler ist zufrieden mit der Resonanz. Weitere Ausstellungsorte sind zurzeit nicht geplant. „Mittlerweile haben wir die Ausstellung auch den anderen Gemeinden angeboten. Auch Schulen können die zehn Tafeln ausleihen, um sie in vor Ort auszustellen.“ So wird die Ausstellung „Migration – Menschen auf dem Weg“ sicherlich noch eine Weile innerhalb Ostbelgiens auftauchen und zu besichtigen sein.

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    Q-BoOST 2022

    2022 fand der Aufruf Q-BoOST Businessplanwettbewerb zum ersten Mal statt, eingebettet in das ESF-Projekt „QUBUS...
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    2022 fand der Aufruf Q-BoOST Businessplanwettbewerb zum ersten Mal statt, eingebettet in das ESF-Projekt „QUBUS – Ort innovativer Ideen“. Der Wettbewerb richtete sich an Privatpersonen und Selbstständige, die im Nebenberuf tätig waren und eine Selbstständigkeit im Hauptberuf anstrebten. Gesucht wurden innovative Geschäftsideen – zu gewinnen gab es ein Preisgeld, eine Begleitung durch die WFG und Ostbelgieninvest sowie einen Imagefilm.

    Originelle Geschäftsidee gesucht
    Marc Derwahl ist aktuell Projektmanager bei der WFG und zuständig für das Projekt QUBUS. „Wir hatten letztes Mal viele Anfragen, über 25 Projektideen sind eingereicht worden. Davon sind dann für die Finalrunde zehn Teilnehmer anhand verschiedener Kriterien ausgewählt worden“, erzählt er. Das Alter der Bewerber lag zwischen 20 und 40 Jahren. Wir haben die Bewerber über sechs Monate lang begleitet“. Während dieser Zeit konnten sie ihre Geschäftsideen verbessern, sich mit Mentoren und Experten austauschen und sich auf ihre Schluss-Präsentation, den Final Pitch vorbereiten. „Jeder Teilnehmer hat seine Idee beim Abschlussevent vor einer Jury vorgestellt“, erklärt Marc Derwahl.

    Die kreativsten Ideen – kurz vorgestellt
    Zu den Ideen gehörte u.a. der mobile Solarpark von Sascha Lorenzen aus Eupen. Ein speziell dafür hergestelltes Solarsystem sollte auf den Dächern von LKW-Anhängern installiert werden können, wodurch sich Kraftstoff sparen lässt und weniger CO2 ausgestoßen wird. Q-BoOST Finalist Pascal Plote aus Raeren möchte mit seinem Start-Up „Recharged Automotives GmbH“ Oldtimer mit Elektroantrieb ausstatten. Jorik Vandriessche aus Eupen hatte die Idee, Share&Drive Carsharing zu einer echten Alternative zum Automobilkauf machen. Teilen statt Besitzen lautete seine Devise. Ramona und Lamine Kheddache-Leufgen von Hyssani aus Herresbach haben ihre eigene nachhaltige Pferdeseife hergestellt und das Imker-Ehepaar Veithen-Michaeli aus Möderscheid hat eine Heilmethode entwickelt, die sich Stocklufttherapie nennt und auf der Idee beruht, die Luft in einem Bienenstock zu inhalieren. Dies soll Beschwerden wie Heuschnupfen und Atemwegserkrankungen verringern.  Den Publikumspreis gewann Jorik Vandriessche mit seiner Idee Share&Drive. Joanna und Wendy Sebaly haben den Q-BoOST-Wettbewerb mit GoLocal gewonnen. Sie wollten ein Verteiler-System zum Verkauf hochwertiger, lokaler Produkte auf den Weg bringen.

    Q-BoOST: Ziele und Zukunft
    „Es ging darum, das Unternehmertum und die Selbstständigkeit zu stärken“, bringt Marc Derwahl die Ziele von Q-BoOST auf den Punkt. 2023 sollte erneut ein Q-BoOST Wettbewerb stattfinden. Leider haben sich auf den Aufruf hin nicht genug Bewerber gemeldet. Diejenigen, die sich gemeldet haben werden nun seitens der WFG betreut und begleitet. Wer sich selbstständig machen möchte und Rat oder Hilfe benötigt, kann sich auch außerhalb des Wettbewerbs jederzeit bei der WFG melden. Denn neben Beratung und Begleitung bietet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft immer wieder nützliche Seminare und Events zu ständig wechselnden Themen, wie zum Beispiel der Finanzierung einer Selbstständigkeit oder der Kommunikation in den sozialen Netzwerken.

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    Mit Jugendlichen gemeinsam neue Wege von Energieeinsparungen diskutieren und aktiv werden, indem eine Fotovoltaik-Anlage gemeinsam installiert wird

    Der Jugendtreff X-Dream befindet sich auf dem Gelände des Alten Schlachthofs in Eupen. Eine in...
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    Der Jugendtreff X-Dream befindet sich auf dem Gelände des Alten Schlachthofs in Eupen. Eine in die Jahre gekommene Solaranlage für Warmwasser wurde vor Kurzem durch eine PV-Anlage ersetzt. Bei der Installation haben Jugendliche geholfen.

    Eine PV-Anlage für den Jugendtreff X-Dreams
    „Die Energie, die man spart, ist die beste Energie“, behauptet Werner Kalff, stellvertretend für die OJA Eupen, die mittlerweile 3 Jugendtreffs verwaltet. „Das Gebäude gehört der Stadt. Wir bezahlen Miete und sind für die Stromkosten etc. verantwortlich. Wegen der steigenden Energiepreise waren wir sehr motiviert, eine Lösung zu finden.“ Auf dem Dach, das zum Teil ein Flachdach ist, befand sich eine alte Solarthermie-Anlage, die nicht mehr funktionierte. „Wir haben die Halterungen angepasst und die Paneele angebracht. Den Anschluss hat dann der Installateur gemacht.“ Drei Jugendliche haben bei der Montage der Module geholfen.

    Ein bewusster Umgang mit Energie
    Das Projekt der OJA Eupen geht über die reine Installation einer PV-Anlage hinaus. Es geht ebenso darum, den Jugendlichen ein Bewusstsein für Energie und Energieverschwendung zu vermitteln und sie und ihre Familien zu einem verantwortungsvolleren Umgang zu animieren. „Wir haben kleine Strommesser gekauft“, erzählt Werner Kalff. „Da tritt man wie in die Pedale eines Fahrrads, um Energie zu erzeugen.“ Die Jugendlichen laden im Jugendtreff ihre Handys auf. Am Strommesser können sie ihre eigene Energie dazu verwenden, Strom zu erzeugen. „Die meisten hören nach spätestens zwanzig bis dreißig Minuten auf. Das reicht nicht, um ein Handy zu laden“, verrät Werner Kalff. Sie sollen lernen, dass Strom nicht einfach aus der Steckdose kommt, sondern hergestellt werden muss und dass Sonne zwar gratis ist, eine PV-Anlage aber nicht. Werner Kalff und seine Kollegen erörtern mit den Heranwachsenden im Gespräch, wie und wo sie Strom einsparen können. Sie erklären, wie eine Stromrechnung aufgebaut ist, wie man den Anbieter wechselt und vieles mehr.

    Überschuss geht an die Intego VoG
    An einem guten Sonnentag produziert der Jugendtreff X-Dreams mit seinen 11 Modulen mehr als er benötigt. Den überschüssigen Strom kauft die Intego VoG, die ebenfalls im Alten Schlachthof angesiedelt ist, ab.

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    Permakultur-Gartenprojekt

    Auf einem Hof in Lontzen haben sich Frederic Biegmann, ein paar Freunde und Gleichgesinnte ihren...
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    Auf einem Hof in Lontzen haben sich Frederic Biegmann, ein paar Freunde und Gleichgesinnte ihren Traum vom alternativen Wohnen erfüllt. Das Ziel? Ein nachhaltiges Vorzeigeprojekt, dass Ressourcen spart und Lebensqualität gibt. Die ehemalige Ruine wurde zu fünf abgeschlossenen Wohnbereichen umgebaut. Gemeinsam nutzen sie einen Gemeinschaftsraum, eine Waschküche, zwei Gästezimmer, eine Werkstatt und den 2,5 Hektar großen Garten. Dieser soll in einen Permakulturgarten mit Gewächshaus verwandelt werden.

    Nachhaltig & ökologisch „Wir haben gemeinschaftlich gebaut“, erzählt Frederic Biegmann. „Dadurch ist manches günstiger geworden.“ Das Geld, das sich die fünf Parteien dabei gespart haben, haben sie in ökologisches Bauen investiert. Wichtig war ihnen ein nachhaltiges Heizkonzept, das sie in Form einer großen Solarthermieanlage realisieren konnten. Für den Winter arbeiten sie mit einer Stückholzzentralheizung. Sie haben auch ein eigenes Wassersystem. „Wir machen unser eigenes Wasser mit einem Filtersystem und indem wir Regenwasser auffangen.“ Möglich macht dies unter anderem die Komposttoilette, wodurch kein Schwarzwasser produziert wird. „Wir belasten nicht das Abwassersystem und generieren Energie durchs Kompostieren“, erklärt Frederic Biegmann die Vorteile der Komposttoilette. „In der Pflanzenkläranlage wird das Dusch- und Spülwasser gereinigt und ist danach dann auch schon fast wieder Trinkwasser.“ Nach einer intensiven Bauphase, die vier Jahre gedauert hat, ist letztes Jahr im Sommer die letzte der fünf Parteien eingezogen. Nun soll in einem nächsten Schrit der gemeinsame Permakulturgarten Form annehmen.

    Naturnahes Gärtnern „Permakultur ist zukunftsträchtig. Es handelt sich um sehr naturnahes Gärtnern“, erklärt Frederic Biegmann. „Man bildet natürliche Kreisläufe, zum Beispiel indem man Pflanzen nebeneinander setzt, die sich gegenseitig unterstützen.“ Gärtnern für Faule, könnte man es auch nennen, weil man eben nicht jedes Grashälmchen jätet. In der Permakultur gibt es nämlich kein Unkraut, nur Beikraut.“ Der Garten soll ein Rückzugsort werden. Selbstversorgung ist auch ein Thema. Langfristig soll der Permakulturgarten die 10 Erwachsenen und 5 Kinder von 7 Heaven zu einem Großteil ernähren. „Wir haben einen Permakulturdesigner beauftragt, das Design unseres Gartens anzufertigen. Insofern kennen wir die grobe Richtung, in die es gehen soll.“ Die 2,5 Hektar rund um den Hof werden in fünf verschiedene Zonen eingeteilt. Zone 0 ist das Haus. Zone 1 befindet sich unmittelbar um die Wohnbereiche herum. Hier wird eine intensiv bewirtschaftete Fläche entstehen. Durch den Standort werden kurze Wege geschaffen. In Zone 2 befindet sich der Teich, der für die nötigen Wasserreserven sorgt und ein weiteres Biotop beherbergt. In Zone 3 die Streuobstwiese, die momentan 26 Obstbäume alter hiesiger Sorten beherbergt, darunter Äpfel, Birnen, Pflaumen, Quitten, Mirabellen und Kirschen. In Zone 4 wird man sich zukünftig zurückziehen können, um mehr in der Natur zu sein. Die Zone 5 wird für Menschen fast das ganze Jahr Tabu, sie ist ein Refugium für die einheimische Flora und Fauna.

    Anbau- und Erntezeit verlängern „Dieses Jahr haben wir angefangen, Beete anzulegen und zu bewirtschaften“, sagt Frederic Biegmann. „Nächstes Jahr möchten wir ein Gewächshaus aufstellen. So können wir die Anbau- und Erntezeit verlängern.“ Geplant ist ein 60 m² großes Gewächshaus. „Wir ermitteln momentan den Bedarf.“ Überschüsse werden eingekocht oder im Erdkeller, den sie letztes Jahr gebaut haben, eingelagert.

    Wichtig ist den Betreibern von 7 Heaven ihre Leuchturmfunktion. Sie möchten aufzeigen, dass alternative Wohn- und Lebensformen funktionieren und gleichzeitig einen Mehrwert für ihre Kinder schaffen.

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    Artenschutz und Förderung der Artenvielfalt im alten Klostergarten Garnstock

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    BäumeInsektenBlumen – BIB

    Am Bischöflichen Institut Büllingen lernen die Sekundarschüler, ein Bewusstsein für die Umwelt zu entwickeln. In...
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    Am Bischöflichen Institut Büllingen lernen die Sekundarschüler, ein Bewusstsein für die Umwelt zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit den Schülern der Primarschule Büllingen helfen sie beim Bäume pflanzen, übernehmen Partnerschaften und können miterleben, wie die ersten Früchte gedeihen. Sie beobachten Insekten und Honigbienen und bauen eine Bindung zur Natur auf. Das Projekt Bäume Insekten Blumen des BIB, das auch unter dem Namen „Schule blüht“ läuft, vereint insgesamt sechs verschiedene Ideen und Ansätze in sich. Von der Blumenwiese über den Hohlstamm für die Honigbiene bis zur Dachbegrünung: Hier entsteht ein kleines Paradies mit viel Potenzial für die Umwelt und zur Ergänzung des Unterrichts.

    Bäume
    Die ersten Obstbäume und -sträucher wurden bereits letztes Jahr gepflanzt. Apfel- und Birnbäume, rote und schwarze Johannisbeersträucher bereichern nun das Gelände der Schule. Ein Großteil der für Obst vorgesehenen Fläche wurde damit bereits abgedeckt.

    Insekten
    Honigbienenbehausungen namens „Schiffertree“ wurden hoch oben in den Bäumen angebracht. Hierbei handelt es sich um Hohlstämme, die den natürlichen Wohnraum der Honigbiene imitieren und so ihre Ansiedlung unterstützen. Drei sind bereits besiedelt. „Den Honig werden wir nicht entwenden. Er dient den Insekten weiterhin als Nahrungsquelle“, betont Pascal Fickers. „Allerdings können wir uns vorstellen, mit Kameras in die Hohlstämme reinzuschauen.“ So könnten die Kinder und Jugendlichen die Insekten beobachten und über die Theorie hinaus Erkenntnisse erlangen. Weiteren Lebensraum finden Bienen, Hummeln, Käfer und andere Insekten in der neuen Trockenmauer. Die Bepflanzung ist noch nicht ganz vollendet. Hier sollen Kräuter, Fette Henne und andere Pflanzen einen reichen Lebensraum entstehen lassen.

    Blumen
    Zwischen den Obstbäumen haben Michael Goenen, der Hausmeister der Schule und seine fleißigen Helfer Blumensamen verteilt. So finden die Honigbienen, aber auch andere Insekten genug Nahrung. Zusätzlich ergänzen speziell ausgesuchte Pflanzen, wie zum Beispiel der wilde Wiesensalbei die Sammlung. „Wichtig war uns“, so erzählt Pascal Fickers, „dass wir etwas machen, das nachhaltig ist und eben nicht nur auf den Zeitraum des Projektes beschränkt ist.“
    Im Rahmen einer Blumenzwiebelaktion im Mai und Juni 2023 konnten die Familien der Primar- und Sekundarschüler auch Zwiebeln von Krokus, Trauben-Hyazinthe und Narzisse bestellen. Nach dem Prinzip „Ein Teil für dich und einer für uns“ konnten sie bestimmen, ob sie einen Teil ihrer Bestellung der Schule zur Verfügung stellen, die dort im Herbst von den Schülern gepflanzt werden sollen.  Insgesamt wurden 3.500 Blumenzwiebeln bestellt!

    Work in Progress…
    Noch nicht realisiert wurde die geplante Dachbegrünung. Vor Jahren hat die Schule einen Schiffscontainer auf dem Gelände aufgestellt, der als Materiallager dient. Auf dem Dach des Containers sollen Pflanzen angesiedelt und ein kleines Wasserloch geschaffen werden. Bis Ende 2024 soll das Projekt umgesetzt sein, doch zu Ende ist es damit noch lange nicht. „Es soll andauern“, betont Pascal Fickers. „Das Projekt soll weiterleben und weitergeführt werden. Das ist uns wichtig.“

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    Burgwiese Symbiose aus nachhaltiger Landwirtschaft und Naturschutz

    Die VOG Burgwiese setzt sich dafür ein, größtmögliche Diversität der Flora und Fauna mit einer...
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    Die VOG Burgwiese setzt sich dafür ein, größtmögliche Diversität der Flora und Fauna mit einer extensiven Bewirtschaftung von Flächen zu kombinieren. Ursprünglich aus einer Initiative aus Kusinen und Vettern entstanden, die zusammen als Kinder bei der Heuernte ihrer Großeltern zwischen den Heuballen gespielt haben, kann die VOG heute auf die Hilfe von einer Vielzahl an ehrenamtlichen Helfern zählen. Nun entsteht auf den Flächen, die sich in der Burgstraße in Born befinden, ein Naturparadies bestehend aus Obstbäumen und Hecken, aus Wildblumen und Kräutern.

    Über 200 Bäume und Sträucher
    Die VoG hat mittlerweile über 200 verschiedene Bäume und Sträucher angepflanzt: Apfel- und Birnbäume, Pflaumenbäume, Haselnusssträucher und Aronia, Holunder, Stachelbeeren, Johannisbeeren und Jostabeeren, Nashi-Birnen, Walnussbäume, Mispeln und Vogelkirschen. Und auch Pioniergehölze wie Birken, Schwarzerlen, Weiden, Ebereschen und Pappeln. Essbare Wildhecken umschließen bereits Teile des Geländes. Mittlerweile reichen die Hecken so hoch, dass sie einen gewissen Windschutz für die Obstbäume bieten, was langfristig für einen höheren Ertrag sorgen soll.

    Die Partnerschaft mit dem Bürgerfonds Ostbelgien
    Durch die Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgien konnte das Projekt um 12 Pekannuss-Bäume und 8 Esskastanien erweitert werden sowie um 100 Meter Wildhecke. Hinzu noch 20 hochstämmige Bäume (Hain-Buche, Sumpf-Eiche, Weiß-Esche und Sand-Birken), die an verschiedenen Standorten die höchste Baumschicht darstellen. Außerdem konnten Pflanzen gegen den Verbiss geschützt werden, um besser anwachsen zu können.

    Die erste Ernte und danach
    „2017 haben wir die ersten Bäume gepflanzt“, erzählt Johannes Seel. „Und mittlerweile konnten wir die ersten Ernten einfahren.“  In Zukunft sollen weitere Naturräume entstehen, die unmittelbar einen positiven Effekt auf die Ökologie haben und gleichzeitig langfristig Ernten ermöglichen. In Partnerschaft mit anderen Fonds wie dem der Nationallotterie oder der CERA Kooperative werden weitere Pilotprojekte realisiert. Das Projekt hat sich zudem entwickelt zu einem Ort, an dem auch ökologische Bewusstseinsbildung stattfindet. Helfende Hände sind weiterhin willkommen.

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    Wald, Tier und Mensch im Einklang mit der Natur

    Christophe Voss lebt und praktiziert Permakultur. Auf einer 2000 m2 großen Wiese in Lascheid möchte...
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    Christophe Voss lebt und praktiziert Permakultur. Auf einer 2000 m2 großen Wiese in Lascheid möchte er Pekannussbäume, aber auch Mandel- und Obstbäume, Khaki, Pfirsich und Aprikose anbauen. Sobald alles steht und Früchte trägt, darf ernten, wer mag, denn die Wiese soll öffentlich zugänglich werden.

    Die 3 Pfeiler der Permakultur nach Christophe Voss
    Christophe Voss ist gelernter Koch mit etwa 20 Jahren Berufserfahrung. Letztes Jahr hat er sich selbstständig gemacht. Seine Selbstständigkeit ruht auf drei Pfeilern, deren verbindendes Element die solidarische Landwirtschaft ist. Er betreibt eine kleine Gärtnerei. Hier kann man als Abonnent jede Woche einen Gemüsebeutel abholen. Er arbeitet als Koch und betreibt einen 1-Mann-Traiteur-Service. Selbst im Catering versucht er der Permakultur treu zu bleiben. „Ich kaufe ganze Tiere ein“, erzählt er, „Ich verwende lokale Produkte. Ich fermentiere und alles, was ich hinzukaufen muss, zum Beispiel Schokolade, besorge ich in Bioqualität.“ Als dritter Pfeiler gibt er Kurse, vorrangig Gartenkurse.

    Überschüsse fair verteilen
    „Die Permakultur besagt: Man soll Land nicht besitzen“, sagt Christophe Voss. Vor einigen Jahren ist er von der Stadt aufs Land gezogen. „Hier besitzen die Leute sehr viel Fläche. In der Stadt lebt man da schon nachhaltiger, effizienter. Ich finde, dass wir das Land, das uns zur Verfügung steht, besser nutzen können.“ Und da er bereits Land im Rahmen seiner Gärtnerei besitzt, wollte er die Wiese in Lascheid mit der Öffentlichkeit teilen. „Die Permakultur besagt auch, dass man Überschüsse fair verteilen soll.“ Dieses Prinzip liegt seiner Wiese zugrunde. Hier wird jeder, der mag, ernten dürfen.

    Pekannussbäume und ein Plan nach Elementen
    Um die Menschen jedoch anzulocken, denn Lascheid liegt nicht gerade im Zentrum allen Geschehens, hat sich Christophe Voss etwas Besonderes ausgedacht: Pekannussbäume. „Kein Mensch pflanzt Pekannussbäume. Dabei müssten die hier eigentlich ziemlich gut wachsen.“ In Österreich hat Christophe Voss schließlich eine Baumschule gefunden, die mit den verschiedenen Baumvarietäten vertraut ist. „Gemeinsam mit der Burgwiese VoG, mit der wir ziemlich viel zusammen machen, haben wir 2 Paletten bestellt“, verrät er. „Das sind 60 – 70 Bäume.“ Verteilt auf ganz Ostbelgien kann er sich so in den nächsten Jahrzehnten einen Überblick darüber verschaffen, wie der Baum anwächst, was er kann und was nicht. Doch nicht nur Pekannussbäume kommen auf der Wiese zu stehen. Christophe Voss hat einen Plan erstellt, der auf Elementen beruht. „Jedes Element besteht aus einem Kreis, der etwa 16 Meter im Durchmesser misst“, erzählt er. Insgesamt werden neun bis zwölf solcher Elemente auf der Wiese Platz finden. „In der Mitte steht der Pekannussbaum, nördlich pflanzen wir halbstämmige Obstbäume, im Südkreis Beerensträucher und dazwischen Weidenstecklinge. Die sollen das Grundstück bewalden und den Boden gesund halten.“ Zusätzlich wird er auf der Wiese Hühner halten. Sie werden die Fläche sauber und attraktiv halten und die Eier wiederum kann er in seiner Gemüsekiste zum Verkauf anbieten.

    Doch zuvor muss das gesamte Gelände eingezäunt werden. „Im November setzen wir an die 200 Meter Zaun“, sagt er. Die Pekannussbäume werden im März 2024 geliefert.

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    Power Up – Elektroladesäule bringt Energie für nachhaltigen Tourismus in die Eupener Unterstadt

    Pierre Nyssen liegt die Zukunft der Unterstadt Eupen am Herzen. Er möchte sie mit einer...
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    Pierre Nyssen liegt die Zukunft der Unterstadt Eupen am Herzen. Er möchte sie mit einer Elektroladesäule, an der jeder sein E-Bike anschließen kann, aufwerten und den nachhaltigen Tourismus unterstützen. Die Ladesäule soll im Temsepark, gegenüber vom Hotel Bosten zu stehen kommen.

    Eine Station, an der jeder sein E-Bike laden kann
    „Die Unterstadt verbindet Eupen mit der Natur“, sagt Pierre Nyssen. Er nennt die Talsperre und das Hohe Venn als attraktive Ausflugsziele. Er möchte Fahrradfahrer, die, in seinen Augen nachhaltigsten Touristen, ansprechen. „Es würde mich freuen, wenn die Leute nicht nur ihr Fahrrad laden, sondern einen Kaffee trinken und mit ihrer Präsenz die Unterstadt beleben.“ Er ist selbst gerne mit seinem Mountainbike in den Wäldern, abseits der Straße unterwegs. Mit der finanziellen Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgien kann sein Wunsch nun langsam Form annehmen. Ein österreichisches Unternehmen hat den Auftrag erhalten und liefert anstatt einer Ladesäule gleich vier. Vorteil an genau diesem Modell: „Ich wollte eine Station, an der jeder sein Fahrrad laden kann.“

    Eine Idee führte zur nächsten
    Die Idee zum Projekt hatte Pierre Nyssen übrigens, als er die Fassade seines Hauses in der Unterstadt renovierte, viel Zeit auf dem Gerüst verbrachte und bemerkte, dass unerwartet viele Fahrradfahrer auf den Straßen unter ihm zirkulierten. „Ich habe mich gefragt: Wohin fahren die Leute? Wo machen sie Pause?“ Viele machten Halt im Café im Temsepark und so führte eins zum anderen. Zu dieser Idee gesellte sich im November 2022, auf einer Veranstaltung des Bürgerfonds Ostbelgien, dem Bürgerforum übrigens eine weitere. „Man könnte einen Radweg durch die Unterstadt gestalten“, sinniert Pierre Nyssen, „mit interessanten Punkten zum Anhalten, an denen man etwas über die Geschichte des Ortes oder über die Natur erfährt. Die Ladestation könnte der Startpunkt des Weges werden.“ Vielleicht nimmt auch diese Idee eines Tages Form an.

    Vier Ladesäulen im Temsepark
    In der Zwischenzeit steht sein Projekt „Power Up“, für das er der VoG Unterstadt – Ein starkes Viertel beigetreten ist, kurz vor der Vollendung. Die Ladesäulen wurden mittlerweile geliefert. Im Bauhof werden momentan Metallbügel geschweißt. Die Stadt Eupen hat sich bereit erklärt, den benötigten Strom zu liefern. Hierzu muss noch eine Leitung gelegt werden. Anschließend können die Ladesäulen installiert und in Betrieb genommen werden.

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    Anlage einer Obst- und Wildblumenwiese mit Kleinbiotopen

    In Maldingen, am ehemaligen Bahnhofsgelände, gleich hinter dem Fußballplatz befindet sich unwegsames Gelände. Hier wuchert...
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    In Maldingen, am ehemaligen Bahnhofsgelände, gleich hinter dem Fußballplatz befindet sich unwegsames Gelände. Hier wuchert hohes Gras vor sich hin und der Boden ist steinig und mit Bauschutt durchsetzt. In Kürze soll genau dort, mithilfe eines angehenden Landschaftsarchitekten und einem ansässigen Bauunternehmen eine bunte Wildblumenwiese mit verschiedensten Obstbäumen entstehen. Eine Heimat für Insekten und eine Weide für die Augen.

    Lebensraum und Treffpunkt Natur
    „Durch den Fußball im Sommer ist hier jedes Wochenende etwas los“, meint Hansi Krings, Präsident der Dorfgemeinschaft Maldingen. „Die Amateurvereine von Crombach und Maldingen spielen auf unserem Platz. Die jungen Spieler, Frauen und ihre Kinder kommen her. Hier ist nicht viel Verkehr. Da kann man seine Kinder auch mal laufen lassen, ohne dass etwas passiert, und man hat eine schöne Aussicht auf die Natur.“ Klingt nach dem perfekten Ort für eine wunderschöne Obst- und Blumenwiese. Das Terrain hinter dem Fußballplatz ist verwildert. Die Idee ist es, nicht nur etwas für die Natur zu tun, also einen Lebensraum für Insekten, darunter Wildbienen zu schaffen, sondern auch etwas für die Dorfgemeinschaft zu schaffen. Einen Treffpunkt. „Es geht auch darum, Jung und Alt zusammenzubringen“, verrät Hansi Krings. „Wir möchten die Zusammenarbeit im Dorf fördern.“

    Junger Landschaftsarchitekt übernimmt die Planung
    Im September wird das nächste Treffen der Dorfgruppe Maldingen stattfinden. Dann wird entschieden, welche Ideen es zur Realisierung schaffen. Im Gespräch ist zum Beispiel auch das Pflanzen eines Baumes zu bestimmten Anlässen, zu Geburten oder Hochzeiten. Die Umsetzung des Projektes wird Chris Maus übernehmen, ein junger angehender Landschaftsarchitekt. „Wir lassen ihm freie Hand“, sagt Hansi Krings, der froh ist, jemanden wie Chris Maus in der Dorfgemeinschaft zu wissen. Die Umsetzung der groben Erd- und Baggerarbeiten wird die ortsansässige Firma Gillessen übernehmen. „Sie haben das Gelände in den letzten Jahren als Bauschuttdeponie verwendet.“ Nun werden sie das Stück Land, das fünf Meter höher als der Fußballplatz liegt ebnen und mit guter Erde anreichern. Anschließend kann das Pflanzen beginnen.

    Obstbäume ab Herbst – Fertig im Sommer 2024
    Im Herbst geht es los. Dann werden die ersten Bäume gepflanzt, vermutlich alte Obstsorten. „Im Frühjahr werden wir den Boden auffräsen“, erklärt Hansi Krings, „und anschließend die Samen für die Wiese einsähen. Fertig sind wir voraussichtlich im Sommer 2024.“  Den Unterhalt werden sie über Patenschaften regeln. Jeder Pate übernimmt für einen Monat die Pflege des Geländes: Blumenwiese unterhalten, Gras mähen, wo sich keine Blumenwiese befindet, etc. Von der Obsternte profitiert das ganze Dorf. „Wir werden die Ernte bekannt machen und dann kann sich jeder bedienen“, sagt Hansi Krings.
    Früher befand sich hier ein alter Bahnhof und die Züge ratterten von Gouvy nach Sankt Vith und wieder zurück. Heute befinden wir uns in einer Idylle, die bald durch das Surren von Bienen und den Anblick bunter Blüten untermalt wird.

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    Essbare Hecke entlang des Ravels in Montingen

    150 Meter essbare Hecke entsteht entlang des Ravels in Montenau, etwa 700 Meter vom Bahnhof...
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    150 Meter essbare Hecke entsteht entlang des Ravels in Montenau, etwa 700 Meter vom Bahnhof entfernt. Essbar für Tiere und für Menschen. Hier wachsen rote und schwarze Johannisbeeren, rote und gelbe Stachelbeeren, Aronia und Maibeeren. 50 Sträucher werden es am Ende sein. Das Naturbuffet ist eröffnet.

    Regional und ein bisschen außergewöhnlich
    Die Idee zu einer essbaren Hecke stammt noch aus der Anfangszeit der Dorfgemeinschaft Montingen, berichtet Präsident Roger Kohnen. Damals haben die Montinger ebenfalls Sträucher und Nisthilfen entlang des Ravels gepflanzt. Sie wurden oft gefragt: Kann man die Beeren essen? Aber nicht alle waren essbar. Heute ist das anders. Von den 32 bisher gepflanzten Sträuchern ist jede Beere genießbar. „Wir wollten regionale Sträucher anpflanzen, aber auch ein bisschen was außergewöhnliches bieten“, sagt Roger Kohnen. Mit der Aronia, die im amerikanischen Raum heimisch ist und der Maibeere, einer Pflanze aus der Tundra, die bereits sehr früh im Jahr Früchte trägt, ist das voll und ganz gelungen.

    Trockenheit, Pflege und steiniger Boden
    Das Setzen der Sträucher war nicht so leicht. „Wir befinden uns auf ehemaligem Eisenbahngelände“, erzählt Roger Kohnen. „Das ist kein dankbarer Boden für Pflanzen. Bereits nach 5 Zentimetern trifft man auf Stein.“ Mit einem Spaten kommt man hier nicht weit. Mit einem Bagger haben Mitglieder der Dorfgemeinschaft Löcher ausgehoben. In die Löcher wurde Muttererde gegeben und anschließend die Sträucher eingesetzt.  „Aufgrund der Trockenheit müssen wir momentan jeden Tag gießen.“ Für Roger Kohnen, der in der Nähe wohnt, heißt das: Wasser bei der Gemeinde holen, einen Behälter mit 50 Litern auf die Schubkarre hieven und zum Ravel schieben. Mehr als eine Stunde ist er damit täglich beschäftigt.

    Bewusstsein schaffen und Natur hautnah erfahren
    Der Standort ist dennoch perfekt gewählt. Durch den Ravel kommen sehr viele Menschen an der Hecke vorbei. Der Erfolg ist bereits spürbar. „Da war letztens eine Familie aus Holland mit Kindern. Die Kinder haben Beeren gepflückt und genascht und ihre ersten Erfahrungen damit gemacht.“ Nicht nur den Kindern gefällt es. Am Ravel leben einige Tiere, darunter viele Vögel. Die Goldammer ist sehr präsent, das Schwarzkelchen, Amseln, Buchfinken, Rotkelchen, aber auch kleinere Tiere wie Nager, Mäuse und Kaninchen, Schmetterlinge, Insekten und Wildbienen. „Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Natur zu schaffen“, fasst Roger Kohnen zusammen. „Die Leute sollen Natur hautnah erfahren. Sie sollen stehen bleiben und schmecken, fühlen, probieren.“

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    Unterstellhaus für Brotbackofen im Rahmen einer nachhaltigen Parkgestaltung

    Eynatten bekommt ein Brotbackhaus. Gleich hinter dem Dorfhaus soll es gebaut werden. In unmittelbarer Nähe...
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    Eynatten bekommt ein Brotbackhaus. Gleich hinter dem Dorfhaus soll es gebaut werden. In unmittelbarer Nähe befinden sich ein kleiner Park und ein Spielplatz, ein Jugendheim und eine Schule. Es soll ein sozialer Treffpunkt werden, für alle, die Lust haben gemeinsam zu backen oder einfach nur Zeit zu verbringen.

    Denkmalschutz & Coronakrise
    Rund zwanzig Ehrenamtliche der Dorfhaus Eynatten VoG engagieren sich aktiv im Projekt „Brotbackhaus“. Die eine Hälfte kümmert sich um die Baumaßnahmen. Die andere Hälfte möchte später Workshops anbieten, sich um das Ansetzen des Sauerteigs kümmern oder Brot und Pizzen backen. Claudia Mennicken fungiert als Koordinatorin des Projekts. „Ursprünglich sollte das Brotbackhaus auf die linke Seite des Dorfhauses kommen. Aber das war zu nah am denkmalgeschützten Nachbarhaus. Hinter dem Haus haben wir einen anderen Platz gefunden“, sagt sie. Die Coronakrise hat ihr Vorhaben um zwei Jahre verzögert. Nun kann es endlich losgehen.

    So wird das Backhaus von Eynatten aussehen
    „Wir haben endlich die Zusage vom Denkmalschutz“, fährt sie fort. Das Backhaus wird 6 x 4 Meter groß, mit einem begrünten Flachdach. Im Innenbereich kommt ein kleiner Ofen zu stehen, der mit Holz befeuert wird. Vor dem Ofen ist etwas Platz, um Material zu stapeln und damit der Bäcker im Trockenen steht. Es wird auch einen Gärschrank geben, in dem die Brote ihre erste und zweite Gärung vollziehen können. „In Raeren wurde eine Bäckerei geschlossen“, erzählt Claudia Mennicken. „Da haben wir eine Knetmaschine, Wannen und Brotschaufeln bekommen. Im Dorf wurde ein Haus abgerissen. Also haben wir gefragt, ob wir uns Holz und Steine nehmen dürfen. Es war uns wichtig, recyceltes Material zu verwenden.“

    Vollendung spätestens im Herbst 2024
    Im Frühjahr wird voraussichtlich die Holzkonstruktion des Backhauses fertig sein. Dann wird der Brotofen gebaut. Er muss isoliert werden und benötigt eine Trocknungszeit von sechs Monaten. Spätestens zu Beginn des nächsten Herbstes dürfte alles fertig sein. „Wir sind ungeduldig, dass es so lange dauert“, gibt Claudia Mennicken zu. In der Zwischenzeit haben sie schon einmal ein paar Pflanzen besorgt. „Wir haben Johannisbeersträucher von der Gemeinde und die Baumpatenschaft für einen Baum übernommen. Maulbeerbäume sollen noch hinzu kommen. Sie sind sehr trockenresistent und Himbeeren möchten wir pflanzen.“ Pflücken darf jeder, der mag. In der Nähe ist ein Spielplatz. „Ich stelle mir vor, wie die Kinder von der Schaukel hüpfen, um Himbeeren zu naschen.“

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    Dorfsaal wird “grün”

    Unter der Woche nutzen ihn die Tanzgruppen, Musikvereine und Jugendlager. Am Wochenende finden auch mal...
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    Unter der Woche nutzen ihn die Tanzgruppen, Musikvereine und Jugendlager. Am Wochenende finden auch mal Großveranstaltungen oder sogar Highlight-Veranstaltungen wie das Dart-Event im November statt. Im neuen Dorfsaal in Oudler ist an circa 120 Tagen im Jahr etwas los. Jetzt hat der Saal eine neue Photovoltaik-Anlage erhalten und kann mit grünem Strom betrieben werden.

    Der neue Dorfsaal übersteht zwei schwere Krisen
    Der Dorfsaal Oudler wurde von der Firma Elsen in Zusammenarbeit mit X-Wood, der Schreinerei Messerich, FD Electric und zahlreichen Freiwilligen gebaut. Gerd Hennen ist Schriftführer der VoG Dorfsaal Oudler. Er erzählt: „Es gab Samstage, an denen an die hundert Leute geholfen haben. Wir haben viele Schreiner, Elektriker und Maurer im Dorf und sie haben alle mit angepackt. Mittags haben die Dorffrauen Essen zubereitet und am Ende des Tages gab es ein Feierabendbierchen. Es war schade, dass Corona kam.“ Der Dorfsaal wurde 2020 fertig. Während zwei Jahren fanden keine Veranstaltungen statt. „Kredite mussten trotzdem abbezahlt werden“, fährt Gerd Hennen fort. „Corona hätte uns fast den Hals gebrochen.“ Nach der Covidkrise ging es endlich los mit Veranstaltungen. Dann jedoch begann der Ukrainekrieg und die Energiekosten erreichten ungeahnte Dimensionen. „Wir vermieten nicht“, sagt Gerd Hennen. „Wir stellen den Saal zur Nutzung bereit.“ Bei einem Kilowattpreis von 59 Cent ergaben das für eine mittlere Veranstaltung zwischen 300 – 400 Euro Elektrizitätskosten.

    Infoveranstaltung bringt PV-Anlage ins Spiel
    Als Courant d’Air, eine Bürgergenossenschaft für erneuerbare Energien, die im Osten Belgiens aktiv ist, eine Infoveranstaltung in Oudler gab, wurde schnell klar, dass der Dorfsaal sich sehr gut für eine Energieversorgung per PV-Anlage eignet. „Ich hatte an eine Südausrichtung mit 45 Grad Neigung gedacht“, sagt Gerd Hennen, „aber das macht man heutzutage eigentlich gar nicht mehr.“ Um nicht mehr nur die Spitzen an Energie abzubekommen, wird eine Ost-West-Ausrichtung der Module empfohlen. Mit der Unterstützung vom Bürgerfonds Ostbelgien konnte die 18 Kilowatt Anlage realisiert werden und auch Courant d’Air und Cociter haben geholfen, das Projekt umzusetzen. „Die Anlage deckt unseren Verbrauch und senkt unseren Kilowattpreis von vorher 59 Cent auf 35 Cent“, fasst Gerd Hennen zusammen. Die Ersparnis kann direkt an die Kunden und Veranstalter weitergegeben werden. So steht folgenden Events nichts mehr im Weg.

    Dart-Profis im November in Oudler erwartet
    Das nächste Highlight lässt nicht lange auf sich warten. Am 3. und 04. November findet in Oudler ein Dart-Event der Extraklasse statt. Stars der Branche wie Luke Humphries, Chris Dobey, Ian White, Rowby-John Rodriguez und John Henderson werden erwartet. Sie gehören zu den TOP 20 der Welt und werden sich ein spannendes Tête à tête liefern.

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    Unser Bienenprojekt

    44 Kinder besuchen die Gemeindeschule Born, vom Kindergarten bis zur Primarschule. Im Bienenmobil kann der...
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    44 Kinder besuchen die Gemeindeschule Born, vom Kindergarten bis zur Primarschule. Im Bienenmobil kann der neugierige Nachwuchs das emsige Treiben der Bienenvölker beobachten. Damit das auch in Zukunft bequem und sicher geht, wurden mit der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens nun Imkeranzüge in verschiedensten Größen angeschafft.

    Schule bekommt Beemobil geschenkt
    Zwei Jahre lang hatte das Unternehmen PROWIN der Schule ein Beemobil zur Verfügung gestellt. „Eine unserer Lehrerinnen hatte gute Kontakte zu Prowin“, erzählt Claudia Zanzen, Schulleiterin der Gemeindeschulen Iveldingen, Born und Deidenberg. Als die zwei Jahre dann vorbei waren, erfuhren sie zu ihrer größten Freude, dass sie das Mobil behalten durften.
    „Gegenüber der Schule wohnt ein Imker“, erklärt Claudia Zanzen. „Dort haben wir das Mobil hingestellt. Die Kinder können da jederzeit hin.“ Ein weiterer Vorteil: Vom Fenster ihrer Klasse aus können die Kinder das Bienenmobil sehen.

    Die Bienenfrau vom Ministerium
    Weitere Unterstützung erhielt die Gemeindeschule vom Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Karin Messerich, die Bienenfrau vom Ministerium kam regelmäßig vorbei, um Projekte und Aktivitäten rund um Bienen zu organisieren, auch vor dem Bienenmobil. Durch das Beemobil wurde das Thema nahbarer für die Kinder. So konnten sie hautnah erleben, wie die Insekten leben und agieren. „Wenn Karin kam, brachte sie immer das ganze Material mit: Anzüge, Hüte etc.“, weiß Claudia Zanzen. „Wir mussten immer alles vorher ausleihen, bevor wir zu den Bienen gingen. Das war sehr kompliziert.“

    Eigene Schutzausrüstung
    Jetzt hat die Schule ihr eigenes Sortiment an Schutzausrüstung besorgt. Für die Kleinen gibt es das komplette Set, mit Hose, Jacke, Imkerhandschuhen und einem Hut mit Netz und für die Größeren eine gute Jacke, Handschuhe und einen Hut. Den Nachbarn, Herr Born aus Born freut es auf jeden Fall, dass das Projekt weitergeht. Er findet, das ist eine gute Sache. Das Beemobil darf weiterhin bei ihm stehen und er freut sich auf den Besuch der kleinen Nachwuchsimker.

    Der Honig wird übrigens auch geerntet. „Jedes Kind bekommt ein Gläschen mit nach Hause“, sagt Claudia Zanzen. Die letzte Ernte ergab rund hundert Gläser. „Die restlichen Gläser werden auf unserer Nikolausfeier verkauft.“

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    Unser Gartenprojekt

    In Deidenberg wollten Schulleiterin Claudia Zanzen und ihr Kollegium die Natur auf den Schulhof bringen....
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    In Deidenberg wollten Schulleiterin Claudia Zanzen und ihr Kollegium die Natur auf den Schulhof bringen. Gemeinsam mit den Kindern haben sie Hochbeete gebaut, gefüllt und bepflanzt. Ob Bienen- oder Gartenprojekt, Claudia Zanzen ist sich sicher: „Die Kinder lieben das. Die sind immer Feuer und Flamme und bei jedem Wetter dabei.“

    Hochbeete auf dem Schulhof
    Die Hochbeete bestehen aus gestapelten Lagerkisten. Die Kinder haben sie letztes Jahr mit Erde, Ästen und Blättern gefüllt, um verschiedene Schichten zu erzeugen. „Hinter der Schule gab es Muttererde. Die hat die Gemeinde uns geliefert. Das sah ganz schlimm aus“, erinnert sich Claudia Zanzen und lacht. Von außen sehen die Hochbeete nicht so schön aus. „Wir haben noch altes Holz“, fährt sie fort. „Das wird zurecht gesägt und als Verkleidung rundherum angebracht.“ Anschließend werden die Bretter bemalt.

    Erdbeeren, Kürbisse und ein Insektenhotel
    Die Hochbeete stehen mitten auf dem Schulhof. „Wir haben sie mit Erdbeeren und Kürbissen bepflanzt.“ Die Kürbisse sind leider nichts geworden. „Da waren nur Blätter und keine Blüten dran.“ Es gab auch ein Hochbeet mit Kräutern und eins mit Blumen. Und weil Insekten im Ökosystem Natur einen sehr wichtigen Platz einnehmen, haben sie hinter der Schule inmitten einer Blumenwiese, auf der auch Apfelbäume wachsen, ein Insektenhotel aus Paletten installiert.

    Das Gartenprojekt geht weiter
    Das Gartenprojekt der Gemeindeschule Deidenberg ist noch lange nicht beendet. Einmal im Monat werden Ideen ausgetauscht. „Dann schauen wir gemeinsam, wie es mit unserem Gartenprojekt weitergeht“, sagt Claudia Zanzen. „Was machen wir? Was nehmen wir uns vor?“ Der Natur kommen die 45 Schüler in Deidenberg aber nicht nur auf ihrem Schulgelände näher. „Wir merken, dass viele Kinder nicht mehr so viel wie früher nach draußen gehen. Deshalb fahren wir mit ihnen regelmäßig zum Wald.“ So wird die Natur zum Unterrichtsfach.

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    Unser Gartenprojekt „spielend wachsen mit der Natur“

    Claudia Zanzen ist Schulleiterin der Gemeindeschulen von Deidenberg, Born und Iveldingen. Die Gemeindeschule Iveldingen ist...
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    Claudia Zanzen ist Schulleiterin der Gemeindeschulen von Deidenberg, Born und Iveldingen.
    Die Gemeindeschule Iveldingen ist mit ihren insgesamt 60 Schülern die größte der drei Schulen. Hier entwickeln die Kinder ihre Liebe zur Natur. Auf dem großzügigen Gelände der Schule wurden Beete und Insektenhotels angelegt und mit der Hilfe des Bürgerfonds Ostbelgien konnte die Schule nun ihren Garten erweitern, Bäume und Sträucher pflanzen und einen Holzzaun setzen.

    Wie ein Garten funktioniert
    „Unsere Schule besteht aus einem sehr schönen Gebäude“, schwärmt Claudia Zanzen. „Es ist schon alt und wurde umgebaut und es strahlt Geborgenheit aus. Um die Schule herum befindet sich ein schönes Gelände.“ Vor ein paar Jahren kam Sabine Cremer aus Bütgenbach auf die Schulleiterin zu. Sie geht ehrenamtlich in Schulen und bringt Kindern bei, wie ein Garten funktioniert. Daraus entstand eine Kooperation, die andauert.

    Hochbeet, Insektenhotel, Bäume, Sträucher und ein Zaun
    In Zusammenarbeit mit Aves realisieren Sabine Cremer und Alain Plumacher von Aves regelmäßig Projekte an den Gemeindeschulen. Mal legen sie ein Hochbeet an, dann bauen sie ein Insektenhotel. Das Insektenhotel haben sie gemeinsam mit dem Naturparkzentrum Botrange aus Paletten gebaut. „Dieses Jahr haben wir einen Zaun rund um das Insektenhotel gezogen und da drumherum kommt als nächstes eine Blumenwiese für die Insekten. Damit sie genügend Nahrung finden“, erzählt Claudia Zanzen. Die Blumensamen werden von der Gemeinde gestellt. Außerdem konnten sie Bäume und Sträucher pflanzen, darunter Apfel- und Pflaumenbäume, Holunder, Himbeeren und Brombeeren.

    Vandalismus und der Hang mit Frühblühern
    Dass nicht immer alles läuft, wie geplant, ist normal. „Da geht auch schon mal was kaputt“, gibt Claudia Zanzen zu. „Am Anfang hatten wir mit Vandalismus zu tun.“ Die Schule ist außerhalb der Schulzeit ein Treffpunkt für die Kinder, was Claudia Zanzen freut. Nur fand sie eines Tages, die gerade gepflanzten Bäume, herausgerissen auf dem Schulgelände vor. „Wir haben die, die die Bäume rausgerissen haben, nicht bestraft. Sie durften neue Bäume pflanzen.“ Ein bisschen Geld ist noch übrig. „Damit möchten wir einen Hang mit Frühblühern bepflanzen“, verrät Claudia Zanzen. „Mit Schneeglöckchen und Narzissen.“

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    Kreativ mit der Sonne

    Seit mehr als 40 Jahren kann man in der Kreativen Werkstatt in Mürringen seinen Horizont...
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    Seit mehr als 40 Jahren kann man in der Kreativen Werkstatt in Mürringen seinen Horizont erweitern und gemeinsam mit Gleichgesinnten backen, malen, töpfern, nähen und vieles mehr. Jetzt bekommt die Werkstatt dank des Bürgerfonds Ostbelgiens eine PV-Anlage und kann dadurch Strom auf natürliche Weise generieren.

    Was Sonnenenergie leisten kann und was nicht
    Die Kreative Werkstatt in Mürringen befindet sich in einer ehemaligen Lehrerwohnung, gleich neben einer Schule und direkt an der Straße gelegen. Jeden Tag kommen hier Schüler und ihre Eltern vorbei, Teilnehmer, Anwohner und Passanten. Der Eingang des Hauses zeigt Richtung Süden. Die 6 Module der neuen Anlage werden also direkt vor dem Haus platziert und werden gut sichtbar sein für jeden. Hinzu kommt eine Infotafel, die in Zusammenarbeit mit Courant d’Air bzw. Cociter erarbeitet wird, dem „grünen“ Stromversorger der Kreativen Werkstatt. „Courant d’Air hat sich bereit erklärt, erklärende Informationen zusammenzustellen. Darauf soll skizziert werden, warum PV-Anlagen gut sind, was sie bringen und was eben auch nicht. So sollen die Leute langfristig verstehen, was man mit PV machen kann und wann sich eine Anlage nicht lohnt.“

    Von der Mühle bis zum Töpferofen
    Am Anfang des Projektes stand die Frage: Was können wir tun? „Uns war bewusst, dass wir nichts Großartiges tun können“, sagt Raymond Andres. „Aber wir können etwas Kleinartiges tun.“ Viele kleine Dinge, um genau zu sein. Denn die Kreative Werkstatt hat einige Maßnahmen ergriffen. „Vor fünf Jahren haben wir unser Backhaus gebaut, in dem Brot für den Eigenbedarf gebacken wird. In diesem Kontext haben wir uns viel mit Nahrung und Umwelt beschäftigt und herausgefunden, dass es gesünder ist, wenn man Körner frisch mahlt, als wenn man fertiges Mehl kauft.“ Also haben sie sich eine Mühle gekauft. „Wenn wir unser Korn selbst mahlen“, erzählt Raymond Andres, „wird der Weg vom Bauern zur Mühle und von der Mühle zum Geschäft gespart. Das ist zumindest ein kleiner Beitrag, den wir leisten können.“ Eine weitere Maßnahme war die Anschaffung einer Häckselmaschine. „Da gibt es einen kleinen Bering rund ums Gelände, mit Sträuchern, Bäumen und Hecken. Wenn wir die Sträucher einmal im Jahr schneiden, bringen wir die Abfälle gewöhnlich zum Containerpark. Sie landen im Biomüll.“ Mit dem Häcksler sparen sie sich den Weg zum Containerpark und gewinnen Mulch. Verteilt man Mulch in Beeten und rund um Pflanzen, läuft das Wasser nicht so schnell ab, was wiederum Überschwemmungen reduziert und gut für die Pflanzen ist.

    Strombedarf gedeckt
    Die Kreative Werkstatt in Mürringen bietet pro Jahr etwa 500 kreative Aktivitäten an. Aktivitäten, für die Strom benötigt wird. Die Getreidemühle und die Häckselmaschine benötigen Strom. Der neue Töpferofen der Kreativen Werkstatt funktioniert nicht mehr mit Gas, sondern mit Strom. Mal ganz abgesehen vom gewöhnlichen Strombedarf, der ebenfalls gedeckt werden soll. Dies übernimmt ab spätestens Oktober die neue PV-Anlage. Die 6 Module werden pro Jahr mehr als 2000 Kilowatt produzieren. So kann man zukünftig in Mürringen kreativ werden mit der Kraft der Sonne.

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    Rettet unser gemeinsames Haus! Sensibilisierungsworkshops zur Mobilisierung für einen ökologischen Wandel.

    für einen ökologischen Wandel In Zusammenarbeit mit der Mutterorganisation Entraide et Fraternité engagiert sich die...
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    für einen ökologischen Wandel

    In Zusammenarbeit mit der Mutterorganisation Entraide et Fraternité engagiert sich die Miteinander Teilen VoG für die Rettung der Erde, unserem „gemeinsamen Haus“. Hierbei geht es vorrangig um eine Sensibilisierung, die einen ökologischen und sozialen Wandel hervorrufen soll.

    Es gibt nur eine Erde und die geht uns alle etwas an.
    „Mit unserem Projekt folgen wir dem Aufruf Laudato si‘ von Papst Franziskus, der da besagt: Wir müssen etwas tun. Alle gemeinsam und jeder für sich“, erklärt Christel Kalf, Animatorin der Miteinander Teilen VoG. „Es gibt nur eine Erde und die geht uns alle etwas an.“ Die Miteinander Teilen VoG hat sich daher zum Ziel gesetzt, Organisationen und Gruppierungen, die Interesse am Thema haben, aktiv zu begleiten und nach Kräften zu unterstützen. Hierfür stellt sie auf der zweisprachigen Webseite www.maisoncommune.be nützliche Hilfsmittel zur Verfügung, unter anderem die Ökodiagnose. Über ein Formular mit elf Punkten findet eine Bestandsaufnahme der Ist-Situation statt. Hier wird die eigene Situation und das eigene Verhalten analysiert. Verwendet man grüne Energie? LED? Schaltet man Lampen aus, sobald man Räume verlässt? Man wird konfrontiert mit den Fragen: Was haben wir? Wie leben wir? Und worauf haben wir Einfluss beziehungsweise was können wir ändern? Über dieses Hilfsmittel hinaus besteht die Unterstützung seitens Miteinander Teilen auch in der Zurverfügungstellung von Räumlichkeiten, für Workshops, Vorlesungen etc. oder in Form von Beratungs- und Informationsgesprächen. „Was ist der Weg, den ihr einschlagen wollt“, fragt Christel Kalf dann, „Und wie können wir euch dabei helfen?“.

    Kinder erträumen sich ihre Welt
    Darüber hinaus hat die VoG bereits im Juli 2022 damit begonnen, eine Kinder- und Jugendgruppe tatkräftig zu begleiten. Die Teilnehmer sind zwischen 6 und 16 Jahre alt. Es handelt sich um insgesamt 99 Kinder, inklusive Gruppenleiter. „Die Kinder durften sich ihre Welt erträumen“, erzählt Christel Kalf. „Dabei sind sie extrem kreativ und trotzdem unglaublich pragmatisch an die Sache herangegangen.“ Heraus kamen 39 Vorschläge, wovon bereits einige durch die Jugendbewegung umgesetzt. Die weiteren sind noch in der Planung. Wichtig war den Kindern, dass ihr Essen im Lager regional bezogen wird, dass es weniger Fleisch gibt und mehr Gemüse. Sie haben sich aber auch Gedanken um Materialverschwendung gemacht und um Mülltrennung.
    Damit nun auch die Eltern erfahren, was ihre Kinder gemacht und für die Zukunft geplant haben, wird noch bis Ende des Jahres ein Faltblatt vorbereitet.

    Was können wir ändern?
    „Für die kleinen Kindern haben wir uns eine Geschichte ausgedacht“, sagt Christel Kalf. „Darin ging es zum Beispiel um jemanden, der alle Bäume einer Insel abholzt und alles Essbare wegisst. Und dann bemerkt er: Ich habe nichts mehr. Anstatt sich und sein Verhalten zu ändern, denkt er sich: Ich wechsele die Insel.“ Dann haben sie eine Weltkarte angelegt und darauf verschiedene Arten der Verschmutzung bzw. Missstände markiert. Gemeinsam mit den Kindern haben sie überlegt: Was können wir ändern. Wurde eine Lösung gefunden, wurde ein Problem von der Karte entfernt. „Kleidung war zum Beispiel ein Thema. Wie können wir nachhaltiger und sparsamer damit umgehen“, erzählt Christel Kalf. „Warum lohnt sich Second-Hand?“
    Die Kinder hatten Spaß und die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Das Projekt wird fortgesetzt. 

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    Ein Tümpel für die Artenvielfalt

    So naturnah wie möglich soll an der Braunlauf, im Natura2000 Gebiet ein Teich entstehen und...
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    So naturnah wie möglich soll an der Braunlauf, im Natura2000 Gebiet ein Teich entstehen und die Artenvielfalt ankurbeln. Bei Konzept, Entwicklung und Umsetzung darf die Jugendgruppe TeeNature helfen. Das Projekt wird voraussichtlich 2024 umgesetzt.

    Artenvielfalt & Artenschutz
    Im Naturschutzgebiet an der Braunlauf (bei Neundorf) soll ein Tümpel angelegt werden, gegenüber einem alten Häuschen. Hier soll über kurz oder lang ein Beobachtungsposten entstehen. Ziel ist es, zu informieren und zu sensibilisieren und durch Wissen den Artenschutz zu verbessern und langfristig zu garantieren. Bis es jedoch so weit ist und das Projekt endlich losgehen kann, heißt es Anträge einreichen und ein Lastenheft erstellen. Denn der Tümpel soll inmitten eines Naturschutzgebietes integriert werden. Daher muss der Antrag verschiedene Instanzen durchlaufen: Gemeinde, Forstverwaltung etc. Der Prozess dauert etwa drei Monate.

    Eine Heimat für den Eisvogel
    „Unser Teich soll zwischen 60 – 90 Quadratmeter groß werden“, erklärt Alexander Rauw. „Und in die Fläche integriert werden. Wir möchten später nicht mehr aktiv eingreifen.“ Im Norden wird er steiler angelegt sein, während er im Süden flach abläuft. So können sich in den verschiedenen Zonen verschiedene Pflanzen ansiedeln. „Er wird etwa einen Meter fünfzig tief sein, damit Fische dort im Winter überleben können“, fährt Alexander Rauw fort. „Die Südseite gestalten wir steiler, damit der Eisvogel sich niederlassen kann.“

    TeeNature
    Die Jugendgruppe der Natagora wird aktiv in das Projekt eingebunden. „Sie können zum Beispiel aufmessen gehen und sich überlegen, wie der Tümpel auszusehen hat“, erklärt Natagora-Präsident Guido Arimont. „Wir zeigen ihnen auch die Städtebaugenehmigung und sie können mitverfolgen, wie sich die Arbeiten entwickeln.“ Später können die TeeNature vor Ort Insekten oder sogar den Biber beobachten, Pflanzen bestimmen und die Natur in vollen Zügen genießen. Die Baggerarbeiten können nach Erhalt der Genehmigung beginnen.

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    Netzwerk Natur Ostbelgien

    Zusammenarbeit ist wichtig und weil man gemeinsam oftmals mehr erreicht, haben sich die fünf größten...
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    Zusammenarbeit ist wichtig und weil man gemeinsam oftmals mehr erreicht, haben sich die fünf größten Naturschutz-Akteure Ostbelgiens zu einem Netzwerk zusammengetan. Gemeinsam möchten die Natagora BNVS, die Aves Ostkantone, Patrimoine Nature, der Naturpark Hohes Venn Eifel und das Haus Ternell die Menschen für mehr Natur- und Artenschutz sensibilisieren.

    Das Netzwerk Natur Ostbelgien klärt auf
    Das Netzwerk Natur Ostbelgien wurde im Frühjahr 2022 gegründet. Erste gemeinsame Veranstaltung bildete der Vortragsabend zum Thema „Belgiens wilder Osten“, der im Mai 2022 im Alten Schlachthof in Eupen stattfand. Es folgten weitere Aktionen, wie das Referat über Wasserläufe Ende des Jahres, die Veranstaltung zum Thema Klimaschutz und Biodiversität im Januar, die Exkursion im Juni zum Bildungshaus Eifel Ardennen (Vogelsang) oder der Vortrag über Biber im Oktober. Ziel ist es, zu sensibilisieren und möglichst viele Leute zu erreichen. „Der Biber zum Beispiel ist ein Landschaftsgestalter, über den sich nicht jeder freut“, sagt Guido Arimont, Präsident der Natagora/BNVS. „Aber es gibt Lösungen, um die Situation zu entschärfen. Denn auch der Biber leistet einen guten Beitrag zur Biodiversität und zum Klimaschutz.“

    Ein Netzwerk mit Zukunft
    Guido Arimont glaubt an den Erfolg des Netzwerks: „In weniger als zwei Jahren ist so viel passiert“, sagt er. „Wir sind zusammengewachsen. Das ist richtungsweisend, was hier passiert.“ Sicher ist: Es wird weitere Veranstaltungen geben. In Büllingen wird in Kürze ein Vortragsabend zu invasiven Arten mit anschließender Diskussion organisiert, und im nächsten Frühjahr wird es eine Veranstaltung zum Thema Moore geben. Hier geht es um die Land- und Forstwirtschaft und die Problematik der rückläufigen Artenvielfalt. Geplant sind 4 – 5 Veranstaltungen pro Jahr.

    Naturschützer willkommen
    Das Netzwerk soll auch weiterhin wachsen. Wer also als Organisation oder Initiative im Naturschutz tätig ist und sich dem Netzwerk anschließen möchte, ist herzlich willkommen.

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    Konstruktion eines Fahrradstellplatzes für E-Bikes mit solarbetriebener Aufladestation und Fahrrad-getriebenem Stromgenerator

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    Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für neue und interessierte Lehrkräfte

    Seit über 40 Jahren ist das Robert-Schuman-Institut aus Eupen Vorreiter in nachhaltigem Management. Konkret bedeutet...
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    Seit über 40 Jahren ist das Robert-Schuman-Institut aus Eupen Vorreiter in nachhaltigem Management. Konkret bedeutet dies, dass die Schulverwaltung in all ihren Prozessen versucht, nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Ob Abfallmanagement, Einkauf oder Gebäudewirtschaft, hier wird auf schonende Ressourcennutzung geachtet. Diese Entwicklung geht auch an den Schülern nicht vorbei. Auf dem Campus erleben sie, was Nachhaltigkeit im Schulalltag bedeutet. Außerdem gibt es zahlreiche Unterrichtsprojekte, die die Schüler für diese Themen sensibilisieren und befähigen sollen, eine zukunftsfähige Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Das RSI geht noch einen Schritt weiter. Aus den zahlreichen Projekten soll ein strukturiertes Bildungsprogramm für nachhaltige Entwicklung entstehen. Um dies zu erreichen werden neue und interessierte Lehrkräfte in Nachhaltigkeit geschult, so dass sie fähig sind, das Thema zielführend in ihre Unterrichte einzubinden.

    Zukunftsrelevante Kompetenz
    Silke Nütten ist die Koordinatorin für nachhaltige Entwicklung am RSI. Als Supervisor und interner Auditor ist es ihre Aufgabe, regelmäßig die IST-Situation zu überprüfen und die Weiterentwicklung zu fördern. Sie hat eine klare Vision. Vom 1. bis zum 7. Jahr sollen alle Schüler in der Basis der Nachhaltigkeit ausgebildet werden.  „Wir denken, diese Kompetenz ist zukunftsrelevant“, sagt sie. In der Schreinerabteilung zum Beispiel erwerben die Schüler die Fachkompetenz, die sie als Schreiner brauchen. Gleichzeitig lernen sie aber auch Dinge wie: Wie kaufe ich nachhaltiges Holz ein? Welche Alternativen gibt es zu giftigen Leimen? etc. Die eigentliche Herausforderung liegt in der Tatsache, dass Nachhaltigkeit in keinem Lehrplan verankert ist, es aber auch kein neues Fach ist, sondern in jedes Fach integriert werden soll. „Das schaffen wir nur“, betont Silke Nütten, „wenn alle unsere Lehrer darin ausgebildet sind und das nötige Handwerkszeug und die Motivation besitzen.“

    Einführungsworkshop für neue und interessierte Lehrer
    Angefangen wird bei den Neuen. „Wir verpflichten unsere neuen Lehrer, einen Einführungsworkshop für Bildung für nachhaltige Entwicklung zu besuchen“, erklärt sie. Darin lernen sie, was Bildung für nachhaltige Entwicklung ist. „Wie geht das? Wie kann ich das vermitteln.“ Es gibt bisher ein Modul für BNE-Anfänger. Ab dem nächsten Schuljahr wird es zusätzlich ein Modul für Fortgeschrittene geben. Beide Workshop-Module werden einmal im Jahr angeboten. Neben den neuen Lehrern dürfen auch interessierte Lehrer teilnehmen. Als Referentin konnten sie Jasmin Jalajel engagieren. Sie hat selbst ein Nachhaltigkeits-Handbuch für Lehrkräfte geschrieben und berät neben dem RSI auch Hochschulen. Über diese Workshops hinaus, möchte das RSI das Handbuch von Jasmin Jalajel in Kooperation mit der Autorin den eigenen Ansprüchen und Bedürfnissen entsprechend aktualisieren. Der aktualisierte Teil des Handbuchs soll langfristig online veröffentlicht werden und allen Lehrern der Deutschsprachigen Gemeinschaft als Hilfsmittel dienen.

    Alles ist miteinander verknüpft
    Von den 180 Lehrern des RSI haben sich rund 60 bereit erklärt, in einem fächerübergreifenden Team, das sich mit der Förderung für Bildung für nachhaltige Entwicklung am RSI beschäftigen wird, mitzumachen. Die Tendenz ist steigend. Und auch bei den Schülern tut sich immer mehr. Seit drei Jahren müssen die Abiturienten einen Nachhaltigkeitsteil in ihre Endarbeit einbauen. Außerdem wird es im kommenden Schuljahr zum ersten Mal einen Nachhaltigkeitspreis für Endarbeiten geben. Dies gilt für alle Schulen der DG. Silke Nütten träumt unterdessen schon von der Zukunft. „Ziel ist es, mit unseren Lehrern zu schaffen, das Thema der nachhaltigen Entwicklung in all unsere Abteilungen zu integrieren.“ In Mathe werden dann CO2-Verbrauch und ökologischer Fußabdruck berechnet und in Erdkunde der Lebenszyklus eines Handys beleuchtet. „Die Schüler sollen am realen Gegenstand lernen, mit Beispielen aus ihrer Welt und das Verständnis erlangen, dass alles miteinander verknüpft ist.“

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    Lust auf Rad! Bau eines überdachten Fahrradstellplatzes für die Schulgemeinschaft

    Sicher mit dem Rad zur Schule kommen. Das haben sich die Eltern, Schüler und Lehrer...
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    Sicher mit dem Rad zur Schule kommen. Das haben sich die Eltern, Schüler und Lehrer seit Langem gewünscht, doch in der Städtischen Grundschule der Oberstadt Eupen fehlte es an Fahrradstellplätzen und an einem sicheren Ort zum Ankommen. Jetzt nicht mehr. In Zusammenarbeit mit dem Mobilitätsschöffen der Stadt Eupen, Michael Scholl, und dank der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens, konnte ein neues Konzept rund um die Schule entwickelt und umgesetzt werden, inklusive eines überdachten Fahrradunterstellplatzes, zwei sicheren Kiss & Ride Zonen und einer neuen Ampel, die die Sperrung der Unteren Hisselsgasse zu den Stoßzeiten der Schule regelt.

    Eine Schule mitten im Stadtzentrum
    „Unsere Schule liegt im Stadtzentrum“, erklärt die Schulleiterin Sandra Mentenich-Huppermans. „Hier fahren viele Autos durch. Die Situation ist schwierig.“ Am Zebrastreifen stehen jeweils zwei Lehrkräfte, um den Schülern die Überquerung zu erleichtern. „Wir haben ein Mobilitätsprojekt, das wir gemeinsam mit dem Elternrat führen. Dort haben wir ein Konzept ausgearbeitet, das die Sperrung der Unteren Hisselsgasse und der Schulstraße zu Schulzeiten vorsieht.“ Als sie das neue Konzept testen wollten, gab es in Eupen viele Baustellen. „Wir wollten nicht noch mehr Chaos verursachen und haben nur die Untere Hisselsgasse gesperrt.“ Aber selbst das führte bereits zu einer enormen Verbesserung. „Die Situation vor der Schule wurde viel, viel ruhiger“, erinnert sich die Schulleiterin.

    Ein Stellplatz für Fahrräder, E-Bikes, Roller und Bobbycars
    Der Fahrradunterstellplatz wurde ebenfalls dringend benötigt. „Wenn wir unsere Räder nicht unterstellen können, können wir nicht mit dem Rad zur Schule kommen“, bekam die Schulleiterin zu hören. Viele der Lehrer und Kinder fürchteten auch, dass ihre Räder beschädigt werden könnten. „Also haben wir uns um einen Stellplatz bemüht“, erklärt Sandra Mentenich-Huppermans. „Ein Vater aus dem Elternrat hat sich darum gekümmert.“ Der Stellplatz besteht aus Holz. Er wurde von der Stadt Eupen aufgebaut. Es handelt sich um zwei Carports, die aneinandergesetzt wurden. Das Dach besteht aus Wellblech. In Kürze erhält der Unterstellplatz noch eine Rückwand und dann können nicht nur Fahrräder und E-Bikes, sondern auch Roller, Bobbycars und Kettcars dort untergestellt werden.

    Sicher ankommen
    „Wir hatten außerdem keinen richtigen Vorplatz, keinen Ort zum Ankommen.“ Eine breite Hecke versperrte den Weg, so dass Eltern kaum mit ihren Kindern, geschweige denn mit Kinderwagen daran vorbeikamen. Außerdem fahren die Autos die Kiss & Ride Zone direkt neben dem Bürgersteig an. „Wir hatten Angst, dass da eines Tages mal etwas passiert.“ Soweit kam es zum Glück nicht. Der Mobilitätsschöffe hat es bewilligt und die Gemeinde hat die Hecke entfernt. „Wir sind super dankbar für den tollen Vorplatz“, fasst Sandra Mentenich-Huppermans zusammen. Der Verkehr wird mittlerweile von einer Ampel geregelt und die Situation vor der Schule ist entschärft. Endlich können die Schüler sicher ankommen.

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    Sensibilisierung zum nachhaltigen Konsum von Lebensmitteln

    Was machst du bereits, um Verpackungsmüll zu vermeiden? Was machst du im Alltag, um weniger...
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    Was machst du bereits, um Verpackungsmüll zu vermeiden? Was machst du im Alltag, um weniger Lebensmittel zu verschwenden? Was erwartest du von dir, von den Händlern und von der Politik? Diesen und weiteren Fragen ist die WFG im Rahmen ihres LEADER Projektes „Neues Leben für unsere Dörfer“ in den Südgemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft nachgegangen und hat dabei auch Inspiration in den Sekundarschulen gefunden.

    Onlineumfrage: Was können wir bewirken?
    „Unser LEADER-Projekt läuft bereits seit sieben Jahren“, erzählt Damien Haag, Projektmanager der WFG. Eine der letzten Aktionen des Projektes widmet sich dem Thema lokal hergestellter Produkte, den regionalen Produzenten sowie dem nachhaltigen Konsum und möchte Wege zur Verbesserung aufzeigen. Hierfür hat die WFG eine Onlineumfrage entwickelt. „Wir wollten die 15 bis 30-jährigen erreichen und sind aktiv in die Schulen gegangen“. Die WFG hat dafür Flyer entworfen und diese mit einem QR-Code versehen, der direkt zur Onlineumfrage führte und so etwa 300 Antworten erhalten. „Diejenigen, die interessiert waren, haben wir anschließend zu einer Gesprächsgruppe eingeladen“, berichtet Damien Haag. Die Gesprächsrunde fand in St. Vith statt, es haben insgesamt neun Personen daran teilgenommen. „Dort haben wir die Antworten der Umfrage vorgestellt und gemeinsam ausgewertet.“ Im Raum stand auch die Frage: „Was können wir als kleiner Player bewirken?“

    Zero Waste ODER eigene Behälter willkommen
    Auch die Interkommunale IDELUX war dabei vertreten. Sie stellte das Prinzip der „Zero Waste“- Gemeinden vor. Eine Idee zur Reduzierung von Verpackungsmüll ist unter dem Titel „Contenants bienvenus“ in der Wallonie bereits bekannt.  Geschäfte, die einverstanden sind, Lebensmittel in mitgebrachten, sauberen Behältern zu verpacken, können dies durch einen Aufkleber am Schaufenster oder der Theke sichtbar mitteilen. Im Süden der deutschsprachigen Gemeinschaft ist dieses Prinzip bisher nur wenig bekannt. Das soll sich nun ändern, denn die WFG hat sich die IDELUX-Kampagne zum Vorbild genommen und ein entsprechendes Pendant in deutscher Sprache umgesetzt.

    „Einfälle statt Abfälle“
    Beim Projektaufruf „Einfälle statt Abfälle“ werden die lebensmittelverarbeitenden Betriebe in der belgischen Eifel angeschrieben und dazu aufgerufen, Ideen einzureichen, wie sie ihren Verpackungsmüll oder Lebensmittelverschwendung reduzieren können. „Die Betriebe haben bis zum 31. Oktober Zeit, ihre Projekte bei uns einzureichen“, sagt Damien Haag. „Das oder die besten Projekte werden, dank der Unterstützung des Bürgerfonds, finanziell bei der Umsetzung unterstützt“.

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    Nachhaltiges und autarkes Bewässerungssystem für den Schulgarten des ZFP

    Nachhaltiges und autarkes Bewässerungssystem für den Schulgarten des ZFP. Die Schulwiese des Zentrums für Förderpädagogik...
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    Nachhaltiges und autarkes Bewässerungssystem für den Schulgarten des ZFP. Die Schulwiese des Zentrums für Förderpädagogik (ZFP) ist etwa 3.000 Quadratmeter groß. Zwei Nachbarn stellen sie dem ZFP kostenlos zur Verfügung. Das Gelände liegt allerdings auf der anderen Straßenseite und verfügte bisher über keine feste Wasserzufuhr. Das machte das Gießen der vielen Beete zu einer mühseligen und zeitintensiven Angelegenheit. Nun ist Schluss damit. Dank der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgien konnte ein Wassertank angeschafft werden, der 10.000 Liter fasst. In einem zweiten Schritt werden vom Tank aus Tropfschläuche bis in die Beete verlegt.

    Es musste eine Lösung her
    Geoffrey Schreuer ist Fachlehrer für Gartenbau in der Sekundarschule. Er weiß, wie umständlich die Bewässerung bisher war. „Mal haben wir einen Schlauch über die Straße gelegt und ein LKW fuhr drüber. Dann haben wir IBC-Tanks an öffentlichen Zapfstellen gefüllt und mussten viermal am Tag fahren“, erzählt er. „Es musste eine Lösung her.“

    Eine Wiese für Obst, Gemüse, Hühner und Bienen
    Seit 3 Jahren ist das ZFP im Gemüseanbau tätig. Mit dem frischen Obst und Gemüse werden die Kochklassen beliefert. Doch nicht nur Geoffrey Schreuer und seine Schüler nutzen die Wiese. Ein Kollege hält auf einem Großteil des Geländes Hühner. Knapp 20 Stück. Sie liefern jeden Tag frische Eier. Eine andere Kollegin ist Imkerin und leitet ein Bienenmodul, das die Schüler wählen können. Sie helfen mit, können in richtigen Imkeranzügen aktiv werden, Waben säubern und Honig ernten. Über den Wassertank haben sich auch die Kollegen des „lebendigen Klassenzimmers“ gefreut. Denn die Hühner und Bienen haben ebenfalls einen hohen Wasserbedarf. Im Sommer wurde ein kleiner Gartenteich angelegt, welcher Dank des großen Wassertanks in den warmen Monaten bei Bedarf aufgefüllt werden kann. „Wir haben auch einen Obstgarten mit Bäumen, Erdbeerbeete und Johannisbeersträucher. Aus den Früchten machen wir Saft“, erklärt Geoffrey Schreuer. „Wir haben ein Kartoffelbeet, zwei Bohnenbeete. Wir pflanzen Erbsen an, Wurzelgemüse, Kohlarten…“ Die Liste ist lang. Teilweise helfen die Schüler beim Anbau. Aber auch Lehrer werden aktiv. Der Garten wird viel genutzt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene kommen in ihren Pausen hierher. Manche, um sich auszutoben, andere um zu verschnaufen.

    Die Wasserversorgung ist geregelt
    Ende Mai 2023 wurde der Wassertank geliefert. Er fasst zehn Kubik. „Im Sommer war er richtig voll“, sagt Geoffrey Schreuer. So konnte fast der gesamte Bedarf gedeckt werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: „Dieses Jahr war das erste Jahr, wo wir richtig viel Gemüse geerntet haben.“ Die Ernte fiel so gut aus, dass eine der Kochklassen kein Gemüse hinzukaufen musste. Die Schüler lernen mit dem zu arbeiten, was die Natur gerade bereithält und sie trotzdem eine volle Mahlzeit für die gesamte Gruppe liefern können. Und selbst danach blieb noch Gemüse für die anderen Kochklassen übrig, die es ebenfalls dankbar verarbeiten und gemeinsam verzehrten. Jetzt, wo die Wasserversorgung geregelt ist, befassen sich Geoffrey Schreuer und Fachbereichsleiterin Isabelle Schröder mit dem nächsten Problem: der Stromversorgung. „Momentan arbeiten wir mit einem Aggregat.“ Zukünftig, so der Plan, könnte vielleicht sogar Solarenergie eine Rolle im Garten des ZFP spielen.

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    Ganzjährig Obst und Gemüse anbauen – Mitten in Eupen

    Ganzjährig Gemüse anbauen und zu sozialen Preisen direkt im kleinen Büdchen an der Straße verkaufen,...
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    Ganzjährig Gemüse anbauen und zu sozialen Preisen direkt im kleinen Büdchen an der Straße verkaufen, das gibt es bei Intego, einem Projekt der CAB Integra VoG, ansässig am Alten Schlachthof in Eupen. Hier lernen Teilnehmer Obst und Gemüse anzubauen, zu verkaufen und seit Kurzem auch, wie man Blumensträuße bindet. Die Nachfrage ist riesig und so wird nun, dank der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens das momentan siebzehn Meter lange Gewächshaus auf circa dreißig Meter erweitert.

    Fit für eine Ausbildung
    Im Intego-Garten treffen Jugend und Integration aufeinander. „Man kann hier herausfinden, was einem liegt, was einem gefällt“, sagt Sarah Reuter, Geschäftsführerin von Intego. Vom Gartenlandschaftsbau, Hecken pflegen, Rasen mähen, mit Maschinen arbeiten, über Floristik, also Blumensträuße binden bis hin zum Verkauf, kann man sich hier langsam an verschiedene Tätigkeitsbereiche herantasten und sich mit ihnen vertraut machen. Wer das Intego-Programm absolviert, ist fit für eine Ausbildung. Ziel ist die vollständige Integration in den Arbeitsmarkt.

    So naturnah wie möglich
    Clara Falkenberg ist Gärtnerin bei Intego. Sie liebt ihre Arbeit und bildet gerne aus. Ihre Philosophie: So naturnah wie nur möglich. „Wir bedecken nichts mehr mit Plastik“, erklärt sie. „Wir machen unseren eigenen Dünger und pflanzen Blumen, die Insekten anlocken. Nützlinge, die eben nicht nur schön sind, sondern nützlich. Mein Anliegen ist es, den Garten so naturnah wie nur möglich zu gestalten. Wir möchten den Kreislauf schließen und so wenig wie möglich von außen hinzukaufen.“ Dazu gehört eben auch die Verlängerung der Saison mittels Gewächshaus. So können sie das ganze Jahr hindurch Feldsalat, Wintersalat und Radieschen anbauen. Die Vorbereitungen für die Gewächshaus-Erweiterung sind abgeschlossen. In Kürze werden die Arbeiten erfolgen. Denn Honigmelonen sollen noch dieses Jahr aus der Erde sprießen. Ab März werden dann Tomaten und Paprika an gleicher Stelle angepflanzt.

    Wir können noch mehr…
    „Wir können noch mehr anbauen“, sagt Clara Falkenberg. Auf einem bisher ungenutzten Stück Land haben sie eine Streuobstwiese angelegt, mit Pflaumen-, Apfel- und Birnbäumen und einer Wildblumenwiese. Hier ist ein wertvoller Lebensraum für Insekten und Vögel entstanden. Zukünftig soll ein Bewässerungssystem die Bewirtschaftung des Gartens vereinfachen. „Wir möchten auch einen Container hinzufügen“, verrät Sarah Reuter. „Für eins-zu-eins-Meetings.“ Denn Intego hat personaltechnisch aufgestockt. Seit Kurzem wird Clara Falkenberg von einer Sozialarbeiterin im Garten unterstützt. So kann sie sich auf die Vermittlung beruflicher Kompetenzen konzentrieren und ihre Kollegin die soziale Komponente abdecken.

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    Move & Create – ein Europa Film Projekt

    „Die Jugendlichen wollten einen Film drehen, eine Mischung aus Roadtrip Movie und einer Geschichte von...
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    „Die Jugendlichen wollten einen Film drehen, eine Mischung aus Roadtrip Movie und einer Geschichte von Jugendlichen, die von zu Hause abhauen und etwas Tolles erleben“, erklärt Luca Johnen, Jugendarbeiter im Jugendtreff Inside. Er und Steffen Kaup, Jugendarbeiter von Area48 haben das Projekt geplant. Die Idee stammte von einem Jugendlichen aus dem Jugendtreff Area48. Für die Umsetzung ging es für eine Woche in den Süden Frankreichs, wo Luca Johnen und sein Kollege Dario Kockartz, gemeinsam mit sechs Jugendlichen  in verschiedenen Skateparks gefilmt haben.

    Die Grundidee

    Eigentlich sollte es ein Trip durch Westeuropa werden. Die Reise sollte zwei Wochen dauern und durch Südfrankreich, Spanien und Portugal führen. „Aufgrund des enormen Aufwands haben wir das Konzept auf eine Woche gekürzt und auf Südfrankreich beschränkt“, erzählt Luca Johnen. Insgesamt sechs Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren haben teilgenommen, darunter vier Jungs und zwei Mädchen. „Die Mädchen haben gefilmt und die Jungs sind geskatet.“

    Coole Kamerafahrten und neue Tricks

    In Frankreich haben sie eine Woche lang gemeinsam in einem Haus gewohnt und insgesamt sieben Skateparks abgefahren. Eine längere Ausfahrt führte sie dabei nach Marseille, zu einem Skatepark, der aus Tony Hawk’s Proskater bekannt ist. Hier war einiges los, so dass die Jugendlichen in Kontakt mit anderen Skatern kamen. „Sie haben neue Tricks ausprobiert und coole Kamerafahrten“, sagt Luca Johnen. „Sie haben so viel gelernt. Sozialkompetenz, wie es ist, zusammenzuleben. Sie haben gelernt, was Planung und Vorbereitung bedeuten und was alles schiefgehen kann.“

    Bemerkenswerte Entwicklung

    Nun muss das Material nur noch zu einem oder mehreren Videos zusammengeschnitten werden. Unglücklicherweise fehlt es hierfür laut Luca Johnen momentan ein wenig an Motivation, weshalb die Jugendarbeiter darüber nachdenken, den Zusammenschnitt des Materials outzusourcen. Nichtsdestotrotz fasst er zusammen: „Das Projekt ist zwar ganz anders gelaufen als ursprünglich geplant, aber ich fand die Entwicklung der Jugendlichen sehr bemerkenswert.“ Insofern war das Projekt ein voller Erfolg.

    Mit der freundlichen Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens konnte die Unterkunft in Südfrankreich, die Verpflegung sowie die Busfahrt finanziert werden.

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    DOCK48 – ein Schiff geht vor Anker

    Sechszehn Meter lang ist das Holzschiff, das bereits ein Leben auf dem Ozean verbracht hat...
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    Sechszehn Meter lang ist das Holzschiff, das bereits ein Leben auf dem Ozean verbracht hat und nun einer neuen Destination zugeführt wird. Denn das Ehepaar, in dessen Besitz das Schiff dereinst war, hat es dem Jugendzentrum AREA48 vermacht. Dort soll es, fern vom Wasser, ins Grundstück selbst integriert werden.

    Die Idee hinter dem Projekt

    „Das Ehepaar wollte das Schiff verschenken und es sollte ein sozio-kulturelles Projekt sein“, erzählt Steffen Kaup, Leiter des Jugendzentrums AREA48 in Raeren. Er erinnert sich an die ursprünglichen Ideen. „Erst wollten wir damit segeln gehen. Das hat aber nicht funktioniert. Dann wollten wir es zu einem Spielschiff umfunktionieren. Aber auch das ging aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht.“ Schlussendlich hatte Steffen Kaup die Idee, das Schiff ins Grundstück des Jugendzentrums selbst zu integrieren. „Wir möchten es als Live-Bühne verwenden, für Konzerte und Theaterstücke und den Innenraum so ausbauen, dass wir ihn als Beratungsraum nutzen können“, sagt er. Über eine Terrasse mit Steg wird man das Schiff betreten können.

    In Zusammenarbeit mit …

    Landschaftsarchitekt Peter Weynand von Werkstoff Grün steht dem Jugendzentrum fachlich zur Seite. Er hat die Pläne gezeichnet und kümmert sich um das Bauliche. Denn es müssen Bauanträge gestellt werden und durch die Nähe zur Kirche auch Bestimmungen des Denkmalschutzes beachtet werden. Doch der Antrag ist mittlerweile genehmigt und die Arbeiten können in Kürze beginnen.

    Herausforderung Transport & Konservierung 

    Eine Herausforderung stellte neben dem Transport auch die Restaurierung des Schiffes dar. Es lag in einem belgischen Hafen vor Anker und musste des nachts und per Sonder- bzw. Schwertransport über die Autobahn befördert werden. Eine aufwendige Maßnahme, die nur dank der Förderung des Bürgerfonds Ostbelgiens möglich gemacht werden konnte. Bevor das Schiff im Rahmen der anstehenden Baggerarbeiten ins Grundstück integriert wird, muss es außerdem gegen Witterungseinflüsse abgesichert, d.h. landtauglich gemacht werden. Hierbei werden Studenten des Studiengangs Holzkonservierung (welcher Uni/Hochschule) helfen.

    Die neuen Räumlichkeiten werden voraussichtlich im späten Frühjahr 2023 bezogen werden können.

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    Begegnungsraum Kinder und Kultur

    Hanan El-Khouri ist Geschäftsführerin der Erwachsenenbildungseinrichtung Frauenliga VoG. Ihr ist es wichtig, dass auch Kinder...
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    Hanan El-Khouri ist Geschäftsführerin der Erwachsenenbildungseinrichtung Frauenliga VoG. Ihr ist es wichtig, dass auch Kinder aus sozial schwachen Familien Zugang zu kulturellen und musikalischen Angeboten erhalten. Die Frauenliga betreibt das Haus der Familie in Kelmis, einen sozialen Treffpunkt, an dem genau solche Aktivitäten und Kurse angeboten werden.

    Kurse und Angebote im Haus der Familie

    Im Haus der Familie gibt es Angebote für Klein und Groß: den Kinderhort, den Eltern-Kind-Treff, aber auch Sprach- und Kreativkurse oder Beratungsangebote. Im Rahmen des Projektes „Begegnungsraum Kinder und Kultur“ können Kinder ab 5 Jahren sich für Klavier- und Gitarrenunterricht anmelden. Sie lernen kochen und erfahren, was gesund ist und was nicht. Sie können an Ferienspielen teilnehmen, Arabisch lernen und so eine Verbindung zu ihren eigenen Wurzeln aufbauen oder Kelmiser Platt. Denn das eigene Kulturgut möchte eben auch gepflegt werden. Und das Ganze wird zu einem sehr sozialen Preis angeboten, so dass es so vielen Kindern und Familien wie nur möglich offensteht.

    Zugang zu Musik & Kultur

    „Es ist oft so, dass nur Kinder aus kulturbegeisterten Familien oder Familien, die genug Geld haben, Zugang zu Musikunterricht erhalten“, erzählt Hanan El-Khouri. Doch auch Kinder aus sozial schwachen oder kinderreichen Familien können in ihrer Entwicklung von niederschwelligem Unterricht enorm profitieren. „Musik und Kultur ist und sollte nichts Elitäres sein“, sagt sie. Im Haus der Familie steht der Spaß im Vordergrund. Die Kinder sollen Spaß an Musik und Sprache entwickeln und einen ungezwungenen Umgang mit beidem erlernen. Sie sollen Dinge ausprobieren dürfen und die Gelegenheit erhalten, sich zu entfalten und zu entwickeln.

    Was in Kindern steckt, wenn man sie fördert

    „Es ist schön zu sehen, wie die Kinder nach nur zwei bis drei Monaten schon Stücke auf dem Klavier spielen können. Die Eltern sind total stolz“, erzählt Hanan El-Khouri vom letzten Klavier-Abschlussfest. „Es ist eine tolle Erfahrung zu sehen, was in Kindern steckt, wenn man die fördert und es ist wirklich schade, wenn keine Förderung stattfinden kann. Wir leben in einer so schnelllebigen Zeit und in dem ganzen Alltagsstress oder auch im Krisenmodus, in dem einige von uns feststecken – erste Corona, dann Krieg, dann Energiekrise – bleiben die Kinder manchmal auf der Strecke.“ Daher sind Angebote wie die des Hauses der Familie so wichtig. Gerade für Eltern, die am Anschlag leben und finanziell oder auch psychisch nicht mehr in der Lage sind, ihre Kinder zu fördern. Im Haus der Familie sind alle Kinder willkommen.

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    Once upon a time

    „Once upon a time – Es war einmal“ ist ein musikalisches Märchen, das im März...
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    „Once upon a time – Es war einmal“ ist ein musikalisches Märchen, das im März 2023 vom 60-köpfigen Harmonieorchester Eupen in Begleitung  von ca. 200 Kindern aus den Eupener Primarschulen unter der musikalischen Leitung des Dirigenten des Harmonieorchesters, Frédéric Collinet aufgeführt werden wird. Die Proben haben bereits begonnen und der Spaß kennt keine Grenzen.

    Jedes Kind soll schnuppern dürfen

    Das Stück von Jan Van der Roost, einem bekannten belgischen Komponisten umfasst insgesamt vier Geschichten aus dem Universum der Gebrüder Grimm: der goldene Schlüssel, Rotkäppchen, Rumpelstilzchen und Dornröschen. Die Besetzung besteht aus einem Orchester, einem Kinderchor und Erzählern. „Es handelt sich um ein soziales Projekt“, erklärt Natascha Dédericks, Flötistin und Präsidentin des Harmonieorchesters. Bei uns soll jedes Kind mal schnuppern dürfen.“ Auch der Eintritt soll so günstig wie möglich gehalten werden. Wir möchten dass jedes Kind an diesem Projekt mitwirken darf, unabhängig seiner musikalischen Vorkenntnisse und Begabungen und die Welt der Bühne kennen lernt. Und hoffentlich vor einem ausverkauften Saal ein grandioses Konzert miterleben kann.

    Vorbereitungen sind in vollem Gange

    200 Kinder aus den 3. – 6. Primarschuljahrgängen haben sich eingeschrieben. Marc Lemmens, ein bekannter Musikpädagoge aus unserer Gegend wird einige Male die Kinder und Lehrpersonen in den Schulen coachen. In diesen Stunden bringt er den Kindern bereits erste Rhythmen und Lieder bei und gibt den Lehrpersonen Tipps für die Weiterarbeit. In manchen Schulen ist dieser Unterricht in den Musikunterricht eingebettet, in anderen in den Deutschunterricht. Denn das finale Stück wird auf Deutsch aufgeführt und die Muttersprache einiger Kinder ist Französisch.  Lehrerinnen, die auch in unserem Orchester musizieren, haben Informationsmaterial, Rätsel und Spiel zu den Grimmmärchen den Schulen zur Verfügung gestellt. So können die Märchen auch noch in andere Unterrichte einfließen. „Die Liedtexte sind wie Gedichte geschrieben, relativ kurz und vieles wiederholt sich“, erklärt Natascha Dédericks. So fällt es den Kindern leichter, sich die Liedertexte zu merken. Die gemeinsamen Proben beginnen im Februar, wo dann der Kinderchor, Erzähler und Orchester aufeinandertreffen und die Größe des Projektes für alle Beteiligten sichtbar wird.

    Hauptveranstaltung im März 2023

    „Es wird eine große Bühne geben“, verrät sie weiter, „wo Orchester, Kinderchor und Erzähler Platz finden werden“. Professionelle Unterstützung bekommen wir von Dakotec, die die Stimmung der verschiedenen Märchen ins rechte Licht rücken und für den guten Ton sorgen werden, damit auch in den hinteren Rängen des Saals alles Glasklar rüber kommt. Die Kunstabteilung vom RSI Eupen gestaltet die Bühnenbilder, Plakate, Eintrittskarten und Flyer. Erste Entwürfe konnten wir bereits in Augenschein nehmen und wir sind begeistert von deren Talenten. Eintrittskarten können an verschiedenen Vorverkaufsstellen zum kleinen Preis erworben werden. Pro Aufführung stehen ca. 550 Sitzplätze zur Verfügung.

    Wann? Sa 11/03 um 20 Uhr und So 12/03 um 15 Uhr
    Wo? PDS-Saal, Kaperberg Eupen

    Infos zu Anmeldungen & Vorverkaufsstellen bei Natascha Dédericks unter +32 (0)498 824 364 (nach 17 Uhr) oder unter [email protected]

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    Willkommen Saxo Spaß – Welcome Saxo Fun

    Freude, Lernbereitschaft und Spaß am Musizieren, das sollen die Teilnehmer der Projekttage „Willkommen Saxo Spaß“...
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    Freude, Lernbereitschaft und Spaß am Musizieren, das sollen die Teilnehmer der Projekttage „Willkommen Saxo Spaß“ mitbringen. Im Februar 2023 geht es los. Die Projekttage inklusive Workshops verteilen sich auf das gesamte Jahr. Jugendliche ab 14 Jahre, die im Saxophonspielen fit sind, können sich ab sofort anmelden. Nach oben hin gilt keine Altersgrenze. Auch Wiedereinsteiger sind herzlich willkommen. Begleitet werden die Jugendlichen vom Music-Team des Euregio SaxophoneOrchestra.

    Das Euregio Saxophone Orchestra

    „Wir sind ein reines Saxophon-Orchester“, erzählt Bernd Klever, der Öffentlichkeitsbeauftragte des Projektorchesters. „Anders als in einem Verein, engagieren sich unsere Musiker immer nur für ein neues Projektjahr. Wir haben einen Probetag pro Monat und drei Konzerte im Jahr.“ Er erklärt weiter, dass das Saxophonorchester aus sieben verschiedenen Instrumenten besteht, dem Sopranino, dem Sopran, dem Alto, dem Tenor, dem Bariton, dem Bass-Bariton und dem Kontrabass-Bariton. Mit diesen sieben Instrumenten kann das Orchester 12-14 Stimmen spielen und alle Stücke werden speziell für dieses Orchester geschrieben. Während eines Projekttages nehmen die Teilnehmer jeweils an vier verschiedenen Workshops teil. Jeder der Workshops widmet sich einer anderen Musikrichtung.

    Klassik, Swing, Jazz, Blues & Rhythmus 

    So kann sich jeder einmal mit Klassik, Swing, Jazz, Blues oder Rhythmus auseinandersetzen. Die Workshops finden jeweils im Vormittag statt. Hier wird pro Workshop ein Stück einstudiert, das dann im Nachmittag zusammen mit dem Orchester gespielt wird. Geleitet werden die Workshops von einem professionellen Masterteam: der Dirigentin und Saxophonistin Annick Henquet, dem Saxophonisten Loic Wergifosse, dem Saxophonisten Arthur Demonceau und dem Schlagzeuger David Lomazzi.

    Projekttage in Eifel, Ostbelgien & Wallonie

    Die Projekttage werden an vier verschiedenen Standorten ausgerichtet. Im Februar in Burg-Reuland, im April in Prüm, im September in Eupen und im Oktober in Verviers. Sie finden samstags von 9 bis 16 Uhr statt. Zusätzlich ist ein Abschlusskonzert mit allen Teilnehmern für 2024 geplant. Gerne dürfen sich Interessenten für einen oder mehreren Projekttagen anmelden. Anmeldung und Teilnahme sind kostenfrei.

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    Mobil in der Unterstadt Eupen unterwegs

    „Die Jugendlichen der Stadt Eupen haben sehr unter Corona und den Maßnahmen gelitten. Außerdem wurde...
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    „Die Jugendlichen der Stadt Eupen haben sehr unter Corona und den Maßnahmen gelitten. Außerdem wurde der Jugendtreff der Unterstadt stark von den Überschwemmungen im Juli 2021 getroffen“, erzählen Werner Kalff, Jugendarbeiter des Jugendtreffs Inside in Eupen und Vorstandsmitglied der OJA Eupen und Benedikt Mommer, Jugendarbeiter des Jugendtreffs der Unterstadt Raum Under. Die Räumlichkeiten, wie auch die Ausstattung sind durch das Hochwasser zerstört worden. Mit dem Projekt „Mobil in der Unterstadt Eupen unterwegs“ wollen die Jugendarbeiter den Jugendlichen zeigen „Wir sind für euch da. Ihr könnt kommen.“

    Der mobile Jugendtreff

    Hierfür haben sie sich etwas ganz Besonderes ausgedacht. Einen mobilen Jugendtreff, so könnte man den VW Crafter nennen, den sie dank des Bürgerfonds Ostbelgiens anschaffen konnten. Mittwochs von 14 bis 22 Uhr und freitags von 17 bis 22 Uhr parkt der weiße Lieferwagen am Scheiblerplatz. Er ist prall gefüllt mit Material. Angefangen bei der Tischtennisplatte, einem Kicker, Bälle für Fußball, Basketball und Football, über einen Fernseher mit einer Playstation 4, einem Kühlschrank für Getränke, einem kleinen Backofen, einem Stromaggregat und jeder Menge Sitzmöglichkeiten (Campingstühle, Campingtische und einem Pavillon), bis hin zur Musikanlage inklusive Boxen. Hier hat Langeweile keine Chance.

    Bei Regen & Sonnenschein

    „Bei gutem Wetter bauen wir alles auf. Dann kommen viele Jugendliche“, sagt Benedikt Mommer. „Wenn es regnet, nutzen wir den Pavillon. So können die Jugendlichen immer noch Fifa spielen oder Fortnight.“ Das Angebot zieht vor allem die 15 bis 20-jährigen an. In etwa 30 Jugendliche kehren regelmäßig wieder. Im Durchschnitt lassen sich 15 pro Tag am mobilen Treff blicken. Die Jüngeren gehen zum Oberstädtertreff. Es gibt keine Verpflichtungen und eine Anmeldung ist nicht nötig. Jeder Jugendliche ist herzlich willkommen.

    Idee zum Projekt

    „Alles war kaputt“, erinnert Werner Kalff sich an die Folgen der Flutkatastrophe. „Der Keller war zerstört. Wir müssen von Grund auf neu renovieren. Das kann zwei Jahre dauern.“ Daher die Idee zum mobilen Jugendtreff. Allerdings haben sie sich dagegen entschieden, an verschiedenen Standorten zu halten. „Die Jugendlichen sollen wissen, wann und wo sie uns finden können.“  Und wenn entweder das alte Gebäude renoviert wurde oder ein neues gefunden wurde, dann kann der Transporter immer noch für Umzüge oder Ausflüge weitergenutzt werden.

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    Rap und Spray

    Marie-Claire Hellmann leitet den Jugendtreff X-Dream in Eupen. „Den Jugendlichen ging es nicht so gut...
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    Marie-Claire Hellmann leitet den Jugendtreff X-Dream in Eupen. „Den Jugendlichen ging es nicht so gut während der Pandemie. Sie waren nicht mehr so aktiv. Sie waren niedergeschlagen. Bei manchen hat das sogar in psychische Probleme resultiert“, sagt sie. „Wir haben also gemeinsam mit den Jugendlichen überlegt, was wir machen können. Was macht euch Spaß? Und herauskam: Sprayen und Rap“.

    Sprayen & Rap

    Das Projekt „Rap & Spray als pädagogische Ansätze zur Aufarbeitung der Erfahrungen in der Pandemie-Zeit“ ist ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und durch die Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens realisiert werden konnte. Gemeinsam mit dem Künstler Adrien Toussaint haben 20 Jugendliche mehrere Wände im Jugendtreff gestaltet. Außerdem konnte ein kleines Tonstudio eingerichtet werden, das bereits jetzt, obwohl es noch nicht ganz vollendet ist, von den Jugendlichen bereits regelmäßig benutzt wird.

    Coexist & Safe Place 

    „Wir sind hier eine große Familie“, betont Marie-Claire Hellmann. „Hier sind alle Religionen und Konfessionen vorhanden und alle verstehen sich gut.“ Da verwundert es kaum, dass die Jugendlichen sich für ihr gemeinsames Gemälde im Erdgeschoss des Jugendtreffs für das Thema Coexist entschieden haben. Groß prangt der Schriftzug in der Mitte der Wand und überstrahlt alles. Ein weiteres Gemälde ist auf der ersten Etage entstanden. Es umrahmt den LGBT-Raum des Treffs, der einigen Jugendlichen einmal im Monat als Safe Place dient. Geplant ist noch eines auf dem Treppenabsatz zwischen den Etagen.

    Ein weiteres Außenprojekt folgt

    „Mit dem Geld vom Bürgerfonds konnten wir den Künstler und die Farben finanzieren“, erklärt Marie-Claire Hellmann. Sie haben auch Farben für draußen gekauft, denn es ist noch ein Außenprojekt geplant mit bemalten Paneelen, die später in den Räumlichkeiten der Unterstadt zu hängen kommen sollen.

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    Bau einer Holzhütte als Unterstand für die Waldtage

    Sandra Mentenich – Huppermans ist Schulleiterin der Städtischen Grundschule Eupen Oberstadt. Der Schule angeschlossen ist...
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    Sandra Mentenich – Huppermans ist Schulleiterin der Städtischen Grundschule Eupen Oberstadt. Der Schule angeschlossen ist auch ein Kindergarten mit insgesamt 160 Kindern zwischen 3 bis 6 Jahren. Sie sind aufgeteilt in 8 Kindergartengruppen, die Tiernamen tragen. Da gibt es die Giraffen und die Füchse, die Eulen und die Löwen, die Fische, Schildkröten, Elefanten und Baloos. Einmal pro Woche geht es in den Wald, zum Spielen und Entdecken.

    Ein Waldstück für die Kinder

    „Wir haben ein Waldstück gesucht, in das wir regelmäßig gehen können“, erklärt Sandra Mentenich. „Das Forstamt, vertreten durch die Försterin Chiara Emonts-Gast, hat uns den Bezirk 36, ein städtisches Waldstück auf Schönefeld zugeteilt. Ein sehr schönes Stück Laubwald, mit viel Platz. Allerdings befindet es sich doch ein ganzes Stück von unserer Schule entfernt.“ Die Kindergärtnerinnen gehen einen Teil der Strecke mit den Kindern zu Fuß. Für den Rest nehmen sie die öffentlichen Verkehrsmittel. „Damit wir bei jedem Wetter dorthin können, brauchten wir einen Unterstand“, sagt Sandra Mentenich. Zweieinhalb Jahre haben die Vorbereitungen gedauert. Es mussten Einverständnisse seitens des Forstamtes und der Stadt Eupen eingeholt werden, Pläne gezeichnet und Bauanträge gestellt werden. „Ende September 2022 haben wir die Zusage bekommen und dann ging alles ganz schnell.“

    Eine Hütte aus Fichte & Douglasie

    In der Schreinerei Hungs wurden die Hauptelemente gefertigt und nun steht die Hütte im Wald. Das Dach muss noch isoliert werden und die Bänke bekommen andere Füße, aber die erste Klasse inspiziert bereits das Terrain. Der Unterbau der Hütte wurde aus Fichtenholz und die Verkleidung aus Douglasie hergestellt. Etwa 30 m2 groß ist die Hütte mit dem Schrägdach. Langfristig wird sie auch von der Primarschule verwendet werden können.

    Was lernen die Kinder im Wald?

    „Der Wald ist ein idealer Spielplatz“, verrät Sandra Mentenich. „Hier können die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Viele von ihnen sind heutzutage reizüberflutet und im Wald kommen sie zur Ruhe. Sie können Spiele selbst erfinden und Grenzen austesten. Sie laufen Hänge hinauf, auf die sie sich kaum trauen, sie balancieren und fühlen. Und bei einigen hilft es auch bei der Sprachförderung. Denn manche Lehrer nehmen Bücher mit in den Wald, sie erzählen Geschichten oder lassen Kastanien zählen.“

    Im Januar 2023 findet die Einweihung der Waldhütte statt. Gemeinsam mit dem Elternrat, den Sponsoren und der gesamten Schulgemeinschaft wird es eine Lichterwanderung geben und die Hütte wird ihren finalen Namen bekommen.

    Hier geht es zum Video des Projekts.

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    Inklusiver Spielplatz im Temsepark

    Das Ziel des Projektes ist es, den Spielplatz am Temsepark in der Eupener Unterstadt inklusiver...
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    Das Ziel des Projektes ist es, den Spielplatz am Temsepark in der Eupener Unterstadt inklusiver zu gestalten, so dass alle Kinder – mit und ohne Beeinträchtigung – dort miteinander spielen können. Zu diesem Zweck wird das Zentrum für Förderpädagogik gemeinsam mit der Stadt Eupen ein barrierefreies Spielgerät aussuchen und im Park installieren. Ergänzt wird das Ganze durch eine Kommunikationstafel. Diese gibt Menschen, die nicht verbal kommunizieren können, die Möglichkeit, sich durch das Zeigen auf Piktogramme auszudrücken und in Kontakt mit anderen zu kommen. Auch Personen mit Migrationshintergrund, die der hiesigen Sprachen (noch) nicht mächtig sind, können davon profitieren.

    Die Kommunikationstafel

    „Der Autismusverlag der Schweiz bietet vorgefertigte Zusammenstellungen für Kommunikationstafeln an“, erklärt Petra Kolvenbach, Beraterin und Koordinatorin für Unterstützte Kommunikation beim ZFP. „Wir haben die Inhalte der Tafel auf den Temsepark hin individualisiert und Piktogramme wie den Kiosk oder eben das Karussell, das wir anschaffen möchten, hinzugefügt.“ Das Ganze wurde grafisch überarbeitet und in den beiden Sprachen Deutsch und Französisch umgesetzt. So kann es auch als Lernhilfe dienen.

    Das neue Spielgerät

    „Es soll ein barrierefreies Karussell werden“, verrät Marianne Franken, Lehrerin für lebensnahes Lernen am ZFP. Den Wunsch, im Temsepark ein inklusives Spielgerät zu platzieren, hegt sie bereits lange. „Wir haben etwas Geld durch unsere Apfelsaftverkäufe auf den hiesigen Weihnachtsmärkten eingenommen. Aber wirklich durchführbar ist das Projekt erst durch die Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgiens geworden.“ Bei den Erdarbeiten werden die SchülerInnen des ZFP mithelfen. Die Installation selbst wird die Stadt Eupen übernehmen.

    Die Installation des Spielgerätes und der Kommunikationstafel wird im Frühjahr 2023 erfolgen.

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    Kampagne zum Thema “Gewalt gegen Kinder”

    Katja Maraite ist Jugendarbeiterin der Gemeinde Sankt Vith und arbeitet als solche in den Jugendtreffs...
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    Katja Maraite ist Jugendarbeiterin der Gemeinde Sankt Vith und arbeitet als solche in den Jugendtreffs von Rodt und Sankt Vith. „Unsere Aufgabe ist es, für die Jugendlichen da zu sein, sie in ihren Anliegen zu unterstützen und ein offenes Ohr zu haben.“ Und genau das hat sie getan, als Jugendliche aus dem Jugendtreff Rodt auf sie zukamen und ihr Interesse an einer Kampagne „Gewalt gegen Kinder“ äußerten. „Diese Jugendlichen haben über Freunde und Bekannte mitbekommen, dass viele Kinder von Gewalt betroffen sind und wollten etwas unternehmen“, erzählt sie. So wurde die Idee zu einem Kampagnenvideo geboren.

    „Ihr seid nicht alleine“ – Jugendliche wollen Mut machen

    In Belgien hat die Polizei pro Jahr mit durchschnittlich 50.000 Fällen häuslicher Gewalt zu tun. Allein 2020 wurden 9.300 Fälle von Misshandlungen oder Vernachlässigungen von Kindern und Jugendlichen gemeldet. Jens, Samira, Charleen & Jana, die sich vom Jugendtreff Rodt kennen, möchten etwas gegen diese Gewalt unternehmen. Sie möchten sensibilisieren und das Thema zurück in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Ein Video zu drehen, war ihre Idee. „Sie möchten erreichen, dass betroffene Kinder sich melden und nicht das Gefühl haben, dass sie alleine sind“, führt Katja Maraite aus. Nicht nur die Grundidee zum Video, auch das Drehbuch stammt aus der Feder der Jugendlichen.

    3 Spots der Gewalt & eine klare Message

    Das Video wird in insgesamt 3 Spots unterteilt und ist nichts für schwache Nerven. In den drei Spots werden die körperliche, die verbale und die sexuelle Gewalt thematisiert. Die Darstellung soll bewusst schockieren. Hier wird Kindern Gewalt angetan und dies in Slow Motion dargestellt. Denn der Akt der Gewalt, auch wenn er nur kurz andauert, wird vom Opfer als wesentlich tiefgreifender und länger wahrgenommen. In den Spots wird der Gewaltakt jeweils durch eine Handlung von außen, ein Türklingeln, etc. unterbrochen. Außerdem werden die Informations- und Meldestellen der Region eingeblendet.

    Vom Problem, Statisten zu finden

    Statisten zu finden war nicht so leicht. „Viele möchten ihr Gesicht nicht zeigen, wenn sie Gewalt spielen und darstellen sollen“, erzählt Katja Maraite. „Sie möchten verständlicherweise nicht mit Pädophilie und Missbrauch in Verbindung gebracht werden.“

    Videopräsentation im Triangel & in den sozialen Medien

    Das fertige Video soll nicht nur in den sozialen Medien zu sehen sein, sondern auch im Rahmen eines Veranstaltungsabends im Triangel Sankt Vith präsentiert werden. Zu dieser Veranstaltung, die voraussichtlich im Frühjahr 2023 stattfinden wird, werden Akteure aus der Jugendarbeit- und -hilfe, sowie Polizei und VoGs eingeladen.

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    BEvocaL, der belgische Jugendnationalchor

    Wer wissen möchte, wie die talentierte Gesangsjugend Belgiens klingt, der besucht ein Konzert des belgischen...
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    Wer wissen möchte, wie die talentierte Gesangsjugend Belgiens klingt, der besucht ein Konzert des belgischen Jugendnationalchors BEvocal, eine Initiative der drei belgischen Chorverbände Koor & Stem, A Coeur Joie und Födekam. Um das hohe Niveau des Chors zu gewährleisten, muss jeder, der sich bewirbt, ein Vorsingen absolvieren. Die Vorsingen finden in allen Landesteilen statt. Das ist nichts für schwache Stimmchen.

    36 SängerInnen, 2 Dirigenten & 1 Vocalcoach

    Die Dirigenten Jori Klomp und Benoît Giaux betreuen den Chor und werden zusätzlich von der Stimmbildnerin Liesbeth Devos unterstützt. Ihnen unterstehen insgesamt 36 Jugendliche zwischen 18 und 30 Jahren aus allen Teilen Belgiens. Sogar eine deutschsprachige Sopranistin, Samira Schür, ist vertreten. Da während der Proben Deutsch, Französisch, Flämisch und Englisch gesprochen wird, ist das Beherrschen von vier Sprachen eine der Grundvoraussetzungen der Dirigenten.

    Projektwochen & -wochenenden mit Konzert

    Die Proben finden in Form einer Projektwoche und mehrerer Projektwochenenden statt. Die meisten der Projektwochenenden sind mit einem Konzert verbunden. Zur Vorbereitung werden die Partituren vorab an die Sängerinnen und Sänger verschickt, so dass sie diese zum Zeitpunkt des Projektwochenendes bereits beherrschen.

    Konzerte 2022

    Dieses Jahr hat der Jugendnationalchor bereits einige Konzerte und Projektwochenenden absolviert:

    Im Februar in Ophain-Bois-Seigneur-Isaac
    Im April in Kasterlee
    Im Mai in Brüssel
    Im Juli in Waterloo
    Im September in Malmedy
    Im Oktober in Gent
    Im November in Lasne

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    Play-In Junior Edition 2022

    Seit 24 Jahren bietet Födekam, der Musikverband Ostbelgien in den Osterferien, eine musikalische Woche für...
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    Seit 24 Jahren bietet Födekam, der Musikverband Ostbelgien in den Osterferien, eine musikalische Woche für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren an, in der sich alles rund ums Musizieren dreht. Früher hieß es „Play-In for kids“, doch 2015 hat der Födekam seine Veranstaltung in Play-In Junior Edition umbenannt. Um mitmachen zu dürfen wird das Notenlesen, bescheinigt durch den Musiklehrer, vorausgesetzt.

    Eine Woche lang musizieren

    Das Prinzip ist leicht erklärt: Während fünf Tagen bereiten sich die Kinder und Jugendlichen mit ihren Instrumenten auf ein Abschlusskonzert vor. Hier bilden sie gemeinsam ein Orchester und können ihren Familien und Bekannten zeigen, was sie gemeinsam einstudiert haben. Nebenher wird das Programm der Woche aber auch durch andere Ateliers und durch Spiele bereichert. Dieses Jahr haben insgesamt 82 Teilnehmer an der Instrumentalwoche im KUZ in Burg-Reuland teilgenommen. Dies entspricht im Vergleich zu den Vor-Corona-Jahren einem leichten Rückgang. Nichtsdestotrotz war das Lager ein voller Erfolg.

    Ein Orchester bilden klappt eigentlich immer

    Die klassische Besetzung eines Harmonieorchesters besteht aus Metallblasinstrumenten (Trompete, Horn, Posaune, Tuba, Euphonium), Holzblasinstrumenten (Flöte, Oboe, Fagott, Klarinette, Saxophon-Familie) und den Schlagzeugern, vom Triangel bis zur Pauke. „Da die Tuba oft zu groß für die Kinder ist, setzen wir hier manchmal auch einen Älteren ein, der beim Konzert helfen kann“, verrät Marc Komoth, Präsident des Verbandes. „Flötenspielerinnen haben wir meist recht viele. Vor allem unter den Mädchen ist das Instrument sehr beliebt.“ Er versichert, dass es eigentlich immer klappt, mit den Teilnehmern ein vollfunktionierendes Orchester zu bilden.

    BRF & Abschlusskonzert

    Das Abschlusskonzert hat im Triangel in Sankt Vith stattgefunden, auf großer Bühne. „Die Kinder machen selbst die Ansagen. Während der Woche zeichnen sie diese bereits auf und beim Abschlusskonzert spielen wir ihre kreativen Ansagen dann auf der Leinwand ab.“ Zum Abschluss erzählt Marc Komoth uns noch eine kleine Anekdote zum Schmunzeln: „Der BRF hat einige Kinder befragt, wie sie das Lager finden und eines der Kinder hat begeistert erzählt, das Essen wäre so gut gewesen.“ Er lacht: „Das war der Sohn des Kochs.“

    Musikalische Leitung: Yannick Plumacher
    Schlagzeug: Gabriel Ducomble
    Blechbläser: Julian Pauels

     

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    Singwoche für Kinder und Jugendliche

    Eine perfekte Gelegenheit für Kinder und Jugendliche, die gerne singen, Gleichgesinnte kennenzulernen und dem Spaß...
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    Eine perfekte Gelegenheit für Kinder und Jugendliche, die gerne singen, Gleichgesinnte kennenzulernen und dem Spaß an der Musik zu frönen, bietet der Musikverband Födekam jedes Jahr in den Sommerferien im Rahmen der Singwoche für Kinder und Jugendliche. Dieses Sommerlager der besonderen Art fand dieses Jahr im Königlichen Athenäum in Sankt Vith und in Kooperation mit dem Atelier Neundorf statt, wodurch das Programm noch bunter gestaltet werden konnte.

    Das Programm der Singwoche

    Während der Singwoche studieren die Kinder und Jugendlichen an zwei bis drei Stunden pro Tag ein- und mehrstimmige Stücke ein, manche mit kleinerer Instrumentalbegleitung, gerne auch durch die Kinder selbst. Nebenbei jedoch finden auch Ateliers außerhalb des Singens statt, wie zum Beispiel Kochen, Schwimmen, Schnitzeljagd, Party, Kunst & Percussions. Für Übernachtung und Verpflegung ist gesorgt.

    Viele neue Gesichter dieses Jahr

    „Diesmal waren viele neue Gesichter dabei“, erzählt Marc Komoth, Präsident vom Musikverband Födekam. Bedingt durch Corona konnte das Sommerlager zwei Jahre lang nicht stattfinden. Während in den Vorjahren also Kinder regelmäßig wiederkamen, hatten sich diesmal eher neue Kinder angemeldet. Insgesamt bestand das Sommerlager „Singwoche“ aus dreißig Kindern im Alter zwischen 8 und 12 Jahren und achtzehn Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren. Und obwohl sich in den Vor-Corona-Jahren meist doppelt so viele Kinder angemeldet hatten, war die Stimmung exzellent und die Singwoche ein voller Erfolg.

    Sehr schöne Atmosphäre beim Abschlusskonzert

    Marc Komoth gibt zu, dass die Verantwortlichen zuerst ein wenig enttäuscht waren über die geringe Teilnehmerzahl. Gleichzeitig jedoch war der Enthusiasmus unter den Kindern so groß: „Sie waren alle mit Begeisterung dabei.“, dass die Enttäuschung schnell vergessen war. „Bei den Singwochen arbeiten wir, gemeinsam mit den Kindern auf ein Ziel hin: das Abschlusskonzert. Hier können die Teilnehmer ihren Eltern, Verwandten und der Öffentlichkeit präsentieren, was sie in der Singwoche einstudiert haben.“ Dieses Jahr konnte das Abschlusskonzert als Open Air unter freiem Himmel im Innenhof des KA stattfinden. „Es war eine sehr schöne Atmosphäre“, schwärmt Marc Komoth und freut sich bereits aufs nächste Jahr. „Für die Zukunft wünschen wir uns, dass wieder mehr Kinder kommen und dass die Begeisterung, die wir dieses Jahr erleben durften, bleibt.“

    Verantwortliche der Singwoche: Katrin Greven
    Musikalische Leitung: Guido Niessen (Kinder) & Annick Hermann (Jugendliche)

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    “SPRACHLOS in Bewegung” – Begegnung auf Augenhöhe mit dem Partner Pferd

    Reittherapeutin und Tierpädagogin Sarah Raisin, Vorstandsmitglied des Vereins zur Förderung auf 4 Hufen VoG und...
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    Reittherapeutin und Tierpädagogin Sarah Raisin, Vorstandsmitglied des Vereins zur Förderung auf 4 Hufen VoG und Mitarbeiterin des Zentrums für Förderpädagogik findet, dass Pferde wahnsinnig gute Lehrer sind. Sie nutzt diese Tatsache, um gemeinsam mit Jugendlichen in der Findungsphase, die sich in einem emotionalen Gefühlschaos befinden und Kommunikationsschwierigkeiten haben, nützliche Strategien zu entwickeln. Was haben Pferde damit zu tun? „Pferde haben eine ganz tolle Eigenschaft. Sie können sehr deutlich kommunizieren und das fast geräuschlos und unsichtbar für unser Auge. Pferde können uns wertfrei spiegeln“, erklärt Sarah Raisin. Hierfür lernen die Jugendlichen still zu werden und zu beobachten. „Es geht darum zu verstehen, wie eine Gruppe funktioniert, in diesem Fall eine Herde, welche Positionen es gibt, wie diese wechseln können und welche Rolle Verantwortung übernehmen spielt.“ Es geht darum, zu beobachten, mehr über sich selbst zu erfahren und aus den Erkenntnissen Rückschlüsse auf das eigene soziale Verhalten zu ziehen.

    Ein Angebot für Kinder & Jugendliche

    Primär ist das Angebot Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf des ZFP zugänglich. Dies sind Kinder mit körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen, sozial-emotionalen Schwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten, wie Lernschwächen, -störungen, -beeinträchtigungen.  Genauso vielfältig wie die jungen Menschen und ihre Bedürfnisse sind, so vielfältig sind die Ansätze, die Sarah Raisin anwendet, um mit ihnen & Tieren in Kontakt zu treten und zu arbeiten. Im außerschulischen Kontext steht das Angebot jedem Kind und Jugendlichen offen, welches im ZFP eingetragen ist und Mitglied des Vereins ist. Informationen dazu finden sich auf der Webseite des ZFP.

    Vertrauen als Basis für eine gelungene Kommunikation

    Pferde haben eine natürliche Veranlagung zu kommunizieren. Da sie es aber nicht gewohnt sind, dass der Mensch die Pferdesprache im Ansatz versteht, haben sie Strategien entwickelt, sich dem Menschen meist unterzuordnen bzw. über Machtverhältnisse mit dem Menschen in Beziehung zu sein.  Ändert der Mensch sein Verhalten nun, reagiert das Tier oftmals zuerst irritiert. Der Mensch lernt, dem Pferd zuzuhören, seine Bedürfnisse zu erkennen. Pferde sind sehr clever, neugierig und haben ein großes Bedürfnis nach Harmonie und Sicherheit. Macht man es richtig, kann man ihr Vertrauen gewinnen und in ein echtes Gespräch eintreten. Sobald die Jugendlichen das erkennen, ist „das Erstaunen und die Begeisterung sehr groß“, berichtet Sarah Raisin. Es kommt auch vor, dass es nicht klappt und das Pferd innehält oder sich umdreht und geht. Das kann daran liegen, dass die Körpersprache noch undeutlich war, das Pferd nachdenkt oder aus Sicht des Pferdes das Gespräch erstmal beendet ist.

    Über sich selbst hinauswachsen

    Die Kinder und Jugendlichen, die am Programm teilnehmen haben oft viel Erfahrung mit förderpädagogischen Begleitmaßnahmen, Therapieräumen, Krankenhäusern und weiteren Unterstützungsmaßnahmen. „Hier haben sie gar nicht das Gefühl, dass sie therapeutisch und sozialpädagogisch begleitet werden. Sie sind wie jedes andere Kind auf einem Reiterhof. Das Problem steht nicht im Vordergrund.“ Viele wachsen dadurch über sich selbst hinaus. So wie David (Name geändert). Sein therapeutisches Ziel war es, eine Herausforderung anzunehmen, seine Grenzen deutlich mitzuteilen. Und das hat er getan. „Es gibt eine Übung, da soll ein Pferd auf eine Wippe gehen und auch ein bisschen wippen. Wir haben das ganze Jahr geübt und es hat nicht so richtig geklappt.“ Doch David hat nicht aufgegeben. Auch wenn er enorm an seine Grenzen gehen musste, er hat es geschafft. „Und am Ende stand das Pferd auf der Wippe und er war überglücklich.“

    In Zukunft auch mit Eseln im Programm

    Der Verein zur Förderung auf vier Hufen arbeiten schon einige Jahre mit Eseln. Ziel ist es, auch mit unseren Eseln diese Form des achtsamen Zusammen sein einzuführen. „Esel funktionieren im Team. Es gibt auch unterschiedliche Aufgaben in einer Eselherde. Esel haben allerdings keinen so stark ausgeprägten Fluchtinstinkt wie Pferde. Anders als das Vorurteil, sind sie nicht stur, sondern denken darüber nach, ob sich etwas für sie lohnt.“ Sie leben eigentlich in Gebirgslandschaften und können dort nicht einfach Hals über Kopf flüchten, sobald eine Gefahr auftritt. Daher denken sie zuerst nach und greifen im Zweifelsfall lieber an als zu flüchten.
    „Die Esel setzten wir bisher hauptsächlich in gruppendynamischen Projekten ein mit dem Schwerpunkt Pflege, Bodenarbeit und Spaziergänge. Die Einzelförderung haben wir neu in unsere Angebotspalette aufgenommen.  Esel sind genau wie Pferde neugierig und interessiert und ähnlich erstaunt, wenn der Mensch mit ihnen ein Gespräch führt, in ihrer Sprache. Daher denke ich, dass dieser Ansatz der Kommunikation zwischen Tier und Mensch sicherlich auch Esel begeistert. Natürlich angepasst an ihre Kommunikationsmethoden“, verrät Sarah Raisin.

    Spenden sind beim Verein jederzeit willkommen, da der Zugang zu den ehrenamtlichen tiergestützten Angeboten so niederschwellig wie möglich für die jungen Menschen und ihre Familien bleiben soll.

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    Eastbelgica Junior Company

    Mit der Eastbelgica Junior Company möchte die Eastbelgica VoG die Nachwuchsförderung im Chorbereich breiter gestalten....
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    Mit der Eastbelgica Junior Company möchte die Eastbelgica VoG die Nachwuchsförderung im Chorbereich breiter gestalten. Aus diesem Grund hat die VoG im September 2021 den Eupener Knabenchor übernommen, das Pendant hierzu, also einen Mädchenchor gegründet und auch den Jugendchor ins Leben gerufen und unter die Eastbelgica Junior Company gestellt.

    Vom Singen überzeugen ist eine Herausforderung

    „Jungs vom Singen zu überzeugen ist eine Herausforderung“, gibt Simen Van Meensel, Geschäftsführer der Eastbelgica VoG zu. Momentan zählt der Knabenchor 12 Stimmen. Zu seinen besten Zeiten war er über fünfundvierzig Stimmen stark. Zu dieser Stärke möchten Simen Van Meensel und Dirigent Stephan Laschet zurückfinden. Aus diesem Grund starten sie in Kürze wieder eine Runde durch die Schulen. „Die Mädchen sind oft begeistert, aber die Jungs schalten da eher auf cool und mal schauen“, berichtet er aus Erfahrung. Jungen ab 7 Jahren sind herzlich willkommen. Mit vierzehn bis fünfzehn Jahren wechseln sie dann in den Jugendchor. Der Mädchenchor wird von Iris Wynands und Anke Filbrich geleitet. Hier singen achtundzwanzig Mädchen zwischen sieben und fünfzehn Jahren.
    Für den Jugendchor werden ebenfalls noch männliche Stimmen gesucht. Unter den vierunddreißig Sängerinnen und Sängern ab fünfzehn Jahren sind die Männer noch ein wenig in der Unterzahl. Der Jugendchor wird geleitet von Iris Wynands und Ramon Janßen.

    Erste Auftritte waren ein voller Erfolg

    Im Mai ist der Jugendchor zum ersten Mal aufgetreten und das gleich in Begleitung des großen Orchesters. Im Juni hatten die beiden Kinderchöre ihren ersten Auftritt vor Eltern, Onkeln und Tanten, die den Nachwuchs begeistert unterstützt haben. Der Jugend- und der Mädchenchor durften sich im Rahmen der Chornacht in der Unterstadt beweisen. Alle drei Chöre haben ihr bestes gegeben.
    „Das Programm ist dem Alter entsprechend angepasst“, verrät Simen Van Meensel. „Ein modernes Repertoire bestehend aus Popliedern, auch deutsche Lieder und Liedern, die man aus dem Radio kennt.“

    Musik verbindet!

    Die drei Chöre der Junior Company bilden gewissermaßen den Grundstein für die großen Chöre und genau diese Basis soll ausgebaut werden. Denn wer jung startet, bleibt auch gerne dabei und wechselt vom Kinder- in den Jugendchor und dann vielleicht auch zum Erwachsenenchor. Außerdem ist das Singen im Chor sehr gut für die Entwicklung der Kinder. Denn Musik beeinflusst die Lernprozesse im Gehirn auf positive Art und Weise, Singen macht Spaß und fördert den Zusammenhalt. „Da entstehen Freundschaften und soziale Fähigkeiten werden ausgebaut. Musik verbindet!“

    Wer Teil dieser Gemeinschaft werden oder mehr über die Chöre und ihre Probezeiten erfahren möchte, kann noch mehr auf der Webseite der Eastbelgica VoG nachlesen.

  • , Projekt | , Nachhaltigkeit | , 2021

    TeeNature

    Im Rahmen des Projektes TeeNature lädt die Natagora BNVS Mädchen und Jungen ab 13 Jahren...
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    Im Rahmen des Projektes TeeNature lädt die Natagora BNVS Mädchen und Jungen ab 13 Jahren zum Natur erkunden, zu Workshops und Trekkingtouren ein. Das Programm spannt sich über das gesamte Jahr.

    Holpriger Projektstart & Wildnistraining mit Pascal Koch

    Das Projekt TeeNature sollte am 07. Januar 2022 starten. Nistkastenbau war geplant. Doch aufgrund von Corona waren zu diesem Zeitpunkt Innenveranstaltungen immer noch nicht in dem Ausmaß erlaubt, wie es für die Veranstaltung nötig gewesen wäre. „Also haben wir eine Winterwanderung gemacht“, erzählt Francine Cremer, Animatorin der Natagora/BNVS. „Im März lernten die Teenager, wie man aus Holz durch Glutbrennen wunderschöne Schalen und Löffel herstellen kann.” Im April stand dann ein eintägiges Wildnistraining mit Wildnispädagoge Pascal Koch an der Holzwarche auf dem Programm. Ein absolutes Highlight, das bei den Jugendlichen sehr gut ankam. Der Profi zeigte den Teenies, worauf es beim Überleben in freier Natur ankommt. Er zeigte ihnen, wie man sich eine Hütte aus Zweigen baut, wie man ein Feuer macht und wie man schmutziges Wasser mit Moos, Sand, Kohle, Gras und kleinen Kieselsteinen filtern kann, um daraus Trinkwasser zu gewinnen. Außerdem erklärte er ihnen, was er auf einen Survival-Ausflug alles an Equipment mitnimmt.

    Trekkingtour im Eifelpark & ein Wochenende im Tipi

    Im Sommer stand eine 3-tägige Trekkingtour auf dem Wildnistrail im Eifelpark auf dem Programm. Im September verbringen die Jugendlichen dann ein Wochenende im Tipi. Sie sammeln Kräuter, kochen Tee selbst und machen sich etwas zu Essen über dem offenen Feuer. „Wir folgen nie einem strikten Programm“, sagt Francine Cremer. Im November wird es schließlich ein weiteres Survivaltraining mit Pascal Koch geben. „Nächstes Jahr möchten die Kinder unbedingt auch mal draußen übernachten“, erzählt Francine Cremer. Bisher greifen sie, insofern Übernachtungen mit eingeplant sind, gerne auf Jugendherbergen zurück.

    Die schönsten Momente…

    „Es gibt so viele“, schwärmt Francine Cremer. „Wenn man die Jugendlichen morgens an der Jugendherberge abholt und sie strahlen alle, weil sie sich auf den Tag freuen. Oder wenn man abends Spiele zusammenspielt und sie sich einem anvertrauen.“ Francine erzählt von einem toten Maulwurf, den die Kinder gefunden haben und der unter allen Ehren bestattet werden musste und von einem Mädchen, das panische Angst vor Spinnen hatte, bis man ihr mehr über Spinnen erzählte und sie sie ein wenig beobachten konnte. Am Ende hatte sie keine Angst mehr. „Ich könnte ein Buch darüber schreiben“, sagt sie.  „Jeder Moment ist schön.“

  • , Projekt | , Soziale Gerechtigkeit und Armut | , 2020

    Zur Arbeit mit der Mitfahrbank

    Wer im Norden der Deutschsprachigen Gemeinschaft mobil bleiben möchte, auch ohne ein eigenes Fahrzeug zu...
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    Wer im Norden der Deutschsprachigen Gemeinschaft mobil bleiben möchte, auch ohne ein eigenes Fahrzeug zu besitzen, der setzt sich auf eine der 28 blauen Bänke und wartet darauf mitgenommen zu werden. „Ich fahre jeden Tag zur Arbeit mit der Mitfahrbank und warte nie länger als 5 Minuten“, erzählt ein zufriedener Kunde. Das Mitfahrnetzwerk soll zukünftig auch den Süden der DG erobern.

    Solidarität ist wichtig
    „Der Bedarf im ländlichen Raum ist groß“, weiß Renate Toussaint, Projektleiterin der VoG Fahrmit EIFEL. Der öffentliche Nahverkehr legt sein Augenmerk hauptsächlich auf den Transport von Schülern. Erwachsene ohne fahrbaren Untersatz kommen da häufig zu kurz und sind auf die Familie und Bekannte angewiesen, um mobil zu bleiben. Durch die Mitfahrbänke erhalten sie ein Stück weit ihre Unabhängigkeit zurück. Und gleichzeitig wird der solidarische Gedanke gefördert. „Früher fragte man: Brauchst du was? Kommst du mit? Das ist heute nicht mehr der Fall“, sagt Renate Toussaint. Dabei ist Solidarität sehr wichtig. Vielleicht sogar wichtiger als je zuvor. Die blauen Bänke sollen ein Umdenken auslösen. „Selbst wenn sie nicht benutzt werden. Uns ist auch wichtig, dass wieder darüber geredet wird, dass es nochmal Thema wird, in Familien und unter jungen Leuten.“

    Für das Miteinander & für die Umwelt
    „Wenn ich da jemanden sitzen sehe. Ich würde anhalten und die Person mitnehmen“, verrät Renate Toussaint. Bisher hatte sie keine Gelegenheit dazu, aber neben ihrer Hilfsbereitschaft weiß sie, dass es ökologisch sinnvoller wäre, zu mehreren zu fahren als alleine, auch wenn sich dies, vor allem, wenn man auf dem Land wohnt, nicht immer umsetzen lässt. „Schlimm genug, dass viele Haushalte nicht nur über ein Fahrzeug, sondern über zwei verfügen und diese zu 95 % ihrer Zeit auch noch stehen, anstatt zu fahren.“ Mitfahrbänke sind ein wertvoller Beitrag für ein solidarisches Miteinander und für die Umwelt.

    Das Angebot der Mitfahrbänke richtet sich an Erwachsene. Minderjährige dürfen die Mitfahrbänke nur mit Erlaubnis der Eltern zur Fortbewegung benutzen.

  • , Projekt | , Bildung und Talententwicklung | , 2021

    Digitale Unterstützung unserer Hausaufgabenschule

    Die Digitalisierung schreitet voran und damit einhergehend auch die Anforderungen, die Schulen an Schüler und...
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    Die Digitalisierung schreitet voran und damit einhergehend auch die Anforderungen, die Schulen an Schüler und Eltern stellen. Der Zugang zu PC und Internet wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Dies, so weiß Bianca Croé, Koordinatorin des Viertelhaus Cardijn, ist jedoch für viele Familien ein Problem, da sie genau dies eben nicht haben.

    Hausaufgabenhilfe & Zugang zu PC & Internet

    „Neunzig Prozent der Kinder, die an unserer Hausaufgabenschule teilnehmen, haben einen Migrationshintergrund“, erzählt Bianca Croé. „Sie kommen aus dem Irak, Iran, Afghanistan, Pakistan, der Ukraine, aus Marokko, der Türkei oder Russland. Es nehmen natürlich auch belgische Kinder an unserer Betreuung teil.“ Gemeinsam ist jedoch den meisten, dass sie aus einkommensschwächeren Familien stammen. In der Hausaufgabenschule erhalten diese Kinder konkrete Hilfe für ihre Hausaufgaben und sie können auf sechs Laptops zugreifen, um Referate und Arbeiten darauf zu verfassen oder nach Informationen zu suchen.

    Wie funktioniert die Hausaufgabenschule?

    Die Hausaufgabenschule findet montags, dienstags und donnerstags direkt nach der Schule statt. Sie richtet sich primär an Primarschüler. „Die Kinder und Lehrer haben eine halbe Stunde zum Ankommen. Die Schüler bekommen währenddessen Snacks, ein wenig Obst oder Gemüse, ein Getränk und die Lehrer tauschen sich untereinander aus.“ Anschließend geht es in die Klassen. Momentan findet die Hausaufgabenschule nicht im Viertelhaus Cardijn, sondern in der Villa Peters statt, auf der 2. Etage. Dort reihen sich insgesamt sechs Klassenräume auf. „Unsere Hausaufgabenschule ist nach Schuljahren aufgeteilt.“, erklärt Bianca Croé. „Jede Klasse wird von ein bis zwei Lehrern betreut, die hier von 15.45 Uhr bis 17 Uhr den Kindern bei ihren Hausaufgaben helfen.“ Neben regelmäßigen Elternversammlungen unternehmen die Schüler & Lehrer auch einmal im Jahr einen Ausflug zusammen. Dieses Jahr im August ging es in das Wildfreigehege nach Hellenthal.

    Große Nachfrage & lange Warteliste

    36 Primarschulkinder nehmen momentan an der Hausaufgabenschule teil. Dies entspricht den maximal vorhandenen Plätzen. „Es gibt Kinder, die sich so gut entwickeln, dass sie keine Unterstützung bei den Hausaufgaben mehr brauchen. In solchen Fällen suchen wir das Elterngespräch und bitten sie, den Platz für andere Kinder freizumachen.“ Denn es gibt immer Kinder, die auf der Warteliste stehen und wer sein Kind zur Hausaufgabenschule anmelden möchte, muss dies weit im Voraus bereits tun.

  • , Projekt | , Soziale Gerechtigkeit und Armut | , 2021

    KoPS (Kommunikation – Prävention – Sicherheit)

    Marita Brüls und Sabine Bierfeld sind Erste Polizeiinspektorinnen im Büro für Kriminalitätsvorbeugung der Polizeizone Weser-Göhl....
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    Marita Brüls und Sabine Bierfeld sind Erste Polizeiinspektorinnen im Büro für Kriminalitätsvorbeugung der Polizeizone Weser-Göhl. Sie haben sich voll und ganz der Prävention von Straftaten verschrieben. Das Projekt KoPS, im Jahr 2005 als Anschluss an das Primarschulprojekt MEGA entstanden, ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. „Wir möchten alle erreichen“, sagt Marita Brüls. Durch die Zusammenarbeit mit den vier Sekundarschulen ihrer Zone geht das. Jedes Jahr besuchen die beiden Inspektorinnen in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft für Suchtvorbeugung und Lebensbewältigung (ASL) zweiundfünfzig Klassen des 1. und 2. Sekundarschuljahres und erreichen so circa 915 Schüler und Schülerinnen.

    Wie schütze ich mich? An wen kann ich mich wenden?

    Im Rahmen einer Doppelstunde behandeln Marita Brüls und Sabine Bierfeld Themen aus der Jugendkriminalität wie Gewalt, Vandalismus, Diebstahl, Abzockerei und Zivilcourage, wobei der Fokus auf Mobbing und Cybermobbing liegt. „Wie schützt man sich? An wen kann ich mich wenden?“, gibt Marita Brüls Einblick in wichtige Fragen ihres Programms. „Wir zeigen Wege zur Konfliktbewältigung auf und wir informieren darüber, was Straftaten bedeuten.“ Durch Information und Wissen sollen die Kinder gestärkt werden und verhindert werden, dass sie zu Tätern oder auch zu Mitläufern werden. Denn „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“, betont Marita Brüls. „Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu“, ist der Grundsatz, den sie versucht, den Jugendlichen beizubringen. Ergänzend folgt im Anschluss eine Doppelstunde der ASL zum Thema Drogenaufklärung. Im 1. Sekundarschuljahr werden die Gefahren legaler Drogen behandelt, im 2. Jahr die, illegaler Drogen.

    Cybermobbing & Sexting

    Neben Cybermobbing behandeln Marita Brüls und Sabine Bierfeld unter anderem das Thema Sexting. „Auch wenn man sehr verliebt ist, gibt das niemandem das Recht Nacktbilder von einem zu verlangen“, sagt Polizeiinspektorin Brüls. „Das ist kein Liebesbeweis.“ Sie versucht den Teenagern klarzumachen, dass Fotos aus Gründen der Rache oder aufgrund verletzter Gefühle an andere zu schicken nicht in Ordnung ist und dass das freiwillige Herstellen und Versenden von Bildern unumkehrbare Risiken birgt. Denn das Internet vergisst nicht. Das Recht am eigenen Bild wird ebenfalls intensiv besprochen. Aus Tätersicht ist dieses Thema sogar noch heikler, denn wer Nacktbilder von Kindern oder Teenagern auf seinem Handy gespeichert hat, der besitzt kinderpornographisches Material und das ist de facto strafbar.

    Quizfinale im Europasaal

    Im Anschluss an die Doppelstunde Theorie wird ein schulinternes Quiz organisiert, in dessen Rahmen das erlangte Wissen spielerisch abgefragt wird. Jede Klasse stellt fünf Spieler. Jede Schule kürt eine Gewinnerklasse. Dieser wird zum großen Quizfinale eingeladen, wo sie auf die anderen Klassensieger der teilnehmenden Sekundarschulen trifft. Das große Quizfinale findet in der Regel im Europasaal des Ministeriums, unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten, statt. Der Sieger gewinnt für seine Schule ein Preisgeld.

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    Nachbarschafts-Mobil fürs Eupener Bergviertel

    Seine besten Jahre hat das ehemalige Waffelverkaufsmobil hinter sich, sollte man meinen, doch nun wurde...
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    Seine besten Jahre hat das ehemalige Waffelverkaufsmobil hinter sich, sollte man meinen, doch nun wurde dem Fahrzeug wieder neues Leben eingehaucht. Die Idee hinter der Instandsetzung? Ein Nachbarschaftsmobil für das Eupener Bergviertel, das die Menschen zusammenbringt und mobilen Veranstaltungszwecken dient.

    Ein buntes Viertel ohne Identität

    „Das Bergviertel ist ein total buntes Viertel“, weiß Benjamin Fleig als Viertelmanager zu erzählen. Er mag die Atmosphäre, die im Viertel herrscht und hat sich selbst vor einigen Jahren hier ein Haus gekauft. Auf 1.700 Einwohner kommen 45 Nationalitäten und während andere Viertel über eine eigene Identität verfügen, kann man im Bergviertel sehr gut auch alleine und ohne Anschluss und Interaktion leben. Doch das soll sich ändern. Durch das Nachbarschaftsmobil soll eine soziale Kohäsion im Bergviertel entstehen. „Wir müssen uns den öffentlichen Raum kulturell wieder ergattern.“

    Ein Mobil und unendlich viele Ideen

    Das Nachbarschaftsmobil könnte vielen kulturellen Zwecken dienen. „Vom rollenden Erzählkaffee über die mobile Disco, da geht eine Menge“, ist Fleig überzeugt. Denkbar ist die Verwendung als Infomobil, als Bücherausgabestelle, als mobile Küche, für mobile Ausstellungen oder kleinere musikalische Darbietungen. Benjamin Fleig ist auf jeden Fall der Mann mit dem Schlüssel. Bei ihm kann sich jeder aus dem Bergviertel melden, der eine Idee für das Nachbarschaftsmobil hat, die dem Viertel zugutekommt.
    Seinen ersten Auftritt durfte das Nachbarschaftsmobil im Rahmen der Neueröffnung des Park Loten Ende August feiern, wo es als Infomobil in Erscheinung trat.

  • , Projekt | , Gesundheit | , 2020

    Lebenswichtige Reanimationsgeräte

    Das Rote Kreuz der Lokalsektion Kelmis konnte dank der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgien zwei neue...
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    Das Rote Kreuz der Lokalsektion Kelmis konnte dank der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgien zwei neue Reanimationsgeräte erwerben. Der Corpuls AED ist klein und handlich und ersetzt ein in die Jahre gekommenes Gerät im Krankentransportfahrzeug. Der Corpuls 1 ist seit Dezember fester Bestandteil des Rettungswagens und hat sich im Einsatz bereits bewährt und Leben gerettet.

    Im Einsatz

    Circa 600-mal pro Jahr rückt der Rettungsdienst der Lokalsektion Kelmis zu Einsätzen aus. Mario Betsch ist Sanitäter im Rettungsdienst und seit 3 Jahren dabei. „Jeder Tag ist anders“, sagt er und erzählt von Autounfällen, von Kindern, die sich beim Spielen verletzen oder die Treppe runterfallen oder eben von Reanimationen. „Bestimmt zwei- bis dreimal pro Monat müssen wir reanimieren“, verrät er. „In letzter Zeit besonders häufig.“ Erst letzte Woche Freitag war der neue Copuls 1 im Einsatz. „Ein Mann um die fünfzig Jahre alt“, erzählt er. „Herzinfarkt. Wir haben eine ganze Stunde lang reanimiert.“

    Wie eine Reanimation funktioniert

    „Wir reanimieren fünfzehn Minuten per Hand“, erklärt Mario Betsch. Konkret bedeutet dies, dass auf etwa 30 Kompressionen, auch Herzdruckmassage genannt, zwei Beatmungen folgen. Das Corpuls-Gerät wird mittels Klebeelektroden am Patienten angebracht, eine auf die rechte Brust und eine auf die linke Seite des Patienten. Anschließend führt das Gerät alle zwei Minuten eine Analyse durch und teilt mit, ob schocken nötig ist oder nicht. „Wenn zum Beispiel das Herz ganz stillsteht und es absolut keine elektrische Aktivität gibt, dann hilft leider auch schocken nichts.“ Allerdings können Herzdruckmassage oder Medikamente, die allerdings nur vom Notarzt verabreicht werden dürfen, wieder eine elektrische Aktivität auslösen.

    Was die beiden Corpuls-Geräte können

    Besonders praktisch sind die Spracheinstellungen des Corpuls AED, denn vergleichbare Geräte verfügen gewöhnlich über nur eine Sprachausgabe. Dieses hier sagt einem, was man machen muss und das wahlweise auf Deutsch, Französisch oder Englisch. So leitet es nicht nur Fachleute, sondern auch Laien sicher durch die Reanimation. Mittels eines Sensors, der aufs Sternum aufgelegt wird, zeigt er außerdem an, ob die Reanimation korrekt ausgeführt wird. „Ob fest genug gedrückt wird oder auch genug entlastet wird und ob die Frequenz und der Rhythmus richtig sind“, präzisiert Mario Betsch. „Das ist sehr praktisch.“ Mit beiden Geräten lässt sich eine automatische Analyse vornehmen. Der Corpuls 1 nimmt zudem auch die Sauerstoffsättigung des Blutes und den Puls oder kann auf Bitten des Arztes ein 4-Kanal EKG durchführen.

    Kompatibel mit den Geräten der Notärzte von Eupen

    Der größte Vorteil besteht in der Kompatibilität mit den Geräten der Notärzte von Eupen. Sie benutzen den Corpuls 3. Dieser ist kompatibel mit den beiden kleineren Modellen, die das Rote Kreuz Kelmis nun verwendet. „Wir müssen die Klebeelektroden nur umstecken, anstatt neue anzulegen. Das spart wertvolle Zeit“, bringt Mario Betsch es auf den Punkt. Zusätzlich benutzt der Notarzt Eupen den Corpuls CPR, ein Gerät, dass eine vollautomatische Herzdruckmassage ausführen kann und vor allem für Reanimationen verwendet wird, die über eine Stunde dauern oder während der Fahrt ins Krankenhaus fortgeführt werden müssen.

  • , Projekt | , Nachhaltigkeit | , 2020

    Fair-Wandel-Markt

    Ursprünglich für 2020 geplant und aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach verschoben, findet der Fair-Wandel-Markt nun am...
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    Ursprünglich für 2020 geplant und aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach verschoben, findet der Fair-Wandel-Markt nun am 22. August 2021 von 10 bis 18 Uhr im Kulturzentrum Triangel in Sankt Vith statt. Mehr als 40 Aussteller werden ihre Produkte und Projekte mit sozialem, lokalem oder nachhaltigem Mehrwert präsentieren. Vorträge, Workshops, Musik und Animationen runden das Tagesprogramm ab.

    Lokal, sozial und nachhaltig

    „Nachhaltigkeit ist uns wichtig, aber auch, das Lokale und Soziale zu stärken“ erklärt Gaby Schröder Mitinitiatorin des Fair-Wandel-Marktes und Mitglied der Vegder Denkfabrik. „Wir möchten Produzenten und Denkweisen gleichermaßen fördern, gleichzeitig aber auch Podiumsdiskussionen anregen.“ Der Fair-Wandel-Markt soll kein gewöhnlicher Markt werden, sondern eine Plattform, die unter anderem das Netzwerken und die Suche nach Projektpartnern unterstützt.

    Dabei sein

    „Die Stadtwerke machen mit“, erzählt Gaby Schröder. „Sie möchten den Besuchern unter anderem vermitteln, dass die Qualität unseres Leitungswassers sehr gut ist und dass es gar nicht nötig ist, teures Mineralwasser zu kaufen.“ Dabei sein werden auch Norbert Nicoll von Attac, Elisabeth Udelhoven von der Liebellenschule und Christoph Voss von voss.permakultur. Ronja Fell von fellja Modedesign macht mit. Sie möchte mit dem, was sie macht inspirieren. Achim Langer von Courant d’air ist der Meinung, dass wir die Energiewende weiter denken müssen, dass wir auf lokaler Ebene Projekte anpacken und mitgestalten müssen. Marie-Pierre Schommer vom lil’eco möchte anderen zeigen, wie einfach es ist Einwegprodukte durch Mehrwegprodukte zu ersetzen. Sabine Cremer wird insgesamt drei ihrer Projekte vorstellen, ein Taschenprojekt, ein Müllvermeidungsprojekt und ein Gartenprojekt und René Dubois vom Förderverein Forst wird einen Vortrag halten über die „ökologischste Chemiefabrik der Welt“.

    Die Aussteller sind kunterbunt gemischt

    Für die Besucher ist der Eintritt frei. Neben Info- und Verkaufsständen wird es ein Rahmenprogramm geben, das aus Musik, Workshops, Vorträgen und Kinderanimationen besteht. Zudem wird ein Moderator die einzelnen Anbieter vorstellen und den Besucher so durch und über diesen besonderen Markt führen, der sowohl im Innenhof des Triangels als auch im großen Saal stattfinden wird. „Die Aussteller sind kunterbunt gemischt. Es wird Stände geben, an denen lokale Produkte verkauft werden und an anderen werden eher Informationen vermittelt.“ Themen werden sein: Upcycling, Lokal und Fair, Nachhaltig und Chic, Natur- & (Perma-)Kultur, Bier von hier uvm.

    Was? Fair-Wandel-Markt
    Wo? Im Triangel in Sankt Vith
    Wann? Am 22. August 2021 von 10 bis 18 Uhr

     

  • , Projekt | , Erbgut und Kultur | , 2020

    Freies Gemeinschaftsradio Studio Néau

    Ein umgebauter Schiffscontainer steht seit Neuestem im Park Loten in Eupen. Darin befindet sich ein...
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    Ein umgebauter Schiffscontainer steht seit Neuestem im Park Loten in Eupen. Darin befindet sich ein voll ausgestattetes Radiostudio. Initiiert von der Meakusma VoG können Menschen und Vereinigungen aus Ostbelgien hier zukünftig ihr eigenes Radioprogramm realisieren und das Programm des Freien Gemeinschaftsradios so aktiv mitgestalten.

    Ausgestrahlt wird online auf www.studioneau.be.

    Werbefrei, unabhängig und gemeinnützig

    Die Idee zum Gemeinschaftsradio ist nicht neu und bereits aus vielen Städten der Welt bekannt. Es ist werbefrei, unabhängig, gemeinnützig und thematisch unbegrenzt. „Wir möchten Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen anziehen“, sagt Line Lerho, die Projektleiterin des Gemeinschaftsradios. „Wir möchten die Menschen dazu einladen, das Radioprogramm aktiv mitzugestalten und mit der Ansiedlung eines Radiocontainers auf einem öffentlichen Platz einen Ort der Begegnung und des Austauschs schaffen.“ Darüber hinaus sind gelegentliche Veranstaltungen, wie Konzerte oder Lesungen im Park Loten geplant.

    Sozio-kultureller Begegnungs- und Veranstaltungsort

    Besonders wichtig war den Gründern des Radios die Ansiedlung des Projektes in der Eupener Unterstadt, um dort das kulturelle Angebot zu erweitern und einen neuen Ort der Begegnung im öffentlichen Raum zu schaffen. Die Überschwemmungen des Sommers 2021 haben den Plan jedoch, den Container auf dem Scheiblerplatz aufzustellen, völlig verworfen. Stattdessen wurde der VoG der Park Loten als Alternativ-Standort vorgeschlagen, wo der Radiocontainer seit Dezember 2021 steht.

    Kunst, Kultur und Musik

    „In einer ersten Phase haben wir uns an Privatpersonen aus dem erweiterten Umfeld von Meakusma, sowie an kulturelle und soziale Einrichtungen gewendet. Außerdem haben wir gezielt die Jugendtreffs angeschrieben und eine Infoveranstaltungen für die Vereine Ostbelgiens organisiert“, erzählt Line Lerho.  „Wir werden im Laufe der Zeit verschiedene Workshops anbieten, die den Zugang zum Radiomedium erleichtern sollen und so weitere interessierte Menschen dafür begeistern können, ihre eigene Radiosendung zu machen.“

    Das Freie Gemeinschaftsradio möchte kein Werberadio sein, sondern einen inhaltlichen Mehrwert bieten. Beiträge rund um Kunst, Kultur, Musik, sowie über weitere gesellschaftsrelevante Themen  sind herzlich willkommen. Außerdem können Beiträge in verschiedenen Sprachen angeboten werden. Insofern sind sowohl Beiträge auf Deutsch als auch auf Französisch, jedoch auch in jeglicher anderen Sprache möglich.

    Mitmachen kann, wer mag.

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    Das Foyer

    Im Empfangsbereich des Königin Fabiola Hauses treffen die Bewohner aus 3 Wohngruppen zusammen. Hier warten...
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    Im Empfangsbereich des Königin Fabiola Hauses treffen die Bewohner aus 3 Wohngruppen zusammen. Hier warten sie aufeinander, auf ihre Familien, auf Besuch, auf ihren Bus am Morgen, ein Ort also, an dem unterschiedliche Menschen und Gemüter aufeinandertreffen. Doch das Foyer ist renovierungsbedürftig und darf auch andere Funktionen als zuvor erfüllen.

    Betreut & selbstständig

    Im Königin Fabiola Haus leben insgesamt 21 Erwachsene mit Unterstützungsbedarf, in zwei betreuten Gruppen und einer kleinen selbstständigen Wohngruppe. Das Foyer ist der Verbindungspunkt dieser Gruppen. Es ist fast rund, ein sehr heller und offener Bereich, von dem neben zahlreichen Türen ein zweiter Empfangsraum abzweigt und hinaus auf die Terrasse führt. Während der erste Raum bisher größtenteils als Warte- und Empfangsbereich genutzt wurde oder einfach als Passage, um von der einen in die andere Wohngruppe zu gelangen, konnte der zweite Raum für Feste und Feierlichkeiten umfunktioniert werden.

    Ein sozialer Treffpunkt mit Spielecke

    „Langfristig wäre es schön, wenn wir die Räume auch anderweitig nutzen könnten“, verrät Chantal Havenith, die Direktorin des Hauses und führt weiter aus: „Wir haben in den letzten drei Jahren einige Bewohner hinzubekommen, die selbstständiger sind und weniger begleitet werden müssen.“ Diese könnten von einer Renovierung und Umfunktionierung profitieren. So soll der erste Raum auch weiterhin als Warte- und Empfangsraum funktionieren, jedoch neu möbliert werden. Stühle und Sofas müssten weit genug auseinanderstehen, um Streitigkeiten unter den Bewohnern zu verhindern. In dem hinteren Raum wird ein Beschäftigungsraum entstehen, mit einer Lese-, Fernseh- und Gesellschaftsecke, wo die Bewohner gemeinsam oder allein Playstation oder andere Spiele spielen können.

    Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben

    Durch die Coronakrise haben sich die Renovierungsarbeiten verzögert. „Die Bewohner sind schon gewohnt, das es bei uns nicht immer so schnell geht. Sie sind geduldig“, sagt Chantal Havenith. „Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt und wir freuen uns, endlich anfangen zu können.“ Das Projekt dürfte voraussichtlich im Herbst 2021 realisiert werden.

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    Eastbelgica@School

    Im Rahmen der außerschulischen Betreuung startet die Eastbelgica VoG pünktlich zum neuen Schuljahr ihr Pilotprojekt...
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    Im Rahmen der außerschulischen Betreuung startet die Eastbelgica VoG pünktlich zum neuen Schuljahr ihr Pilotprojekt an der Pater Damian Grund- und Förderschule in Eupen. An vier Tagen pro Woche wird es ab 16 Uhr Ateliers in den Bereichen Musik, Tanz, Kunst und Medien geben. Erreichen möchte die Eastbelgica VoG alle Kinder, darunter auch Kinder aus sozial schwächeren Familien, die ansonsten vielleicht keinen oder nur schwierig Zugang zu Angeboten vergleichbarer Art hätten.

    Schlafendes Potenzial in Ostbelgien wecken

    Simen Van Meensel ist Geschäftsführer der Eastbelgica VoG und Initiator des Projektes. „Unsere Hoffnung ist, dass möglichst viele Kinder entdecken – Musik oder Tanz macht mir Spaß – und sich dann der Musikschule anschließen oder der Tanzschule.“ Die Eastbelgica VoG möchte mit ihrem Projekt das schlafende Potenzial in Ostbelgien wecken und hierfür auf Dauer Infrastrukturen schaffen beziehungsweise zur Verfügung stellen. Begonnen wird deshalb mit einem Pilotprojekt in kleinerem Rahmen an der Grund- und Förderschule der PDS. Drei Wochen lang können die Kinder zwischen den Ateliers wechseln und ausprobieren, was ihnen Spaß bereitet. Anschließend entscheiden sie sich für eine Gruppe.

    Ateliers in Musik, Tanz, Kunst und Medien

    Doris Schlembach, pensionierte Lehrerin der Musikakademie wird das Musikatelier leiten. In ihrem Kurs wird die Freude an der Musik in den Fokus gestellt. Es wird gesungen und als Instrumente können auch gerne einmal Pfannen oder Kochtöpfe dienen. Kleinere Elemente der Notenlehre sind ebenfalls vorgesehen, allerdings mit praktischem Bezug.
    Im Medienatelier, das in Kooperation mit der Filmwerkstatt Ostbelgien realisiert wird, lernen die Kinder, wie man Videos schneidet. Sie werden an die Fotografie herangeführt und dokumentieren den Fortschritt und Erfolge anderer Ateliers und berichten hierüber auf dem eigenen TikTok Kanal. Im Kunstatelier mit Simon Wüllenweber probieren die Kinder verschiedene Mal- und Basteltechniken und im Tanzatelier liegt der Schwerpunkt auf Bewegung. Geleitet vom Tanzzentrum Walhorn sollen die Kinder ein Gefühl von Rhythmus entwickeln.

    Einmal pro Jahr ein Wow-Moment

    „Einmal im Jahr möchten wir den Kindern einen Wow-Moment schenken“, sagt Simen Van Meensel. „Zum Beispiel in Form eines gemeinsamen Auftritts mit unserem Orchester auf der Bühne.“ Leider musste der Projektstart aufgrund von Corona mehrfach verschoben werden. Drittpersonen waren in den Schulen zeitweise nicht erlaubt. Nun kann es bald losgehen. Dank der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgien ist der kleine Unkostenbeitrag, den Eltern der PDS für die außerschulische Betreuung zahlen, alles, was an Unkosten vorgesehen ist.

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    Gesundes Essen für alle

    Gesund essen und kochen ist keine Selbstverständlichkeit. Vor allem in der einkommensschwachen Bevölkerung haben sich...
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    Gesund essen und kochen ist keine Selbstverständlichkeit. Vor allem in der einkommensschwachen Bevölkerung haben sich oftmals Fertigprodukte und stark zuckerhaltige Lebensmittel durchgesetzt. Die Verbraucherschutzzentrale und der Patienten Rat & Treff möchten die Menschen zu einem bewussteren Umgang und Einsatz von Obst und Gemüse bewegen. Ihre Zielgruppe sind von Armut bedrohte Belgier und Menschen mit Migrationshintergrund.

    „Obst und Gemüse waren ratzfatz leer.“

    Es ist elf Uhr morgens. Auf dem Gelände des Roten Kreuzes, gleich neben der freiwilligen Feuerwehr in Sankt Vith, findet der erste Aktionstag zum Thema „Gesundes Essen für alle“ statt. Der Duft frisch gebratener Kichererbsenburger weht über das Gelände und während die Lebensmittelhilfe Lebensmittel an bedürftige Frauen und Männer verteilt, fällt eines gleich ins Auge. Denn, obwohl die Aktion erst vor einer Stunde begonnen hat und die grünen Kistenstapel fast die gesamte Garage ausfüllen, sind sie fast schon leer. Hier noch ein paar Gurken, dort noch ein Blumenkohl, … „Obst und Gemüse waren ratzfatz leer“, erzählt Bernd Lorch, Pressereferent der Verbraucherschutzzentrale.

    Aktionstage, Eventvorträge & Erklärvideos

    Eine gute Voraussetzung für das Projekt, denn es zeigt sehr deutlich: Das Interesse an gesunden Lebensmitteln ist da. Auch bei der von Armut bedrohten Bevölkerungsschicht, die, laut einer Studie besonders gefährdet ist, an Diabetes, Adipositas und Kreislaufbeschwerden aufgrund einer mangelhaften Ernährungsweise, zu erkranken. Tatsächlich ist in Belgien jeder siebte von Armut bedroht, eine Tendenz, die auch in der Deutschsprachigen Gemeinschaft steigend ist. Mittels weiterer Aktionstage und Eventvorträge, die in leichter deutscher Sprache stattfinden, möchten die VSZ und der PRT gerade diesen Menschen einen bewussteren Umgang mit Obst und Gemüse nahelegen. Hierbei helfen auch Erklärvideos in fünf verschiedenen Sprachen, die für die sozialen Netzwerke erstellt und über Youtube abrufbar sind.

    Mindesthaltbarkeit und Möhren mit zwei Beinen

    Das Projekt „Gesundes Essen für alle“ ist in drei Phasen eingeteilt. In einer ersten Phase steht das Thema „Mindesthaltbarkeitsdatum“ im Fokus und die Botschaft, dass Lebensmittel, deren Datum überschritten ist, nicht gezwungenermaßen schlecht sind und in den Müll geworfen werden müssen. In einer zweiten Phase wird es um die Wertschätzung von Obst und Gemüse gehen, welches möglicherweise nicht so perfekt aussieht, wie gewohnt. „Eine Möhre mit 2 Beinen bleibt eine Möhre“, sagt Bernd Lorch „Und ein Apfel mit Flecken kann dennoch lecker sein.“ In einer dritten Phase wird es dann um „Gesundes Essen“ gehen und die Tatsache: „Zucker ist nicht gesund.“
    In einigen Kulturen des nahen und fernen Ostens herrscht nämlich, wie Bernd Lorch erzählt, die Meinung vor, dass etwas, das sehr süß ist, auch sehr gut ist. „Je zuckerhaltiger, desto besser.“ So gilt es neben der Sensibilisierung für gesundes Essen auch kulturelle Muster zu durchbrechen.

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    Der Ruf nach Aktivität

    Der Jugendtreff Inside aus Eupen hat drei zusätzliche E-Mountainbikes angeschafft. Es geht nicht nur darum,...
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    Der Jugendtreff Inside aus Eupen hat drei zusätzliche E-Mountainbikes angeschafft. Es geht nicht nur darum, die Jugendlichen wieder nach draußen zu locken, sondern vor allem auch darum, gemeinsam mit ihnen aktiv zu werden und sie die schwierige Zeit der einschränkenden Corona-Maßnahmen für einen Nachmittag lang vergessen zu lassen.

    E-MTBS sind spannender als normale Fahrräder

    Sie sausen den Hügel hinunter und vollführen kleine Sprünge. Alles wirkt wie immer. Die Jugendlichen haben Spaß. Sie amüsieren sich. Gemeinsam. Was früher selbstverständlich war, ist nun langsam wieder möglich. „Während Corona gingen nur 1:1 Aktivitäten“, erzählt Werner Kalff. Er leitet den Jugendtreff Inside in Eupen und freut sich darüber, den Jugendlichen wieder Gruppenaktivitäten anbieten zu können. Mit normalen Fahrrädern allerdings wäre das nicht gelungen, davon ist Werner Kalff überzeugt, denn E-MTBs sind spannender.

    Den Entdeckergeist fördern & ins Gespräch kommen

    „Wir fahren immer dort, wo die Göhl entspringt. Ich erzähle ihnen nebenher Dinge wie, dass hier Abwässer reinlaufen, weil es keine Abwasseranlage gibt, oder wir fahren in Raeren an den alten Gleisen entlang, die früher zur Talsperre führten und ich erzähle ihnen, wie die Talsperre gebaut wurde.“ Werner Kalff geht es bei diesen Ausfahrten mit dem E-MTB um weit mehr, als nur darum, die Jugendlichen vom Sofa wegzulocken und raus in die Natur. Frische Luft und Bewegung sind selbstverständlich sehr wichtig. „Neue Ecken vom Dorf kennenlernen, versteckte Ruinen entdecken oder einem alten Römerweg folgen.“ All dies fördert den Entdeckergeist der Jugendlichen, doch Werner Kalff geht es als Jugendarbeiter vor allem um den Austausch, darum, mit den Jugendlichen wieder ins Gespräch zu kommen.

    Ausfahrten mit Jugendlichen aus dem Dorf und aus Institut Belle-Vue

    Das Angebot richtet sich nicht nur an die Jugendlichen aus dem Dorf. „Wir fahren auch einmal pro Woche mit jugendlichen Migranten aus dem Institut Belle-Vue.“ Hierbei handelt es sich größtenteils um unbegleitete Minderjährige aus Afghanistan. „Denen macht das richtig Spaß“, erzählt Werner Kalff. „Beim ersten Mal sind sie in T-Shirt und kurzer Hose gekommen. Sie wussten nicht, was sie da machen. Manche hatten noch nie eine Kettenschaltung gesehen.“

    Der Jugendtreff Inside besitzt mittlerweile 5 E-MTBS. Volljährige können auf Nachfrage und gegen Kaution und einen kleinen Unkostenbeitrag ein E-MTB ausleihen. Die Gruppenausfahrten sind kostenfrei und finden zweimal pro Woche statt.

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    Montinger gehen zum Markt

    Beim Heinzeltelefon anrufen können alle Montinger, die Hilfe benötigen. Nun wird diese besondere Art der...
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    Beim Heinzeltelefon anrufen können alle Montinger, die Hilfe benötigen. Nun wird diese besondere Art der Nachbarschaftshilfe um einen Fahrdienst erweitert, der Menschen jeglichen Alters auf telefonische Anfrage hin, einmal pro Monat zum Bütgenbacher Markt befördert.

    Das solidarischste Telefon der Eifel

    Um sich gegenseitig zu helfen, haben die Montinger das Heinzeltelefon eingerichtet. Hier kann anrufen, wer einsam ist oder wer weniger Valide ist und Hilfe benötigt, zum Einkaufen, für Botengänge oder um zum Arzt gefahren zu werden und selbst bei Nachbarschaftsstreitigkeiten hilft sich die Dorfgemeinschaft auf diesem Weg. „Letztens hat ein Mann angerufen, um die 80 Jahre alt“, erzählt Roger Kohnen, Präsident der Dorfgemeinschaft Montingen. „Er brauchte jemanden, der für ihn ins Geschäft geht und Geld von der Bank abhebt. Also haben wir ihm gesagt, er soll alles gut vorbereiten. Anschließend ist einer von uns mit ihm gefahren und hat für ihn die Botengänge erledigt.“

    Der soziale Aspekt ist wichtig

    „Was nichts kostet, ist nichts.“ So lautet ein altes Sprichwort. Und getreu diesem Motto wird eine Fahrt mit dem Heinzelmobil zum Bütgenbacher Markt zwei Euro kosten. „Wir möchten keine Altersgrenze festsetzen. Auch jüngere Menschen können unser Angebot nutzen“, erklärt Roger Kohnen. Entstanden ist die Idee für den Fahrdienst zum Markt während des ersten Lockdowns.
    Aber auch der soziale Aspekt ist wichtig. „Sich Zeit nehmen, nicht nur fahren, sondern auch über das Neueste reden“, erklärt Roger Kohnen. „Ein bisschen Klatsch und Tratsch ist nicht schlimm.“

    Warum Heinzelmännchen?

    Das weiß Manfred Keifens, der Koordinator der Heinzelmännchen zu beantworten: „Das hat etwas Gemütliches, etwas Lustiges. Das sind die Guten. Außerdem gibt es hier in Montenau und Iveldingen eine Legende von Heinzelmännchen ähnlichen Wesen, die Kukurell. Sie leben auf einem kleinen Hügel im Dorf und horten einen Goldschatz. Ein paar ihrer Münzen haben sie wohl in die Amel geworfen.“ In diesem Fall jedoch übernimmt der Bürgerfonds Ostbelgien die Rolle der Kukurell und unterstützt die Montinger mit ein paar Goldmünzen, damit dieses solidarische Projekt realisiert werden kann.

    Die Heinzeltelefonnummer: +32 (0)475 342 861

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    Martin in Berlotte in alter Tradition

    Das Kapellenkomitee Berlotte möchte sich eine Tradition bewahren, die Tradition von Martin von Berlotte. Jedes...
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    Das Kapellenkomitee Berlotte möchte sich eine Tradition bewahren, die Tradition von Martin von Berlotte. Jedes Jahr am 11.11. bilden an die 150 Menschen mit ihren Laternen und angeführt von einem Heiligen im Mantel und mit Römerhelm auf dem Kopf den Sankt Martinszug von Eynatten. Angeführt von Martin von Berlotte führt der Umzug durch die Ortschaft bis zum großen Feuer. Ein gemütliches Familienspektakel, das Menschen zusammenbringt.

    Martin von Berlotte führt den Umzug an

    Um 18 Uhr geht es los. Die Menschen aus Eynatten und aus umliegenden Ortschaften haben sich versammelt. Kinder halten ihre bunten Laternen in der Hand. Gemeinsam marschieren sie zum Rattenhaus, wo sie Martin von Berlotte in Empfang nehmen. Berlotte, so heißt übrigens ein Weiler von Eynatten. Der heilige Martin trägt einen Römerhelm auf dem Kopf, eine Sonderanfertigung, die möglichst authentisch wirken soll und einen langen weiten Mantel. Musikalisch begleitet wird der Zug von einem Mann mit Quetschebüggel, wie die Einheimischen das Instrument nennen, das anderen als Ziehharmonika bekannt ist.

    Teilen ist wichtig

    Es geht weiter bis zur Kapelle. Hier stoppt der Zug und Martin von Berlotte wird zum Heiligen, indem er einem bedürftigen Bettler seinen Mantel über die Schultern wirft. „Wir möchten den Kindern vermitteln, dass Teilen wichtig ist.“ Am großen Feuer ist der Umzug zu Ende. Hier wärmt man sich und steht gemütlich beisammen, bei einem Weckmann, Glühwein oder einem Fläschchen Bier. Die Stimmung ist gemütlich, vertraut. Man tauscht sich aus.

    Verschärfte Auflagen führten zu höheren Ausgaben

    Doch die Jahre sind nicht spurlos an Martin von Berlotte vorübergezogen. Der Helm ist verschlissen, die Klettverschlüsse des Mantels halten nur noch bedingt und neben dem Offensichtlichen haben sich auch im Hintergrund der Veranstaltung einige Bedingungen geändert. So haben sich die Sicherheitsauflagen über die Zeit verschärft. Vor allem die Auflagen der Feuerwehr waren mit einigen Kosten verbunden. Kosten, die ohne Zuschüsse so nicht mehr tragbar waren. Dank des Bürgerfonds Ostbelgiens kann es weitergehen, mit einer Tradition, die ganz im Zeichen der Solidarität steht.

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    Ein Ort der Unterstützung für Menschen, die an Krebs erkrankt sind

    LichtBLICKE ist der erste Wohlfühlort für Menschen, die an Krebs erkrankt sind, in Ostbelgien. Von...
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    LichtBLICKE ist der erste Wohlfühlort für Menschen, die an Krebs erkrankt sind, in Ostbelgien. Von Kunsttherapie, Bastel- und Kochateliers über Massagen und Spaziergänge bis hin zu Immuntherapie, Vorträge über gesunde Ernährung oder den Umgang mit Ängsten ist das Wohlfühlhaus in Eupen nicht nur ein Treffpunkt, sondern auch ein Ort, an dem Körper, Geist und Seele zur Ruhe kommen.

    Gemeinsamkeit im Fokus

    „Man fühlt sich besser, wenn man mit anderen zusammen ist, sich austauschen und sich gegenseitig unterstützen kann“, weiß Karine Vanommeslaeghe. Gemeinsam mit Yvonne Sebastian hat sie die Lichtblicke VoG gegründet. Die beiden Frauen waren selbst an Krebs erkrankt und haben sich damals alleingelassen gefühlt. „An Krebs erkrankt sein, diesen Leidensweg zu gehen, ist eine große Herausforderung. Nicht nur für den Betroffenen, auch für die Familie und das ganze Umfeld“, erzählt Karine. „Es wird häufig als Schwäche angesehen.“ Eine Schwäche, für die sich Betroffene schämen. „Wir möchten die Krebspatienten aus ihrer Isolation herausholen und sie ganzheitlich begleiten“, bekräftigt Yvonne. Hierzu gehören neben Beschäftigungs- und Informationsangeboten auch Gesprächskreise, ein intensiver Austausch, Trauerbegleitung und Hausbesuche.

    Renoviert, um Angebot zu erweitern

    Angefangen hat das Projekt mit einer Selbsthilfegruppe. „Gemeinsam Zeit verbringen bei einer Tasse Kaffee“, umschreibt es Karine Vanommeslaeghe. Während Corona hat dieses Angebot online stattgefunden. Jetzt soll das Projekt erweitert werden und in diesem Rahmen wurde der Veranstaltungsort großzügig renoviert. Es wurden Räume für Massagen und für die Aktivitäten hergerichtet, sowie ein Empfangsraum mit Büro und einer kleinen Küche.

    Solidarität ist wunderschön

    An neuen Ideen mangelt es nicht. Neben Gesprächsgruppen, Trauerbegleitungen, Koch- und Bastelateliers, Wanderung und Vorträgen hält die Lichtblicke VoG ebenso Angebote wie Wassergymnastik, Biodanza, Feldenkrais, Yoga, Theater und Gesang für möglich. Wichtig ist den beiden Gründerinnen der VoG, dass die Leute sich trauen, auf sie zuzugehen und dass der Ort, den sie erschaffen, bestehen bleibt. Denn, sich gegenseitig zu helfen ist wichtig, für die Krebskranken und auch für die Gesellschaft. „Wir finden Solidarität wunderschön“, sagt Karine Vanommeslaeghe. Sie ist dankbar dafür, dass es Stiftungen gibt, wie die Stiftung gegen Krebs, die König-Baudouin-Stiftung, den Bürgerfonds Ostbelgien und die Service Clubs Ostbelgien und dass es Ehrenamtliche gibt, die sich engagieren und uneigennützig helfen.

    Ehrenamtliche sind immer gerne willkommen. Vor allem Ehrenamtliche, die über medizinische Schulungen verfügen werden noch gesucht.

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    Das Omi-Vista-Mobii für Menschen mit einer dementiellen Erkrankung

    Im Marienheim in Raeren ist seit Kurzem ein interaktives Projektionsgerät namens Omi-Vista-Mobii im Einsatz. Mit...
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    Im Marienheim in Raeren ist seit Kurzem ein interaktives Projektionsgerät namens Omi-Vista-Mobii im Einsatz. Mit dem Ziel, die Senioren zum Mitmachen und zur Bewegung zu animieren, können die Programme auf die Patienten zugeschnitten werden und bieten so maximale Einsatzmöglichkeiten.

    Interessiert an Technik

    Die Technik macht auch vor den Senioren nicht Halt. Längst gehören Skype und Co zum Alltag und die Verwendung des Tablets geht leicht von der Hand. „Technik ist viel normaler geworden für die Bewohner“, hat auch Veronika Kohnemann, die Koordinatorin fürs Ehrenamt festgestellt. Sie ist begeistert von dem neuen interaktiven Projektionsgerät und die Bewohner sind es auch. „Wie funktioniert das?“, wollen sie wissen und probieren es gerne aus.

    Interaktiv & Selbsterklärend

    Das Omi-Vista-Mobii steht auf einem stabilen Fuß und kann in der Höhe reguliert werden. Es ist mobil und projiziert auf Tische oder Böden. „Momentan benutzen wir das Gerät in der Gruppe, für Bewohner mit Demenz“, erklärt Veronika Kohnemann. „Aber es kann auch für valide Bewohner eingesetzt werden.“ Ein großer Vorteil besteht darin, dass es sich selbst erklärt. Für die Pfleger kann dies zeittechnisch sogar eine Entlastung darstellen, denn wenn plötzlich ein Notfall auftaucht und jemand Hilfe braucht, können sie die Aktivität kurzfristig verlassen.

    Förderung von Kommunikation & Bewegung

    Der Projektor besticht durch seine vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten. Es kann zur Förderung verbaler Kommunikation eingesetzt werden und durch Fragestellungen oder Quiz Bewohner zum Reden animieren und dadurch ihre mentale Gesundheit positiv beeinflussen. Er kann Bewegung fördern, wenn zum Beispiel ein Wasserlauf mit Steinen auf den Boden projiziert wird und es gilt, den Bachlauf zu überqueren oder wenn Tomaten zerbratscht werden sollen, um Ketchup für eine Pizza daraus zu machen. Das Omi-Vista-Mobii findet außerdem in der Sterbebegleitung Anwendung. Kann ein Mensch sein Bett nicht mehr verlassen, kann mit dem Gerät zum Beispiel ein Wald an die Decke projiziert und eine Wohlfühlatmosphäre, untermalt von Vogelgezwitscher erschaffen werden.

    Programmierung nicht ganz einfach

    Die Programmierung übernehmen die Ergotherapeuten selbst. Sie ist relativ zeitaufwendig und nicht ganz einfach. Aber dafür können persönliche Bilder zu einer Projektion zusammengeführt werden und so eigene Familiengeschichten zum Reden oder zum Bewegen animieren. Dies ermöglicht maximale Individualität und ein Abwechslungsreichtum, der kaum Grenzen kennt. Nach zwei Monaten im Einsatz ist man im Marienheim in Raeren rundum zufrieden mit dem Projektor und den vielen Möglichkeiten, die sich in der Anwendung bieten.

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    Schritt für Schritt in die digitale Welt

    Es gibt immer noch Menschen, sogar hier bei uns, die keinen Zugang zu Computer und...
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    Es gibt immer noch Menschen, sogar hier bei uns, die keinen Zugang zu Computer und Internet haben. Sie haben keinen Zugang zur digitalen Welt und verfügen daher auch nicht über entsprechende Kompetenzen. Dadurch sind sie in vielen Alltagssituationen benachteiligt. Dem möchte Info-Integration gemeinsam mit dem Viertelhaus Cardijn und der Patchwork VoG mit Kursen und einem Internetcafé in Sankt Vith und Eupen entgegen wirken.

    Computerkurse in leichter Sprache

    „Unsere Zielgruppe sind MigrantInnen“, erklärt Eleonora Mocellin. Sie ist Beraterin für Integration bei Info-Integration Belgischen Roten Kreuz. „Aber nicht nur. Wir möchten auch hiesige Menschen ansprechen und sie fit im Umgang mit digitalen Geräten machen.“
    Einmal pro Woche soll der Computerkurs, der von engagierten Ehrenamtlichen gegeben wird stattfinden. Über fünf Wochen verteilt erhalten maximal drei TeilnehmerInnen Basiskenntnisse im Umgang mit gängigen Office-Programmen, dem Internet und der Handhabung des Computers. „Dazu gehört auch, wie man die Maus bedient, wie man im Internet surft, wie man eine Suchmaschine benutzt, ein E-Mail-Konto einrichtet oder Texte verfasst“, sagt Eleonora Mocellin. „Wir haben ein gutes Programm erarbeitet.“
    Die Leute können bei ihrer Anmeldung auch angeben, was sie gerne lernen möchten oder eigene Geräte mitzubringen, wie Smartphones oder Tablets, deren Handhabung erklärt wird.
    In Sankt Vith werden die Kurse von der Patchwork VoG organisiert, in Eupen vom Viertelhaus Cardijn.

    Internetcafé

    Ergänzt werden soll das Angebot durch das Einrichten eines Internetcafés. Per Telefon kann ein Platz im Internetcafé reserviert werden. So möchten die Projektorganisatoren den Menschen, die keinen Zugang zu Geräten haben, eben diesen ermöglichen. E-Mails schreiben, im Internet surfen, skypen oder per Zoom an einer Versammlung teilnehmen, all dies gehört zum Alltag. „Eine digitale Ausstattung gehört schon fast zu den Grundrechten eines Menschen“, stellt Eleonora Mocellin fest.

    Wer nicht online ist, ist im Nachteil

    In Zeiten der Pandemie hat sich die Benachteiligung von Menschen ohne digitalen Zugang noch verschärft.  „Viele Angebote fanden nur digital statt“, erläutert Eleonora Mocellin. „Sprachkurse zum Beispiel. Dienste waren nur digital erreichbar. Anträge mussten über Online-Formulare gestellt werden und auch Einschreibungen für Sport- oder Freizeitangebote fanden online statt.“ Insofern startet das Projekt „Schritt für Schritt in die digitale Welt“ zur richtigen Zeit. Bedarf und Notwendigkeit sind da und dank des Bürgerfonds Ostbelgien konnten sechs Laptops gekauft und 3 Arbeitsplätze pro Standort geschaffen werden. Los geht es im September 2021.

    Wer sich informieren oder anmelden möchte, richtet sich an:

    EUPEN: Viertelhaus Cardijn
    Ansprechpartnerin: Bianca Croé
    +32 472 067 879

    SANKT VITH: Patchwork VoG
    Ansprechpartnerin: Katrin Reuter
    +32 80 330 411

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    Neues Konzept für den Weser-Pavillon

    Der Kiosk im Temsepark ist ein beliebter Treffpunkt in den Sommermonaten. In allen anderen Monaten...
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    Der Kiosk im Temsepark ist ein beliebter Treffpunkt in den Sommermonaten. In allen anderen Monaten des Jahres liegt er gewissermaßen brach. Dies soll sich nun ändern. Ein neues Konzept, das ganzjährig funktioniert, soll regelmäßige Aktivitäten für Familien, für Kinder und für Senioren ermöglichen. Ein Anbau sorgt für den nötigen Platz.

    Erweiterung um drei Meter

    Der Weser-Pavillon hatte bisher keinen Innenraum. Nun wurde er nach vorne raus, um drei Meter erweitert und mit einer beheizbaren Glasveranda versehen. So können in dem neu entstandenen Bereich Aktivitäten wie Kartenspiel-Abende, Gesellschaftsspiel-Nachmittage oder Strickaktionen, wie die „Bäume bestricken Aktion“ stattfinden. Die Erweiterung bietet insgesamt Platz für 15 – 20 Personen. Susanne Visé sagt: „Einen Konsumzwang wird es nicht geben. Das ist uns wichtig.“ Und entsprechend der Philosophie der teilnehmenden Organisationen werden Softgetränke auch weiterhin zu sehr sozialen Preisen angeboten. Das Angebot wird später um regionale und nachhaltige Produkte erweitert.

    Auf dem 1. Arbeitsmarkt schwer vermittelbar

    Das Alltagsgeschäft im Weser-Pavillon wird von der SOS Hilfe geleitet. Susanne Visé erklärt: „Wir freuen uns, dass wir durch die Zusammenarbeit mit der  SOS Hilfe VoG dauerhafte Arbeitsplätze für Personen, die ein Integrationseinkommen erhalten, schaffen. Weiterhin werden wir aber auch auf die Hilfe von Ehrenamtlichen und Studenten angewiesen sein.”

    Ort der Zusammengehörigkeit, der Toleranz und Identität

    „Wir stehen in den Startlöchern“, bestätigt Susanne Visé. Von ihr aus kann es losgehen. Der Anbau wurde barrierefrei errichtet. Er ist insofern auch mit E-Scooter oder Rollstuhl problemlos erreichbar und durch seinen beheizbaren Innenraum auch über den Sommer hinaus ein geeigneter Treffpunkt für Anwohner unabhängig von Alter, Geschlecht oder Vermögensverhältnissen. Durch seinen Standort, dem Temsepark, der eine Verbindung zwischen Zugezogenen und Hiesigen darstellt ermöglicht der Weser-Pavillon das Pflegen sozialer Kontakte. Er ist ein Ort der Zusammengehörigkeit, der Toleranz und Identität.

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    Seniorenfahrdienst Kettenis

    Senioren ab 65 Jahren aus Kettenis können jeden Freitag für einen symbolischen Euro den Seniorenfahrdienst...
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    Senioren ab 65 Jahren aus Kettenis können jeden Freitag für einen symbolischen Euro den Seniorenfahrdienst der Dorfgruppe Kettenis in Anspruch nehmen. Von 9 bis 17 Uhr chauffiert je einer von acht ehrenamtlichen Fahrern die Kunden zum Einkaufen oder zu Terminen.

    Lebensqualität steigern

    „Viele können auf ihre Enkel zurückgreifen, um gefahren zu werden, um mobil zu bleiben“, erklärt Manfred Stoffels, der Koordinator des Fahrdienstes. Doch was passiert mit denen, die keine Kinder haben oder alleine sind? Für genau diese Senioren ist der Fahrdienst ins Leben gerufen worden. Denn auch sie müssen „…zum Delhaize oder zum Colruyt, zur Apotheke, zum Friedhof, zum Kiné oder zum Friseur“, wie Manfred Stoffels zu erzählen weiß. Genau diese Freiheiten hinsichtlich Mobilität sind wichtig zur Bewahrung der Lebensqualität von Senioren.

    E-Mobilität fördern

    Ein weiteres Thema, das der Dorfgruppe sehr wichtig ist, ist die Förderung regenerativer Energien.
    „Kettenis hat einen sehr hohen Anteil an Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern. Dieses Alleinstellungsmerkmal möchten wir weiterhin fördern“, sagt Hans Niessen und deshalb sollte das Fahrzeug zur Beförderung keines sein, das mit fossilen Brennstoffen fährt, sondern ein Elektro-Fahrzeug. Der Renault Zoé, der momentan zur Beförderung verwendet wird, wurde vom Autohaus Kohnen sechs Monate kostenfrei und anschließend zu einem günstigen Preis bereitgestellt.

    Was denken die Kunden?

    „Zum Einkaufen erst zum Bushof müssen, dann umsteigen, dann mit den schweren Einkäufen wieder in den Bus steigen, umsteigen, … Das ist sehr umständlich“, erklärt Manfred Stoffels. „Die Leute sind froh. Sie sind dankbar und immer wieder höre ich den Satz: Hoffenlich geht das weiter.“

    Mit freundlicher Unterstützung

    Das Projekt wurde im Oktober 2019 ins Leben gerufen. Verschiedene regionale Autohäuser und auch die Stadt Eupen haben bereits E-Autos zur Beförderung, kostenfrei zur Verfügung gestellt. Nun kann das Projekt auch auf die finanzielle und vor allem freundliche Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgien zurückgreifen.

    Senioren aus Kettenis können den Fahrdienst einen Tag im Voraus buchen, unter folgender Telefonnummer: 0499 416 339

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    Begegnungszone Medell-Meyerode

    Zwischen Medell und Meyerode entsteht in unmittelbarer Nähe zum Wald eine neue Begegnungszone mit einer...
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    Zwischen Medell und Meyerode entsteht in unmittelbarer Nähe zum Wald eine neue Begegnungszone mit einer Hütte und Bänken, auf denen sich Wanderer und Spaziergänger ausruhen können.

    Eine Ruhezone mit schöner Aussicht

    „Wir machen das fürs Dorf“, verrät Patrick Kohnenmergen, einer der Koordinatoren des Projektes. Bisher stand an der Stelle, an der die neue Begegnungszone Form annimmt, nur eine Bank. Dabei wird der Wald und seine Wege regelmäßig genutzt. Denn er befindet sich auf dem Wanderknotenpunktsystem und man muss nicht weit gehen, um die schöne Aussicht über Medell-Meyerode zu genießen. „Hier gehen viele spazieren“, erzählt Patrick Kohnenmergen. „Außerdem befindet sich die Beschützende Werkstätte nur 200 Meter entfernt. Manchmal kommen die Bewohner der Einrichtung mit ihrem Betreuer spazieren. Dann machen sie hier Pause und quetschen sich quasi zu 7 Personen auf eine Bank.“

    Eine kleine Schutzhütte & vier Bänke

    Mit der finanziellen Hilfe des Bürgerfonds Ostbelgien konnte der Verkehrverein Ommerscheid die kleine Schutzhütte aus unbehandeltem Douglasienholz in einer Sägerei in Heppenbach in Auftrag geben. Sie ist an zwei Seiten offen und mit einem barrierefreien Zugang versehen, so dass auch Rollstuhlfahrer Zutritt erhalten. Zwei Bänke befinden sich in der Schutzhütte und zwei weitere gleich davor, mit einem kleinen Tisch in der Mitte.

    Mit freundlicher Unterstützung

    Der Verkehrsverein übernimmt viele der Arbeiten in Eigenleistung, hat aber auch Unterstützung seitens der Gemeinde erhalten, die einen Bagger und auch Steine zur Verfügung gestellt hat. Die Idee stammt übrigens von einem pensionierten Maurer.

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    Ein festliches Essen für alle

    Nicht jeder kann sich ein festliches Essen für sich oder seine Familie leisten. Da dieses...
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    Nicht jeder kann sich ein festliches Essen für sich oder seine Familie leisten. Da dieses kulturell und sozial aber zu den Endjahres-Feiertagen dazugehört, wollten das Viertelhaus Cardijn, der Vinzenzverein und das Robert-Schuman-Institut einkommensschwachen Familien ein festliches Essen ermöglichen. Was als Festtagsschmaus mit echter Begegnung geplant war wurde aufgrund von Corona in ein „To go“-Event umgewandelt, das großen Anklang fand.

    Ein bisschen anders als geplant

    160 Menüs haben die Schüler der Feinkostabteilung des RSI gezaubert. Eine leckere Quiche als Vorspeise, Geflügel mit verschiedenen Gemüsesorten als Hauptspeise und Tiramisu zum Nachtisch. Verpackt in biologisch abbaubaren Boxen und sehr schön dekoriert, konnten die Menüs coronabedingt leider nicht zu den Feiertagen, dafür aber Anfang Februar zubereitet werden.
    Sie wurden in Kühlwagen angeliefert und innerhalb von 3 Tagen verteilt. Interessierte konnten sich vorab anmelden. „Es waren viele Zugezogene dabei. Einige Großfamilien“, weiß Bianca Croé, die Koordinatorin des Projekts. „Aber auch hiesige und ältere Menschen, die alleine leben.“

    Die Leute haben sich gefreut

    „Das Wetter war nicht so gut“, erinnert sie sich. „Dafür sind die Leute alle mit strahlenden Gesichtern angekommen. Sie haben sich so gefreut und viele haben sich noch im Nachhinein bei uns zurückgemeldet und sich bedankt.“ Die Speisen waren Bio und Halal. „Das war uns wichtig.“ Außerdem enthielten die Boxen Hinweise für Allergiker, Informationen bezüglich Haltbarkeit und Tipps für die Zubereitung und das in mehreren Sprachen.

    Echte Begegnung ist das Ziel

    Die Aktion war ein voller Erfolg und soll nicht zum letzten Mal stattgefunden haben. „Echte Begegnung ist unser Ziel“, sagt Bianca Croé. „Der Plan wäre, die Leute zusammen zu bringen im Rahmen eines gemeinsamen Essens und wer etwas zahlen möchte und kann, der darf und wer nichts hat, der isst eben umsonst mit.“

    Es bleibt zu hoffen, dass auch in diesem Jahr um die Weihnachtsfeiertage herum festliche Essen für einkommensschwache Familien zubereitet und gemeinsam verspeist oder eben verteilt werden können.

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    Lebensmittelhilfe für Menschen in prekärer Lage

    Lebensmittel sind teuer, zu teuer für Menschen, die am Existenzminimum leben. Genau hier greift die...
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    Lebensmittel sind teuer, zu teuer für Menschen, die am Existenzminimum leben. Genau hier greift die Lebensmittelhilfe des Roten Kreuzes Sankt Vith – Burg-Reuland. Jeden Dienstagvormittag könnten sich hier Bedürftige mit den nötigen Lebensmitteln eindecken.

    Lebensmittel für Bedürftige

    An die 420 Personen benötigen jede Woche Unterstützung in Form von Nudeln, Reis, Saucen, Brot, Joghurt, Käse, Marmelade und vielem mehr. „Hier kann nicht jeder auftauchen und behaupten, dass er Lebensmittel braucht“, erklärt Marie-Hélène Düsseldorf, Präsidentin des Roten Kreuzes Sankt Vith – Burg-Reuland. Das ÖSHZ entscheidet anhand von Gesprächen, ob die Familiensituation zu einer Lebensmittelhilfe berechtigt. Anschließend erhalten die Bedürftigen eine Bescheinigung, auf der die Personenanzahl ihres Haushalts notiert ist. Diese Bescheinigung ist sechs Monate gültig und wird bei der Lebensmittelhilfe vorgezeigt. Aussuchen dürfen sich die Leute selbst, was sie benötigen.

    Woher kommen die Lebensmittel?

    Die Lebensmittelhilfe des Roten Kreuzes lebt von Lebensmittelspenden. Unter der Woche sammeln die Ehrenamtlichen in den lokal ansässigen Geschäften Produkte ein, die kurz vor dem Verfalldatum stehen. Auch kleinere Geschäfte spenden zum Beispiel Aufschnitt. Brot, Brötchen und Gebäck bezieht die Lebensmittelhilfe unter anderem von der Bäckerei Fonk. Was um halb sieben noch in der Theke ist, geht an das Rote Kreuz und wird eingefroren.

    Obst und Gemüse müssen hinzugekauft werden

    „Wir bekommen nie Obst und Gemüse“, sagt Marie-Hélène Düsseldorf. „Doch wir haben viele Kinder hier und auch ältere Menschen. Uns ist wichtig, dass die Leute auch frische Sachen bekommen.“ Im Durchschnitt kostet der Zukauf an Obst und Gemüse etwa 2.000 Euro pro Monat. „Das ist für uns ein Haufen Geld“, verrät Frau Düsseldorf. „Wir sind dem Bürgerfonds sehr dankbar.“ Mit seiner finanziellen Unterstützung und der Unterstützung der Deutschsprachigen Gemeinschaft kann das Rote Kreuz Sankt Vith – Burg-Reuland das gesamte Jahr lang den Zukauf an frischem Obst und Gemüse sichern und damit einen Teil zur gesunden Ernährung unserer finanziell benachteiligten Mitmenschen und ihren Familien leisten.

    Lebensmittel- und andere Spenden

    Lebensmittelsammlungen von Privatleuten oder auch Unternehmen sind sehr willkommen. „Zur Fastenzeit haben wir eine sehr schöne Lebensmittelspende bekommen mit Produkten, die sich lange halten, darunter Kaffee, Reis und Öl.“ Aber auch Spenden finanzieller Art sind wichtig. „Das letzte Jahr war ein sehr schlechtes Spendenjahr.“ Und nicht nur das. Durch die Pandemie und den daraus resultierenden Maßnahmen fielen die Einnahmen des Roten Kreuzes aus dem Outlet Store und den Erste-Hilfe-Kursen und sonstigen Aktivitäten, über die sich das Rote Kreuz finanziert, fast komplett weg. „Im September haben wir dann einen Aufruf gestartet. Daraufhin haben sich vier Firmen gemeldet, die aufgrund von Corona keine Weihnachtsfeier machen konnten und sie haben das Geld stattdessen an uns gespendet.“ Eine wunderschöne solidarische Geste.

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    Neues Therapiefahrzeug

    Der Fahrdienst der Josephine-Koch-Service VoG hat ein neues Therapiefahrzeug für seine Fahrzeugflotte erhalten. Insgesamt 4...
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    Der Fahrdienst der Josephine-Koch-Service VoG hat ein neues Therapiefahrzeug für seine Fahrzeugflotte erhalten. Insgesamt 4 Fahrzeuge stehen im Rahmen des kostenlosen Fahrdienstes bereit. Kranke und Senioren können telefonisch buchen und sich zu Terminen oder auch zum Einkaufen fahren und begleiten lassen.

    Über 145.000 Kilometer in nur einem Jahr

    Obwohl der JKS 2020 Corona bedingt weniger Kunden, als in den Jahren zuvor befördert hat, legten die 37 ehrenamtlichen Fahrer über 145.600 Kilometer zurück. „Der Fahrdienst des Josephine-Koch-Services ist mehr als nur ein Fahrdienst“, betont Doris Wertz, Geschäftsführerin der VoG. „Wir möchten begleiten und nicht wie ein Taxi agieren. Deshalb fordern wir von unseren Fahrern, dass sie mit aussteigen, die Tür öffnen, dass sie helfen und Hilfe anbieten.“ Manche Kunden lassen sich von ihren Fahrern bis zu ihren Therapien begleiten oder fragen, ob diese zum Übersetzen mit reinkommen können. „Wir haben alle eine Schweigepflicht unterschrieben.“

    Senioren- und Krankenfahrten

    Ursprünglich ist der Fahrdienst für Senioren ab 60 Jahren aus Kettenis und Eupen gegründet worden. Das war 1993. Doch der Bedarf an Krankenfahrten stieg, weshalb der JKS mittlerweile regelmäßig Fahrten zur Dialyse, Strahlentherapie oder zu Herzuntersuchungen nach Verviers, St. Vith, Brüssel oder zum CHU Lüttich unternimmt. Auch Senioren nehmen den Dienst weiterhin gerne in Anspruch. Sie werden nicht nur zum Einkaufen oder zu Arztterminen gefahren, sondern können auch „Botengänge“ anfragen.

    Mehr als nur fahren

    Jedes Fahrzeug ist mit einem Rollstuhl ausgestattet. Alle Fahrer sind in Erster Hilfe geschult und erhalten Tipps vom Kinesitherapeuten, wie sie zum Beispiel Menschen aus Rollstühlen heben, ohne ihren Rücken zu stark zu belasten „Wir legen viel Wert auf die Weiterbildung unserer Fahrer.“ Jeder neue Fahrer macht eine Schnuppertour im JKS mit, während derer er oder sie mit den Angeboten der VoG bekannt gemacht wird. Wenn also ein Kunde ihnen während einer Fahrt erzählt, dass er einsam ist, kann der Fahrer weiterhelfen, indem er eine Aktivität des JKS vorschlägt.

    Der Fahrdienst ist unter folgender Telefonnummer erreichbar: 087 569 844

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    Bio-Gemüse für alle

    Im Bio-Gemüsegarten von INTEGO werden Obst und Gemüse ohne Pestizide und Kunstdünger, vollkommen natürlich angebaut....
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    Im Bio-Gemüsegarten von INTEGO werden Obst und Gemüse ohne Pestizide und Kunstdünger, vollkommen natürlich angebaut. Die Erträge können gleich vor Ort im Verkaufsbüdchen erworben werden. INTEGO liefert außerdem an lokale Bioläden wie Houtsiplou und Le bon wagon und auf Anfrage an Restaurants. Um unabhängiger vom Wetter und äußeren Einflüssen zu werden, wird eines der Felder dank der Unterstützung des Bürgerfonds Ostbelgien nun komplett überdacht und winterdicht gemacht.

    Ein Gärtner und sieben Helfer

    Insgesamt 5 Felder mit einer Ausmessung von 35 x 7 Metern werden von einem Gärtner und sieben Helfern bestellt. Bei den Helfern handelt es sich, gemäß der Philosophie von Intego oft um Langzeitarbeitslose, auch mit Migrationshintergrund. Das sind Männer und Frauen, bunt gemischt, zwischen 18 und 65 Jahren. Hier können sie zurück zu einer Tagesstruktur finden. Sie werden mit Maschinen vertraut gemacht, vom Rasenmäher bis zum Freischneider. „Wir machen vieles per Hand und mit Schubkarren“, erzählt Nicolas Pommée, Geschäftsführer von Intego Ostbelgien. „Ein bisschen wie früher.“

    Was wächst denn da?

    Im INTEGO Bio-Garten werden 4-5 Sorten Tomaten angepflanzt, Zwiebeln, Schalotten, Kartoffeln, Zucchini und Kürbis. In kleineren Hochbeeten wachsen Kräuter für Tees heran. An der Seite des Gartens stehen Himbeeren und Heidelbeeren in Sträuchern. Außerdem findet man Bohnen, Salate und auch Äpfel und Pflaumen werden jährlich geerntet. In einem guten Jahr wirft der Bio-Garten in etwa eine Tonne Tomaten ab, ein paar hundert Salate, eine halbe Tonne Zucchini und ebenso viele Kürbisse. Alles andere wächst laut Nicolas Pommée, wie es wächst. „Der Ertrag ist wetter- und auch jahresabhängig.“

    Unabhängig und sicher in die Zukunft

    Um hiervon unabhängiger zu werden, hat die INTEGO einen Bauantrag gestellt, der nach vier Monaten endlich genehmigt wurde. Nun wird eines der Felder komplett überdacht. Zukünftig werden hier ganzjährig vor allem Salate angebaut. Die Baumaßnahme sichert Erträge, die ansonsten unregelmäßig erfolgen und jahreszeitenabhängig ausfallen würden. Doch damit enden die Zukunftsvorstellungen nicht. Auf einer weiteren Wiese, die im Hang liegt, sollen Obstbäume angepflanzt werden. „Außerdem denken wir darüber nach, das alte Gartenhaus um einen Raum zu erweitern.“ Eine Dunkelkammer könnte so entstehen. „Unser Gärtner würde hier gerne Pilze anbauen. Er hat bereits Seitlinge und Champignons im eigenen Keller angebaut und das hat gut geklappt.“

    Die INTEGO Ostbelgien ist immer auf der Suche nach ehrenamtlichen Helfern, vor allem für punktuelle Arbeiten, wie Aussaat, Ernte und auch der Gemüseverkauf.

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    Patenschaftsprojekt

    Die Pater-Damian-Sekundarschule engagiert sich für ihre 15- bis 18-jährigen Flüchtlingsschüler. Im Rahmen des Patenschaftsprojektes übernehmen...
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    Die Pater-Damian-Sekundarschule engagiert sich für ihre 15- bis 18-jährigen Flüchtlingsschüler. Im Rahmen des Patenschaftsprojektes übernehmen Schüler aus dem 5. Sekundarjahr eine Patenschaft für einen Flüchtling. Sie verbringen Mittagspausen zusammen, besichtigen das Empfangszentrum „Bellevue“, um zu sehen, wie die Flüchtlinge leben und unternehmen einen gemeinsamen Ausflug pro Jahr. Der letzte Ausflug führte sie zum Wandern und Klettern an die Eupener Talsperre.

    Patenschaft während der Schulzeit

    „Vor ein paar Jahren kamen die ersten Flüchtlinge“, erinnert sich Jana Schröder, Erzieherin an der Pater-Damian-Sekundarschule in Eupen. „Wir haben das ein Jahr lang beobachtet und dann die Idee für die Patenschaft gehabt.“ Das Prinzip ist einfach: Es geht um eine Patenschaft während der Schulzeit zwischen Flüchtlingen und Schülern aus dem 5. Sekundarjahr. „Alles, was über die Mittagspause hinaus stattfindet, ist wirklich super, aber wir haben uns ganz bewusst für die Schulzeit entschieden, weil das die Zeit ist, die uns in der Schule zur Verfügung steht.“

    Infoveranstaltung zur Vorbereitung für Schüler & Flüchtlinge

    „Wir lassen unsere Schüler nicht einfach auf die Flüchtlinge los“, erklärt Jana Schröder. Im Rahmen einer freiwilligen Infoveranstaltung werden die Schüler des 4. Jahrgangs über das Projekt und notwendige Voraussetzungen aufgeklärt. Wer im Anschluss interessiert ist, eine Patenschaft zu übernehmen, der schreibt einen Motivationsbrief, in dem er seine Beweggründe erläutert und reicht diesen bei Jana Schröder ein. Auch die Flüchtlinge nehmen an einer Infoveranstaltung teil und dürfen sich entscheiden, am Projekt teilzunehmen oder eben nicht.

    Sich gegenseitig helfen

    „Die meisten unserer Flüchtlinge sind ohne Eltern hier“, erzählt Jana Schröder. Um am Normalunterricht teilzunehmen, müssen sie in der „Flüchtlingsklasse“ erst einmal bis zu zwei Jahre lang die deutsche Sprache lernen. Durch die Patenschaft, so erhofft man sich, lernen sie schneller und werden besser integriert, weil sie über ihre Paten auch mit deren Freunden in Kontakt kommen. Ob sie einen Abschluss machen, hängt von jedem Schüler und dessen Wissensstand ab. „Ein Schüler war der Hammer“, erinnert sich Jana Schröder. „Er war einer der ersten, damals. Super intelligent, und er hat wirklich Glück gehabt. Denn er wurde adoptiert und er hat die mittlere Reife gemacht und befindet sich momentan in einer Ausbildung zum Gärtner.“

    Positive Erfahrungen & soziales Engagement

    Am Ende des Schuljahres gibt es eine Abschlussveranstaltung. Es wird gegrillt und alle bringen Essen mit. „Da wird sich gefreut und es wird geweint.“ Jana Schröder fasst zusammen: „Es kommt ab und an zu Missverständnissen und manchmal stimmt auch die Chemie nicht, aber im Großen und Ganzen sind die Erfahrungen für beide Seiten und auch für uns sehr positiv.“ Als Nachweis für ihr soziales Engagement bekommen die Paten eine Patenschaftsbescheinigung, die sie ihrem Lebenslauf oder ihrer zukünftigen Bewerbung beilegen können.

    Mitmachen!

    Projekt einreichen!

    Ob soziales Engagement, Bildung, Kreativität, Kultur oder Umwelt – wir fördern Initiativen mit Sinn und Wirkung.